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Frankfurt endlich zum sicheren Hafen machen

Vorlagentyp: NRLINKE
5 SitzungenAbgelehnt

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Begründung

machen Am 17. September 2018 gingen achttausend Frankfurter*innen auf die Straße, um ihre Solidarität mit den Geflüchteten zum Ausdruck zu bringen. Ihre Kritik richtete sich gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, insbesondere gegen Innen- und Heimatminister Horst Seehofer. Aufgerufen hatte das Bündnis "Seebrücke Frankfurt" unter dem Motto "Sei kein Horst - Seenotrettung statt Seehofer". Die Teilnehmer*innen protestierten gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung von Geflüchteten durch Nichtregierungsorganisationen und die Europäische Abschottungspolitik. Eine konkrete Forderung der beteiligten Nichtregierungsorganisationen war und ist, dass die Stadt Frankfurt sich zu einem "Sicheren Hafen" erklärt und damit dem Beispiel vieler anderer deutscher Kommunen folgt, wie zum Beispiel unsere Nachbarkommune Offenbach. Dies vorangeschickt wollen wir unseren Antrag (NR 620/2018) vom Juli dieses Jahres noch einmal zur Abstimmung stellen. In der Zuversicht, dass sich einige Mitglieder der Stadtregierung durch den Rückhalt der vielen Frankfurter*innen, die am 17. September auf der Straße waren, ermutigt fühlen und ihrem Gewissen folgend abstimmen. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei Eurocities am Forum europäischer Städte "Solidarity Cities".
  2. Die Stadt Frankfurt erklärt sich zu einem sicheren Hafen und nimmt freiwillig aus Seenot gerettete Geflüchtete auf.
  3. Der Magistrat wird beauftragt, alle nötigen Vorkehrungen für die Aufnahme, Unterbringung und den Aufenthalt sichernde Maßnahmen zu treffen.

Inhalt

Antrag vom 24.09.2018, NR 658

Betreff: Frankfurt endlich zum sicheren Hafen machen Am 17. September 2018 gingen achttausend Frankfurter*innen auf die Straße, um ihre Solidarität mit den Geflüchteten zum Ausdruck zu bringen. Ihre Kritik richtete sich gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, insbesondere gegen Innen- und Heimatminister Horst Seehofer. Aufgerufen hatte das Bündnis "Seebrücke Frankfurt" unter dem Motto "Sei kein Horst - Seenotrettung statt Seehofer". Die Teilnehmer*innen protestierten gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung von Geflüchteten durch Nichtregierungsorganisationen und die Europäische Abschottungspolitik. Eine konkrete Forderung der beteiligten Nichtregierungsorganisationen war und ist, dass die Stadt Frankfurt sich zu einem "Sicheren Hafen" erklärt und damit dem Beispiel vieler anderer deutscher Kommunen folgt, wie zum Beispiel unsere Nachbarkommune Offenbach. Dies vorangeschickt wollen wir unseren Antrag (NR 620/2018) vom Juli dieses Jahres noch einmal zur Abstimmung stellen. In der Zuversicht, dass sich einige Mitglieder der Stadtregierung durch den Rückhalt der vielen Frankfurter*innen, die am 17. September auf der Straße waren, ermutigt fühlen und ihrem Gewissen folgend abstimmen. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei Eurocities am Forum europäischer Städte "Solidarity Cities".
  2. Die Stadt Frankfurt erklärt sich zu einem sicheren Hafen und nimmt freiwillig aus Seenot gerettete Geflüchtete auf.
  3. Der Magistrat wird beauftragt, alle nötigen Vorkehrungen für die Aufnahme, Unterbringung und den Aufenthalt sichernde Maßnahmen zu treffen.Nebenvorlage: Antrag vom 08.11.2018, NR 692

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 24. September 2018 brachte LINKE. diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 08.11.2018 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 25 · 25.09.2018
TO I, TOP 34
Beraten
nicht auf TO Die Entscheidung über die Vorlage NR 658 wird auf den Ältestenausschuss delegiert.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Ältestenausschusses
Sitzung 27 · 27.09.2018
TO I, TOP 5
Beraten
nicht auf TO a) Es dient zur Kenntnis, dass die Vorlage NR 658 nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit zur Aufnahme in die Tagesordnung gemäß § 17 Absatz 3 GOS gefunden hat. b) Die Vorlage NR 658 wird nach der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung an den Ausschuss für Soziales und Gesundheit überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
SPDGrüneAfDFDPBFF
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu a) Ablehnung der Dringlichkeit durch CDU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP und BFF gegen LINKE., FRAKTION und FRANKFURTER (= Aufnahme auf Tagesordnung)

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 25 · 01.11.2018
TO I, TOP 9
Zur Kenntnis
Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Soziales und Gesundheit die Beratung der Vorlage NR 658 auf den Haupt- und Finanzausschuss delegiert hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 26 · 06.11.2018
TO I, TOP 40
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 658 wird im Rahmen der Vorlage NR 692 abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 692 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfD
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONFDP
Sonstige:
BFF (NR 658 = Ablehnung, NR 692 = kein Votum)ÖkoLinX-ARL (NR 658 = Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFRAKTION
Sonstige:
AfD (kein Votum)Linke (kein Votum)
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und AfD gegen LINKE. und FRAKTION (= Annahme) sowie FDP (= Ablehnung ohne Zusatz) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FRAKTION; AfD und LINKE. (= kein Votum) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF (NR 658 = Ablehnung, NR 692 = kein Votum) ÖkoLinX-ARL (NR 658 = Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 28 · 08.11.2018
TO II, TOP 12
Abgelehnt
1. Die Vorlage NR 658 wird im Rahmen der Vorlage NR 692 abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 692 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfD
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONÖkoLinX-ARLFDPBFF
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFRAKTION
Sonstige:
AfD (kein Votum)Linke (kein Votum)BFF (kein Votum)
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und AfD gegen LINKE., FRAKTION und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie FDP und BFF (= Ablehnung ohne Zusatz) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FRAKTION; AfD, LINKE. und BFF (= kein Votum)

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