Wohn- und Schulnutzung von leer stehenden Büroflächen und Bürogebäuden aktiv unterstützen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Nutzung leerstehender Büroflächen für Wohn- und Schulzwecke zu fördern. Angesichts des steigenden Leerstands und des angespannten Wohnungsmarktes in Frankfurt wird eine Anlaufstelle im Stadtplanungsamt vorgeschlagen, um Eigentümern bei der Umwandlung zu helfen. Das erwartete Ergebnis ist eine bessere Nutzung der vorhandenen Flächen zur Deckung des Wohn- und Schulbedarfs.
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Thema Wohnen verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, zu prüfen und zu berichten, inwieweit die Einrichtung einer Anlaufstelle im Stadtplanungsamt sinnvoll wäre, an welche sich Eigentümer leerstehender Büroflächen hinsichtlich eines möglichen Umbaus von in Wohnungen oder Schulen zwecks Beratung wenden können. Diese Beratung sollte unter anderem baurechtliche, stadtteilbezogene und städtebauliche Fragestellungen umfassen.
Begründung
In den Medien wurde kürzlich thematisiert, dass der Leerstand von Büroflächen im Frankfurter Stadtgebiet wiederholt angestiegen ist. Laut FAZ vom 05.01.2024 gibt es mittlerweile für mehr als eine Million Quadratmeter Bürofläche in Frankfurt, Eschborn und Offenbach-Kaiserlei keine Nutzer. 2022 lag dieser Wert noch unter 900.000 Quadratmeter, 2019 standen nur rund 700.000 Quadratmeter Bürofläche leer. Obwohl 2024 nur wenig Neubauflächen auf den Markt kommen, rechnen Makler nicht damit, dass der Leerstand wesentlich geringer wird. Als Gründe werden eine schlechtere wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen, aber auch die weite Verbreitung von Homeoffice, ein effizienteres Büroflächen-Management der Unternehmen und der Fachkräftemangel genannt. Auch seien ältere Bürogebäude schwer zu vermarkten. Gleichzeitig bleibt der Frankfurter Wohnungsmarkt angespannt und es werden Gebäude und Flächen für neue Schulen dringend gesucht. Deshalb erscheint es sinnvoll zu prüfen, inwieweit die Stadt hier eine aktivere Rolle durch eine stadtweit bekannte Kontaktstelle für entsprechende Eigentümer einnehmen könnte.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Januar 2024 brachte AfD diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 29.02.2024 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt und ÖkoLinX-ELF gegen AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF gegen AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF gegen AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)