Tourismusbeitragssatzung ergänzen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Tourismusbeitragssatzung zu verändern, um mehr Transparenz und Demokratie in den Vergabeprozess der Einnahmen aus dem Tourismusbeitrag zu bringen. Zudem soll die Repräsentation der Kulturszene im Beirat für Tourismus gestärkt werden.
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E-Mail-Abo einrichtenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Vorlage M83/2024 wird mit folgenden Änderungen bzw. Ergänzungen der Tourismusbeitragssatzung zugestimmt:
- § 8 (4): - | Änderung: | Der Beirat für Tourismus tagt öffentlich."
- § 8 (2): - | Änderung: | "Der Beirat besteht aus 14 Mitgliedern." - Ergänzung: "6. zwei Vertreter*innen des Kulturbereichs, z. B. aus der Koalition der Freien Szene." - Die geplante Änderung wird zurückgenommen und es heißt weiterhin: "Den Vorsitz führt ein Mitglied nach § 8 (2) Nr. 4."
Begründung
Bei der Mittelvergabe der Einnahmen aus dem Tourismusbeitrag ist weiterhin ein großes Defizit hinsichtlich Transparenz, demokratischer Mitbestimmung und gerechter Repräsentation zu verzeichnen. Die Einnahmen aus den Tourismusbeiträgen kommen auf mehrere Millionen Euro jährlich, 2023 waren es rund sieben Mio. Euro. Eine Änderung des hessischen Kommunalabgabengesetzes erlaubt nun den Beitrag auch von Geschäftsreisenden zu verlangen, wodurch die Höhe der Einnahmen deutlich steigen wird. Es ist längst überfällig, dass diese Mittelvergabe transparent gemacht wird, damit Vertreter*innen der Opposition sowie die Zivilgesellschaft Einsicht erhalten. Dafür muss die Satzung dahingehend geändert werden, dass der Beirat für Tourismus, der Empfehlungen zur Mittelvergabe ausspricht, öffentlich tagt. Der Beirat besteht aus zwei Mitgliedern der IHK Frankfurt, der Tourismus+Congress GmbH (TCF) und Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sowie drei Stadtverordneten und drei Stadträt*innen. Bei seiner Zusammensetzung fehlen Vertreter*innen der Kulturszene, die maßgeblich und essentiell für den Tourismus in Frankfurt am Main ist. Die Kulturveranstaltungen der freien Szene locken jährlich mehrere Hunderttausend Besucher*innen in die Stadt. Diese mangelnde Repräsentation im Tourismusbeirat muss dringend behoben werden. Der Vorsitz des Tourismusbeirats sollte nicht nur Dezernent*innen vorbehalten sein, daher fordern wir die Beibehaltung der ursprünglichen Formulierung der bis dato gültigen Tourismusbeitragssatzung.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 21. Juni 2024MM 831. Satzung zur Änderung der Satzung über die Erhebung eines Tourismusbeitrages im Gebiet der Stadt Frankfurt am Main (Tourismusbeitragssatzung)Magistratsvortrag
- 4. Juli 2024Sie sind hierNRNR 974Tourismusbeitragssatzung ergänzenSTVV-Antrag · Linke
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen Linke (= Annahme) sowie FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 866), Linke und FRAKTION (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 974) sowie AfD (= Ablehnung); BFF-BIG (= Enthaltung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen Linke und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (M 83 und NR 974 = Ablehnung) ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 866), Linke und FRAKTION (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 974) sowie AfD und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung); BFF-BIG (= Enthaltung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG gegen Linke und FRAKTION (= Annahme)