Anschaffung eines "Bürgerkoffers"
Zusammenfassung
Der Antrag zur Anschaffung eines "Bürgerkoffers" zielt darauf ab, mobilitätseingeschränkten Bürgern die Erledigung ihrer Amtsgeschäfte zu erleichtern. Dies soll durch den Erwerb von Bürgerkoffern und die Qualifizierung von Mitarbeitern geschehen. Der Antrag wurde jedoch in mehreren Ausschüssen abgelehnt.
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Thema Senioren verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt,
- bei der Bundesdruckerei sogenannte "Bürgerkoffer" für die Stadt zu erwerben;
- eine ausreichende Zahl an städtischen Mitarbeitern für den Umgang mit dem Bürgerkoffer zu qualifizieren;
- diesen mobilen Bürgerservice schwerpunktmäßig in Einrichtungen mit nicht oder nur eingeschränkt mobilen Bürgern bekannt zu machen und
- zukünftig Hausbesuche für mobilitätseingeschränkte Bürger vorzusehen und diesen somit die Erledigung ihrer Amtsgeschäfte ohne aufwendigen, teuren und gesundheitsgefährdenden Transport zu ermöglichen.
Begründung
Vor wenigen Wochen wurde der Fall einer Bürgerin bekannt, die im Liegendtransport, den sie selbst finanzieren musste, ins Bürgeramt gebracht wurde, weil sie eine Ausweisverlängerung wünschte. Die Bemühungen ihrer Tochter, den Verwaltungsakt bei der Betroffenen zuhause zu erledigten, waren gescheitert. Für solche Zwecke oder auch Einsätze in Seniorenanlagen, Gefängnissen uvm. ist der sogenannte "Bürgerkoffer" vorgesehen, der mit allen amtlichen und technischen Notwendigkeiten ausgerüstet ist. Auf eine Frage an den Magistrat (F 1996/23) antwortete die zuständige Dezernentin, die Bundesdruckerei brauche sehr lange, um zu liefern und außerdem sei Personal für Hausbesuche nicht verfügbar. Deutschlandweit ist der Bürgerkoffer das derzeit populärster Beispiel für einen flexibleren Umgang der Behörden mit den Bürgern. Diese Flexibilität auch in Frankfurt zu praktizieren, ist dringend geboten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. Januar 2024 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 29.02.2024 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, LINKE. und AfD (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD und FRAKTION (= Annahme) sowie ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION, BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme)