Kinder- und Jugendarbeit im Ortsbezirk 7 in Zeiten der Coronakrise unterstützen
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat 7 fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, die Kinder- und Jugendarbeit im Ortsbezirk 7 in Zeiten der Coronakrise zu unterstützen. Dies umfasst die Nachholung von Tariferhöhungen, Investitionen in die technische Infrastruktur und die Einbeziehung von Jugendlichen in politische Entscheidungen. Ziel ist es, die Angebote für Kinder und Jugendliche zu sichern und zu verbessern.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenAntrag
Durch die Einschränkungen in der Pandemie, deren Notwendigkeit von Kinder- und Jugendverbänden ausdrücklich betont wird, wurden auf sozialer Ebene einige Probleme verschärft und es sind neue aufgetreten. Um diesen Problemen gerecht zu werden, haben die Jugendzentren der freien Träger mit unzureichenden Mitteln und durch gewaltigen Aufwand digitale Betreuungsangebote wie Hausaufgabenhilfe und persönliche Beratungen, aus dem Hut gezaubert. Die technische Infrastruktur für den notwendigen schnellen Umstieg aufs Digitale war ungenügend, und gleichzeitig gab es materielle Einbußen durch Vermietungsausfälle, Stornierungen usw. Vor der Pandemie wurde im neuen Doppelhaushalt für die Kinder- und Jugendeinrichtungen lediglich eine Anpassung von 3% vorgenommen, was bereits dem "Normalbedarf" seit dem Jahr 2014 nicht gerecht wird, wie das gemeinsame Auftreten der Kinder- und Jugendeinrichtungen in der Ortsbeiratssitzung im Oktober 2019 eindrücklich zeigte.
Dies vorausgeschickt, möge der Ortsbeirat beschließen:
Der Ortsbeirat 7 fordert die Stadtverordnetenversammlung und damit auch den Magistrat auf, bzgl. der freien offenen Kinder- und Jugendarbeit im Ortsbezirk 7 sicherzustellen:
Die Tariferhöhungen in der Finanzierung der Träger in den Jahren vor 2020 nachzuholen. Statt Kürzungen und Kurzarbeit sollen bedarfsgerechte Investitionen und die grundständige Finanzierung sichergestellt werden.
Die technische Infrastruktur der Einrichtungen im Ortsbezirk 7 soll sichergestellt werden. Dafür bedarf es weiterer Investitionen in eine belastbare und zeitgemäße technische sowie online- taugliche Infrastruktur (beispielweise mehr PC- Arbeitsplätze) der Einrichtungen.
Zusätzliche Kosten durch Stornierungen von Bildungsfreizeiten und fehlende Einnahmen durch ausfallende Veranstaltungen und deren Mietkosten sollen in Gänze von der Stadt ersetzt werden.
In politischen Entscheidungen müssen Betroffene - also Jugendliche und Beschäftigte der freien Träger - miteinbezogen werden. In den weiteren Beratungen und Maßnahmen zur Beschränkung und Aufhebung müssen Jugendliche und ihre Interessensvertretungen miteinbezogen werden.
Zusätzliche Arbeitsplätze für die Einhaltung der Hygienekonzepte sollen sichergestellt werden.
Begründung
Am 30. April 2020 fand auf Initiative von verschiedenen Einrichtungen im Ortsbezirk ein Fachgespräch "Jugend und Jugendarbeit in Zeiten von Corona" statt. Der Referent, Professor Dr. Benno Hafenegger, Erziehungswissenschaftler, wies auf die dramatischen Folgen für Kinder und Jugendliche hin, durch die Maßnahmen gegen die Pandemie entstanden sind. Die Isolation und Verlust von Beziehungen während des Lockdowns, die Problematik von Distanzunterricht, die Bedeutung von sozialen Medien, die Folgen für Physis und Psyche, alle diese auch inzwischen öffentlich diskutierten und anerkannten Folgen bleiben nicht vor den Türen der Kinder- und Jugendeinrichtungen stehen. Sie sind besonders gefordert worden und werden es nach wie vor. Die Forderung nach einem Neustart, in Form einer Initiation, einem großen Fest, von direkter Kommunikation kann nur durch die entsprechende personelle und sachliche Ausstattung realisiert werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 18. Januar 2022 brachte die_farbechten-LINKE. im Ortsbeirat 7 diesen Antrag ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.