Baumnachpflanzungen auf privaten Grundstücken durch Hitze und Trockenheit bringen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert den Magistrat auf, Maßnahmen zur Sicherstellung der Bewässerung und Pflege von Ersatzpflanzungen auf privaten Grundstücken zu prüfen. Dies ist notwendig, um Bäume in Zeiten von Hitze und Trockenheit lebendig zu halten und ihre klimatische Wirkung zu gewährleisten. Die Maßnahme soll die Lebensqualität in urbanen Gebieten von Frankfurt steigern.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat wolle beschließen: Der Magistrat wird gebeten, 1. zu prüfen und berichten, wie aktuell nachverfolgt wird, ob Ersatzpflanzungen (als Ausgleichsmaßnahme im Rahmen einer Baumfällgenehmigung) auf privaten Flächen tatsächlich hinreichend intensiv und lange bewässert und gepflegt werden, damit sie in den ersten Jahren lange Phasen von Hitze und Trockenheit im Sommer überleben, bis sie die teils immer weiter absinkenden Grundwasserspiegel erreichen (nach ca. 7 Jahren).
2. stärker auf Privatpersonen und Unternehmen, insbesondere Wohnungsunternehmen mit größeren Grünflächenbeständen um Miethäuser herum, einzuwirken, damit neu oder ersatzweise gepflanzte Bäume tatsächlich entsprechend bewässert und gepflegt werden.
3. zu prüfen und berichten, ob der Nachweis der ausreichenden Pflege und Bewässerung von Ersatzpflanzungen zur Bedingung für eine Fällgenehmigung gemacht werden kann und wie ein solcher verlässlich nachgeprüft werden kann.
Begründung
Die Grünflächen um die Mietshäuser der Vonovia in der Kuhwaldsiedlung weisen einige neu gepflanzte Bäume auf, die in diesem Sommer aufgrund von Trockenheit und offensichtlich mangelnder Pflege und Bewässerung abgestorben sind. Auch Anwohnende berichten hierzu im Zeitraum seit den Ersatzpflanzungen keinerlei Pflege oder Bewässerung wahrgenommen zu haben. Es handelt es sich hierbei vorrangig um Ersatzpflanzungen, die die Vonovia zur Genehmigung von Baumfällungen im selben Gebiet hatte durchführen müssen. Das ist ein fataler Umgang mit dem für die Klimaanpassung so wichtigen Baumbestand, da einerseits große Bäume gefällt werden, andererseits aber die Ersatzpflanzungen so niemals die Klimawirkung der früheren Bäume erreichen und sogar absterben, bevor sie überhaupt merkbar zu einem besseren Mikroklima beitragen können.
Dies ist ein örtliches Beispiel eines großen privaten Wohnungsunternehmens. Es steht aber zu befürchten, dass dieses Problem andernorts ebenfalls auftritt.
Die Lebensqualität und die mikroklimatischen Bedingungen in einer sich weiter verdichtenden und aufheizenden Stadt wie Frankfurt entscheiden sich nicht nur im öffentlichen Raum, sondern zum Großteil auch auf privaten Flächen. Hier sind private Grundstückseigentümer*innen, insbesondere große Wohnungsunternehmen wie die Vonovia, gefordert ihren Beitrag zu leisten und mindestens die für die Fällung eines Baumes notwendige Ersatzpflanzung so zu pflegen, zu bewässern, und über heiße und trockene Sommer lebensfähig zu erhalten, dass diese dieselbe klimatische Wirkung entfalten können, wie die gefällten Bäume. Gleichwohl wäre es Aufgabe der Kommune und der Genehmigungsbehörde hierüber die Aufsicht zu haben und Vorgaben zu kontrollieren und durchzusetzen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 21. August 2026 brachte GRÜNE im Ortsbeirat 2 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme