Palmengarten: Populär statt elitär!
Zusammenfassung
Der Antrag fordert, dass der Palmengarten ein niederschwelliges Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger bleibt. Dies soll durch die Wiederbelebung des Rosen- und Lichterfests sowie durch die Schaffung besserer Zugangsbedingungen und Angebote zur Sensibilisierung für Nachhaltigkeit erreicht werden. Die Ablehnung des Antrags könnte jedoch zu einer weiteren Elitärisierung des Palmengartens führen.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert sicherzustellen, dass der Palmengarten auch in Zukunft ein Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger anbietet und ein Ort bleibt, an welchem alle Menschen niederschwellig Natur und Pflanzenvielfalt erleben können. Hierbei sollen folgende Punkte beachtet werden:
- Das Rosen- und Lichterfest wird mit neuer Konzeption wiederaufgelegt. Das neue Konzept soll dabei beinhalten, dass Lichter nur zentral vom und im Palmengarten ausgegeben werden und diese mit LED oder vergleichbarer Technik funktionieren. Zudem sollen Lichter nur auf ausgewählten Wiesen aufgestellt werden können. Mit einem Begleitprogramm erläutert man Besucherinnen und Besucher die Wichtigkeit der Pflanzenvielfalt, um Verständnis dafür zu schaffen, nur auf den ausgewählten Wiesen und Wegen zu bleiben.
- Der Palmengarten gibt größeren Gruppen wieder die Möglichkeit, kostengünstiger Führungen zu erhalten und schafft hierfür ein besseres und zeitnäheres Buchungssystem.
- Für die Vermittlung und Sensibilisierung in den Themen Nachhaltigkeit, Pflanzenvielfalt und Umwelt sollen breite Angebote erstellt werden, die möglichst niederschwellig und gut verständlich für alle gesellschaftlichen Gruppen daherkommen.
- Der beliebte Palmengartenexpress wird wieder betrieben. Hierfür könnten Express und Tretbootverleih in einem Pachtvertrag geregelt werden.
- Bei den Promenadenkonzerten sollen in Zukunft die Frankfurter Musikvereine wieder vorrangig berücksichtigt werden.
Begründung
Das plötzliche Aus des Rosen- und Lichterfests im Palmengarten sorgte für große Enttäuschung bei vielen Bürgerinnen und Bürgern. Während Familien und Freundeskreise das Fest jahrelang nutzten, um bewusst im Einklang mit Pflanzenwelt und Natur einen Abend zu verbringen, bezeichneten Vertreterinnen und Vertreter des Palmengartens und des Klima- und Umweltschutzdezernats das Fest als "ausgelassene Party". Dies war jedoch nie der Fall und stieß bei ehemaligen Besucherinnen und Besuchern auf Unverständnis. Nicht nur dieses Aus, sondern auch weitere Umwidmungen und Neukonzipierungen rund um den Palmengarten lassen den Entschluss zu, dass der Palmengarten weg von der breiten Bevölkerung hin zu einem Elitenprojekt werden soll. Besuchergruppen wird der Einlass erschwert und verteuert, sie müssen teils lange auf einen Termin warten, der Betrieb des Palmengartenexpresses wurde eingestellt und viele Familien berichten von negativen Erfahrungen im Palmengarten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 14. Juni 2023 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 20.07.2023 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., AfD und Volt gegen CDU, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, FDP und 1 LINKE. gegen CDU, BFF und ÖkoLinX-ARL (= Kenntnis); SPD und 1 LINKE. (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., AfD und Volt gegen CDU, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme) sowie FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)