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Neubau der Sport- und Kulturhalle Unterliederbach

Vorlagentyp: OFSPDGRÜNEBFFFDP
2 Sitzungen

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Begründung

Unterliederbach ist einer von Frankfurts am schnellsten wachsenden Stadtteilen. Ein hoher Anteil an BürgerInnen mit Migrationshintergrund und Integrationsbedarf vieler neuer AnwohnerInnen macht es nötig, einen örtlichen Anlaufpunkt für den sozialen Austausch zu haben. Der politische Diskurs mit den AnwohnerInnen, BürgerInnen Unterliederbachs, Vereinen sowie politisch und sozio-kulturell Interessierten hat ergeben, dass die jetzige Sport- und Kulturhalle die zukünftigen Aufgaben nicht zufriedenstellend bewältigen kann. Ein großer Saal (Sporthalle), wie es aktuell der Fall ist, kann sowohl von Vereinsgesellschaften als auch kleineren privaten Gruppen nur schwer genutzt werden. Zudem wurde durch eine Umfrage des Unterliederbacher Vereinsrings deutlich, dass auch die Vereine eine große Sporthalle nicht mehr benötigen, so dass ein Fortbestand dieser nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch verschenkter Platz wäre. Stattdessen fordern die Antragssteller des Ortsbeirats 6 einen kleineren Neubau mit variablen Wänden, bei dem sich die Raumgrößen individuell gestalten lassen können. So können Vereinssitzungen, aber auch Feste gefeiert werden. Zudem wird eine Küche mit Theke gefordert, die anmietbar ist. Auf eine Gastronomie soll verzichtet werden und stattdessen den BürgerInnen die Möglichkeit gegeben werden sich bei Veranstaltungen selbst zu verpflegen. In den Räumen können auch Sportgruppen Übungsstunden abhalten. Des Weiteren werden zwei Büros für Ehrenamtliche erbeten. So können hier die StadtbezierksvorsteherInnen z.B. ihre Sprechstunden abhalten. Daneben ist es unwirtschaftlich die bestehende Halle zu sanieren. Alleine aus dem Aspekt der Umweltfreundlichkeit ist eine Sanierung des Mauerwerks nicht sinnvoll. Ein Neubau mit neuesten Umweltstandards würde den Energieverbrauch deutlich senken und wäre wirtschaftlicher als eine teure Sanierung, um die gleichen Energiewerte zu erreichen. Hier befürwortet der Ortsbeirat einen Neubau in Holzbauweise. Wir schlagen vor, dass Duschen und sanitäre Anlagen für die örtlichen Vereine in den Neubau mit aufgenommen werden. Insbesondere der VfB, aber auch andere Vereine, können diese sanitären Anlagen nutzen, was mehr Trainingskapazitäten ermöglichen soll. Zudem ist sicherzustellen, dass es ausreichend Parkplätze (für Autos und Fahrräder) gibt, um die anliegenden Anwohner parkplatztechnisch nicht noch weiter zu belasten. Als letzten Punkt ist die Barrierefreiheit zu beachten. Ein ebenerdiger Neubau mit behindertengerechten Toiletten ist nötig um neben behinderten Menschen das neue Bürgerhaus auch für ältere oder gebrechliche Menschen zu einem attraktiven Mittelpunkt werden zu lassen. Im Diskurs um den Erhalt bzw. Neubau wurde vermehrt die Sorge vor einem langen Planungsprozess für einen Neubau genannt. Dem konnten die Antragssteller des Ortsbeirats 6 mit dem oben genannten Konzept entgegenhalten, dass die Sanierung der bestehenden Halle sehr komplex werde und zeitlich keinen kürzeren Umbau brächte als ein Neubau.

Inhalt

Antrag vom 16.09.2016, OF 177/6

Betreff:

Neubau der Sport- und Kulturhalle Unterliederbach

Der Ortsbeirat möge beschließen, die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, dass nach der Nutzung der Sport- und Kulturhalle als Flüchtlingsunterkunft, diese umgehend neugebaut wird. Hierzu wird die Stadtverordnetenversammlung gebeten bereits frühzeitig, d.h. noch in diesem Jahr 2016, den Neubau in die Haushaltsplanungen für nächstes Jahr (2017) aufzunehmen.

Der Neubau soll folgende Funktionen aufweisen:

  1. Eine moderne, umweltfreundliche Bauweise mit niedrigem Energieverbrauch
  2. Eine funktionale Raumnutzung (variabel verstellbare Wände), die es ermöglichen sowohl kleine als auch größere Räume für Veranstaltungen und Sitzungen schnell und unkompliziert zu modellieren (für eine Nutzung von 20 bis 100 Personen)
  3. Diese Räume sollen zudem auch für Sportgruppen, wie z.B. Gymnastik- oder Yoga-Stunden, nutzbar sein
  4. Sanitäre Anlagen (neben WCs auch Duschen)
  5. Eine Küche und Theke für private als auch Vereinsgesellschaften
  6. Zwei abschließbare Bürozimmer für Ehrenamtliche (bspw. Stadtbezirksvorsteher, Vereinsring)
  7. Komplette Barrierefreiheit auf allen Ebenen
  8. Ausreichend Parkplätze vor und hinter der neuen Halle für PKW und Fahrräder
  9. Einen Kraftraum für die örtlichen Vereine
  10. Einen abschließbaren Raum für Musikinstrumente
  11. Die Stadtverordnetenversammlung möge in Ihrer Planung auch die Sportschützen im Keller der jetzigen Halle berücksichtigen und prüfen, wie eine Nutzung auch zukünftig möglich ist.

