Aberkennung des Theodor W. Adorno-Preises für Judith Butler
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Aberkennung des Theodor W. Adorno-Preises für Judith Butler aufgrund ihrer Äußerungen, die als antisemitisch angesehen werden. Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit der Stadtverordnetenversammlung zu wahren und ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert,
- die Aberkennung des im Jahr 2012 an die amerikanische Philosophin Judith Butler verliehenen Theodor W. Adorno-Preises in die Wege zu leiten und
- die damalige Preisträgerin aufzufordern, das Preisgeld in Höhe von 50.000 € einer jüdischen Organisation zur Verfügung zu stellen.
Begründung
Judith Butler gilt als eine der wichtigen Denkerinnen unserer Zeit. Das macht sie zu einer gefährlichen Leitfigur des israelbezogenen Antisemitismus. Schon bei der Preisverleihung vor 12 Jahren protestierte der Zentralrat der Juden in Deutschland gegen die Vergabe und jüdische Organisationen blieben ausnahmslos der Verleihung fern. Die jüngsten Äußerungen von Judith Butler, der entmenschlichte Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 sei ein "Akt bewaffneten Widerstandes der Hamas" gewesen, widerspricht nicht nur der Wahrheit, sondern auch unserer Solidarität mit dem jüdischen Staat Israel und seinen Bürgern und Bürgerinnen. Sollte sich Judith Butler weiterhin "Adorno-Preisträgerin" nennen können, widerspräche dies aber auch dem Denken des jüdischen Frankfurters Theodor W. Adorno, der, von den Nazis ins Exil getrieben, vor Jahrzehnten den "Antisemitismus als Gerücht über die Juden, das immer wiederkehren kann" bezeichnet hat. Frankfurter Persönlichkeiten, die seit dem 7. Oktober 2023 wiederholt öffentlich den Überfall der Hamas scharf kritisiert und sich zu Israel bekannt haben, etwa der Oberbürgermeister, die Stadtverordnetenvorsteherin und die Kulturdezernentin, gehören dem Kuratorium an, das die Verleihung des Theodor W. Adorno-Preis vorbereitet. Die Aberkennung des Preises für Judith Butler ist ein unumgänglicher Beleg für die Glaubwürdigkeit dieser öffentlichen Äußerungen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 20. März 2024 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 02.05.2024 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und BFF-BIG gegen CDU und AfD (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und BFF-BIG gegen CDU, AfD und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt, BFF-BIG und Gartenpartei gegen CDU, AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme)