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Stadtteilküchen für den Frankfurter Westen

Vorlagentyp: OFLINKE

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Einrichtung von Stadtteilküchen im Frankfurter Westen, um gesunde und bezahlbare Mahlzeiten für die Bürger*innen bereitzustellen. Dies soll zur Stärkung des sozialen Miteinanders und zur Bekämpfung von Armut beitragen. Erwartet werden eine verbesserte Lebensqualität und die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe.

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Antrag

Der Ortsbeirat 6 möge beschließen, der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten - ob und an welchen Standorten in den Stadtteilen Höchst, Sindlingen, Zeilsheim, Unterliederbach, Nied, Griesheim, Sossenheim, Schwanheim und Goldstein die Einrichtung einer Stadtteilküche im städtischen Eigenbetrieb möglich ist, - wie die Stadtteilküche so gestaltet werden kann, dass sie für alle Bürger*innen des Stadtteils gut erreichbar und barrierearm ist, - wie gewährleistet werden kann, dass dort täglich mittags und abends gesunde Mahlzeiten zu einem Preis von maximal 1,50 Euro pro Portion angeboten werden können. Dabei soll insbesondere auch geprüft werden, ob dafür Leerstand an zentralen Orten wie z.B. dem Bahnhof Höchst (Bahnhofshalle, ehemaliges Zollamt) als Standort in Frage kommen und öffentliche kühle Räume als Maßnahme zum Hitzeschutz auch als Begegnungs- und Aufenthaltsort im Rahmen der Stadtteilküche genutzt werden könnten.

Begründung

Die Einrichtung von Stadtteilküchen im Eigenbetrieb der Stadt Frankfurt ist ein wichtiger Schritt, um das soziale Miteinander in den Stadtteilen zu stärken und die Versorgung mit gesunden, bezahlbaren Mahlzeiten für alle zu gewährleisten. Bei einer Armutsgefährdung von über 20% in Frankfurt und gerade in den von sozioökonomischer Benachteiligung besonders betroffenen Stadtteilen Zeilsheim-Nord, Griesheim-Ost und Höchst (Monitoring 2024) können Stadtteilküchen einen wichtigen Beitrag für eine gesunde und öffentliche Nahverpflegung darstellen. Steigende Lebensmittelpreise, drohende Kürzungen im Sozialsystem und Überhitzung der Städte wird die Lage der Menschen zusätzlich verschärfen. Gleichzeitig werden Menschen einsamer und brauchen intergenerationale Orte der Begegnung. Stadtteilküchen bieten außerdem die Chance, regionale und nachhaltige Lieferketten zu stärken. Durch den bevorzugten Einkauf von regionalen und Lebensmitteln aus ökologisch verantwortungsvoller Erzeugung können lokale Wertschöpfung und eine umweltfreundliche Ernährung gefördert werden. Damit wirken Stadtteilküchen als Ankerpunkte für eine nachhaltige Stadtentwicklung und regionale Wirtschaftskreisläufe. Die beschlossene Einrichtung und Finanzierung der Stadtviertelküche in Riederwald hat gezeigt, was möglich ist und wie viele Menschen sich aus Politik und Initiativen zur Umsetzung einer gemeinsamen Stadtteilküche bewegen lassen. In Höchst wurden über das Bündnis Frankfurter Stadtteilküche in Zusammenarbeit mit Foodsharing, Shelter im Gündi West und Wohnprojekten bereits mehrmals ein Angebot der Stadtteilküche organisiert, wobei viele Initiativen und Vereine in den Stadtteilen an einer Zusammenarbeit interessiert sind und das Projekt unterstützen. Eine von der Stadt bereitgestellte und finanziell unterstützte feste Räumlichkeit für die Stadtteilküche könnte hier Hand in Hand mit Vereinen und Initiativen vor Ort agieren und Kooperationen im Stadtteil stärken. Saalbauten, Vereine, Begegnungsräume in Wohnprojekten und in Wohnungsbaugesellschaften verfügen bereits über Räumlichkeiten, in denen sich Stadtteilküchen als dringend notwendige soziale Infrastruktur einrichten ließen. Hinzu kommen zahlreiche Leerstände in jedem Stadtteil im OB6, die so wieder belebt und in Nutzung gebracht werden könnten. Auch eine Kombination mit Kreativen Projekten wie im Mousonturm wäre hier denkbar. So kann die Stadt Frankfurt im Ortsbezirk einen wichtigen Beitrag zu mehr Ernährungsgerechtigkeit, sozialer Teilhabe und nachhaltiger Stadtentwicklung leisten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Oktober 2026 brachte Linke im Ortsbeirat 6 diesen Antrag ein.

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