Zudem ist sicherzustellen, dass während der Neubauplanung die jetzige Halle benutzbar ist. Hierbei soll aber von einer größeren Sanierung abgesehen werden.

Begründung:

Unterliederbach ist einer von Frankfurts am schnellsten wachsenden Stadtteilen. Ein hoher Anteil an BürgerInnen mit Migrationshintergrund und Integrationsbedarf vieler neuer AnwohnerInnen macht es nötig, einen örtlichen Anlaufpunkt für den sozialen Austausch zu haben. Der politische Diskurs mit den AnwohnerInnen, BürgerInnen Unterliederbachs, Vereinen sowie politisch und sozio-kulturell Interessierten hat ergeben, dass die jetzige Sport- und Kulturhalle die zukünftigen Aufgaben nicht zufriedenstellend bewältigen kann.

Ein großer Saal (Sporthalle), wie es aktuell der Fall ist, kann sowohl von Vereinsgesellschaften als auch kleineren privaten Gruppen nur schwer genutzt werden. Zudem wurde durch eine Umfrage des Unterliederbacher Vereinsrings deutlich, dass auch die Vereine eine große Sporthalle nicht mehr benötigen, so dass ein Fortbestand dieser nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch verschenkter Platz wäre. Stattdessen fordern die Antragssteller des Ortsbeirats 6 einen kleineren Neubau mit variablen Wänden, bei dem sich die Raumgrößen individuell gestalten lassen können. So können Vereinssitzungen, aber auch Feste gefeiert werden. Zudem wird eine Küche mit Theke gefordert, die anmietbar ist. Auf eine Gastronomie soll verzichtet werden und stattdessen den BürgerInnen die Möglichkeit gegeben werden sich bei Veranstaltungen selbst zu verpflegen. In den Räumen können auch Sportgruppen Übungsstunden abhalten.

Des Weiteren werden zwei Büros für Ehrenamtliche erbeten. So können hier die StadtbezierksvorsteherInnen z.B. ihre Sprechstunden abhalten.

Daneben ist es unwirtschaftlich die bestehende Halle zu sanieren. Alleine aus dem Aspekt der Umweltfreundlichkeit ist eine Sanierung des Mauerwerks nicht sinnvoll. Ein Neubau mit neuesten Umweltstandards würde den Energieverbrauch deutlich senken und wäre wirtschaftlicher als eine teure Sanierung, um die gleichen Energiewerte zu erreichen. Hier befürwortet der Ortsbeirat einen Neubau in Holzbauweise.

Wir schlagen vor, dass Duschen und sanitäre Anlagen für die örtlichen Vereine in den Neubau mit aufgenommen werden. Insbesondere der VfB, aber auch andere Vereine, können diese sanitären Anlagen nutzen, was mehr Trainingskapazitäten ermöglichen soll.

Zudem ist sicherzustellen, dass es ausreichend Parkplätze (für Autos und Fahrräder) gibt, um die anliegenden Anwohner parkplatztechnisch nicht noch weiter zu belasten.

Als letzten Punkt ist die Barrierefreiheit zu beachten. Ein ebenerdiger Neubau mit behindertengerechten Toiletten ist nötig um neben behinderten Menschen das neue Bürgerhaus auch für ältere oder gebrechliche Menschen zu einem attraktiven Mittelpunkt werden zu lassen.

Im Diskurs um den Erhalt bzw. Neubau wurde vermehrt die Sorge vor einem langen Planungsprozess für einen Neubau genannt. Dem konnten die Antragssteller des Ortsbeirats 6 mit dem oben genannten Konzept entgegenhalten, dass die Sanierung der bestehenden Halle sehr komplex werde und zeitlich keinen kürzeren Umbau brächte als ein Neubau.

Nebenvorlage: Antrag vom 16.09.2016, OF 207/6 Beratung im Ortsbeirat: 6

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. September 2016 brachten SPD, GRÜNE, BFF, FDP, FREIE WÄHLER im Ortsbeirat 6 diesen Antrag ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 01.11.2016 im OBR 6 für erledigt erklärt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
OBR 6
Sitzung 5 · 04.10.2016
TO I, TOP 16
Beraten
1. 1. Dem Geschäftsordnungsantrag der CDU-Fraktion wird zugestimmt. 2. Die Vorlage OF 177/6 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Vorlage OF 207/6 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
Alle
zu 2)
Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme

OBR 6
Sitzung 6 · 01.11.2016
TO I, TOP 7
Erledigt
Anregung OA 73 2016 1. Die Vorlage OF 177/6 wird durch die Annahme der Vorlage OF 207/6 für erledigt erklärt. 2. Die Vorlage OF 207/6 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
Alle
zu 2)
Enthaltung:
CDULinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Annahme bei Enthaltung CDU und LINKE.

Mitdiskutieren

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