Substanz der Straße erhalten - Straßenschäden vermeiden
Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine konsequente Instandhaltung und Sanierung der Straßen in Frankfurt, um Substanzverluste zu vermeiden. Angesichts der schlechten Straßenbedingungen und der unzureichenden Mittelverwendung wird eine Priorisierung der Straßenunterhaltung gefordert. Das erwartete Ergebnis ist eine Verbesserung des Straßenzustands und eine Reduzierung der Schäden.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, den Substanzhalt, die Instandhaltung, die Reparatur und die Sanierung der Straßen in Frankfurt konsequent und mit hoher Priorität zu betreiben. Dazu wird folgendes umgesetzt:
- Im Ergebnishaushalt wird der Haushaltsansatz für die Straßenunterhaltung im Haushaltsvollzug ausschließlich für seine originäre Bestimmung, also die Instandhaltung von Straßen und Brücken, verwendet. Eine Mittelverwendung für andere Zwecke, etwa als Ausgleich für Unterdeckungen und Mehrausgaben in anderen Bereichen, ist nicht zulässig.
- Im Finanzhaushalt werden die Haushaltsansätze für Straßen- und Brückensanierungen, also etwa die Programme für die Grunderneuerung von Straßen, für die Sanierung von Industriestraßen und für die Sanierung von Brücken (Abbau Sanierungsstau Ingenieurbauwerke), im Haushaltsvollzug ausschließlich für ihre originäre Bestimmung verwendet. Die allgemeine gegenseitige Deckungsfähigkeit der Haushaltsansätze im Finanzhaushalt gilt für diese Positionen nicht.
- Die Sanierung von Straßen und Brücken wird zielgerichtet und zügig vorangetrieben.
- Offen zutage tretende Straßenschäden werden zügig, Frostaufbrüche unverzüglich repariert.
- Der Stadtverordnetenversammlung wird unter Angabe auch der jeweiligen Kostenprognosen jährlich ein "Straßenzustandsbericht" mit dem Sanierungsbedarf, der Entwicklung der Sanierungsrückstände und einer Priorisierung der in den nächsten fünf Jahren anstehenden Maßnahmen vorgelegt.
Begründung
Die jüngsten Frostschäden auf vielen Straßen in Frankfurt zeigen, dass die Substanz der Straßen häufig in schlechtem Zustand ist. Die Straßenunterhaltung ist nicht ausreichend, um einen Substanzabbau zu verhindern. Notwendige Sanierungen werden nicht vorgenommen. Unter diesen Zuständen leiden nicht nur die Verkehrsteilnehmer, von denen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern am unmittelbarsten von Schlaglöchern, Rissen und Unebenheiten im Fahrbahnbelag betroffen sind, sondern durch den Substanzverlust der Straßeninfrastruktur wird das städtische Vermögen massiv reduziert. Das Amt für Straßenbau und Erschließung stellt in einer am 16.01.2023 im Ausschuss für Controlling und Revision gehaltenen Präsentation selbst fest: "Der Zustand der Straßen leidet. Mittel- und langfristig kommt uns das teu(r)er zu stehen." Der Magistrat muss dem Substanzverlust der Straßen mit der notwendigen Aufmerksamkeit und Priorität entgegensteuern und zügig Reparaturen, Instandhaltungen und Sanierungen vorantreiben. Richtwerten zufolge werden für eine die Substanz erhaltende Straßenunterhaltung 1,30 € pro Jahr und Quadratmeter Verkehrsfläche benötigt, in Frankfurt stehen gegenwärtig 0,73 € zur Verfügung. Wenn schon das Geld von vornherein für einen Substanzerhalt nicht ausreicht, ist es völlig unverständlich, wenn die Koalition davon noch Mittel für andere Ausgaben abzieht. So wurden mit dem Beschluss zur M 5/2022 Budgetüberschreitungen im Verkehrsbereich unter anderem mit Mitteln aus der Straßenunterhaltung gedeckt. Das ist kein verantwortliches und der Wichtigkeit eines intakten Straßennetzes gerecht werdendes Handeln. Ein Umsteuern ist dringend notwendig.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 31. Januar 2023 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 02.03.2023 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei gegen CDU, AfD, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme)