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Resolution: Keine Gewalt auf Sportplätzen!

Vorlagentyp: NRCDU
3 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main beschließt, die Frankfurter Erklärung aus dem Jahr 2013 zu erneuern, um Gewalt auf Sportplätzen abzulehnen und Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der zunehmenden Gewalt im Sport, insbesondere bei Fußballspielen, und soll ein Zeichen für einen gewaltfreien Sport setzen.

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Thema Sport, Freizeit und Bäder verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main erneuert die Frankfurter Erklärung aus dem Jahr 2013, in welcher Fußballvereine, Verbände und die Stadt Gewalt auf Sportplätzen ablehnen und mit Maßnahmen dagegen vorgehen wollen.

Mit großer Sorge stellen wir fest, dass Gewalt im Sport, insbesondere bei Fußballspielen, in Frankfurt zugenommen hat und es immer häufiger zu körperlichen oder verbalen Entgleisungen, Gewalt gegen Spielerinnen und Spieler sowie zwischen Mannschaften und Zuschauern, zu Angriffen auf Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter und zu Spielabbrüchen kommt. Immer häufiger werden Sportplätze zum Ort gewaltsamer Auseinandersetzungen, zu Plätzen zur Entladung von Frust und bieten für Spielerinnen und Spieler sowie immer öfter auch für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter keinen sicheren Raum mehr zur Ausübung ihres Hobbys. Bedauerlicherweise ist festzustellen, dass auch Zuschauerinnen und Zuschauer, insbesondere Eltern im Jugendfußball, sich immer wieder zu verbalen Attacken und sogar zu Schlägereien hinreißen lassen. Jede Attacke ist eine zu viel und zieht zumeist Erwiderungen nach sich. Alle, für die Sport ein Stück Heimat oder einfach das liebste Hobby ist, sind aufgefordert, sich das nicht zerstören zu lassen.

Zuletzt häuften sich die Angriffe gerade auf Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Sport ohne diese ist jedoch schlichtweg nicht möglich. Es sind zum einen junge Menschen, die sich bereit erklären, in ihrer Freizeit für einen geregelten Ablauf von Spielen zu sorgen, und es sind zum anderen Menschen, die sich bereits ihr ganzes Leben diesem Hobby verschrieben haben, die beide immer häufiger offener Gewalt ausgesetzt sind. Den traurigen Höhepunkt stellte aber der Tod des 15-jährigen Jugendfußballers im Rahmen eines internationalen Turniers in Frankfurt dar. Durch stumpfe Gewalt, ausgelöst durch eine Prügelei, musste der Berliner Fußballer sein Leben lassen. Spätestens dieser Vorfall sollte alle Beteiligten zum Handeln aufrufen und den Kampf gegen Gewalt auf Fußballplätzen zur gemeinsamen Aufgabe machen. Gewalt löst kein Problem, bringt keine Punkte und zerstört das, was den Sport eigentlich ausmacht, nämlich: Teamfähigkeit, Fairness, Toleranz und Integration. Gefordert sind mehr denn je Mut zur Zivilcourage und Entschlossenheit. Auf uns alle und damit auf jede und jeden Einzelnen kommt es an.

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main setzt sich für einen gewaltfreien Sport ein, in dem kein Platz ist für jede Form von verbaler, psychischer, sexualisierter, rassistischer oder körperlicher Gewalt. Wir fordern alle und insbesondere die aktiven Sportlerinnen und Sportler auf, ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen und diese Resolution zu unterstützen!

Begründung

Mit großer Sorge stellen wir fest, dass Gewalt im Sport, insbesondere bei Fußballspielen, in Frankfurt zugenommen hat und es immer häufiger zu körperlichen oder verbalen Entgleisungen, Gewalt gegen Spielerinnen und Spieler sowie zwischen Mannschaften und Zuschauern, zu Angriffen auf Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter und zu Spielabbrüchen kommt. Immer häufiger werden Sportplätze zum Ort gewaltsamer Auseinandersetzungen, zu Plätzen zur Entladung von Frust und bieten für Spielerinnen und Spieler sowie immer öfter auch für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter keinen sicheren Raum mehr zur Ausübung ihres Hobbys. Bedauerlicherweise ist festzustellen, dass auch Zuschauerinnen und Zuschauer, insbesondere Eltern im Jugendfußball, sich immer wieder zu verbalen Attacken und sogar zu Schlägereien hinreißen lassen. Jede Attacke ist eine zu viel und zieht zumeist Erwiderungen nach sich. Alle, für die Sport ein Stück Heimat oder einfach das liebste Hobby ist, sind aufgefordert, sich das nicht zerstören zu lassen. Zuletzt häuften sich die Angriffe gerade auf Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Sport ohne diese ist jedoch schlichtweg nicht möglich. Es sind zum einen junge Menschen, die sich bereit erklären, in ihrer Freizeit für einen geregelten Ablauf von Spielen zu sorgen, und es sind zum anderen Menschen, die sich bereits ihr ganzes Leben diesem Hobby verschrieben haben, die beide immer häufiger offener Gewalt ausgesetzt sind. Den traurigen Höhepunkt stellte aber der Tod des 15-jährigen Jugendfußballers im Rahmen eines internationalen Turniers in Frankfurt dar. Durch stumpfe Gewalt, ausgelöst durch eine Prügelei, musste der Berliner Fußballer sein Leben lassen. Spätestens dieser Vorfall sollte alle Beteiligten zum Handeln aufrufen und den Kampf gegen Gewalt auf Fußballplätzen zur gemeinsamen Aufgabe machen. Gewalt löst kein Problem, bringt keine Punkte und zerstört das, was den Sport eigentlich ausmacht, nämlich: Teamfähigkeit, Fairness, Toleranz und Integration. Gefordert sind mehr denn je Mut zur Zivilcourage und Entschlossenheit. Auf uns alle und damit auf jede und jeden Einzelnen kommt es an.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 7. Juni 2023 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 22.06.2023 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
Sitzung 18 · 15.06.2023
TO I, TOP 21
Angenommen
Punkt 3: Der Vorlage NR 688 wird im Rahmen der NR 687 zugestimmt.
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)

1. Der Vorlage NR 672 wird im Rahmen der NR 687 zugestimmt. 2. Der Vorlage NR 687 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 3. Der Vorlage NR 688 wird im Rahmen der NR 687 zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 3)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVolt
Ablehnung:
CDUAfD
Sonstige:
ÖkoLinX-ELF (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)BFF-BIG (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Zustimmung), LINKE. (= Ablehnung) sowie ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, LINKE. und Volt gegen CDU (= Annahme im Rahmen der NR 672 und NR 688) sowie AfD (= Annahme im Rahmen der NR 672); ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 3. GRÜNE, SPD, FDP, LINKE. und Volt gegen CDU und AfD (= Annahme); ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (NR 672 und NR 688 = Ablehnung, NR 687 = Annahme)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 21 · 20.06.2023
TO I, TOP 22
Angenommen
Punkt 3: Der Vorlage NR 688 wird im Rahmen der Vorlage NR 687 zugestimmt.
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)

1. Der Vorlage NR 672 wird im Rahmen der Vorlage NR 687 zugestimmt. 2. Der Vorlage NR 687 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 3. Der Vorlage NR 688 wird im Rahmen der Vorlage NR 687 zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 3)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIGFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme ohne Zusatz) sowie LINKE. und FRAKTION (= Ablehnung) und ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 672 und NR 688) zu 3. GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme ohne Zusatz) sowie FRAKTION (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 23 · 22.06.2023
TO I, TOP 11
Angenommen
Punkt 3: a) Der Vorlage NR 688 wird im Rahmen der Vorlage NR 687 zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Wollkopf, Friedrich, Klingelhöfer, Lobenstein, Kauder und Thoma dienen zur Kenntnis.
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)

1. Der Vorlage NR 672 wird im Rahmen der Vorlage NR 687 zugestimmt. 2. Der Vorlage NR 687 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 3. a) Der Vorlage NR 688 wird im Rahmen der Vorlage NR 687 zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Wollkopf, Friedrich, Klingelhöfer, Lobenstein, Kauder und Thoma dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 3 / a)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVolt
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIGGartenparteiFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD, BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme ohne Zusatz) sowie LINKE. und FRAKTION (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und Gartenpartei gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 672 und NR 688) zu 3. zu a) GRÜNE, SPD, FDP, LINKE. und Volt gegen CDU, AfD, BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme ohne Zusatz) sowie FRAKTION (= Ablehnung)

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