Kindernet benutzerfreundlich und bedarfsgerecht ausbauen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert den Magistrat auf, die Plattform "Kindernet" benutzerfreundlicher und transparenter zu gestalten, um Eltern sowie Einrichtungen eine bessere Übersicht und Kommunikation zu ermöglichen. Dies soll durch ein Ampelsystem und verbesserte Rückmeldungen an Eltern erreicht werden, um den Bedarfen in der Kinderbetreuung gerecht zu werden. Das erwartete Ergebnis ist eine effizientere Platzvergabe und eine höhere Zufriedenheit bei den Nutzern.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, die Plattform "Kindernet" unter folgenden Gesichtspunkten bedarfsgerecht auszubauen sowie benutzerfreundlicher und transparenter zu gestalten:
- Einrichtung eines Ampelsystems o.ä., um die Belegung der und die Anzahl von Vormerkungen bei den Einrichtungen transparent anzuzeigen;
- mehr Transparenz durch regelmäßige Rückmeldungen und Aktualisierungen an Eltern;
- vereinfachte Suche von und Kontaktaufnahme zu Tagespflegepersonen; Anzeige von Straße (ohne Hausnummer), freien Kapazitäten und angebotenen Stundenpaketen;
- Möglichkeit für die Einrichtungen, Eltern auch vorübergehende Absagen oder andere Benachrichtigungen zukommen zu lassen;
- Anzeige des geplanten Datums für freiwerdende Plätze/mögliche Betreuungsbeginnzeitpunkte durch Einrichtungen;
- Anzeige der Anzahl der voraussichtlich im Jahresverlauf freiwerdenden Plätze;
- Möglichkeit für Betreuungseinrichtungen zur Kontaktpflege und Rücksprache mit anderen Betreuungseinrichtungen im Stadtteil;
- Vergabe von Hortplätzen in Zusammenarbeit mit der zuständigen Grundschule;
- Generierung von internen Bedarfs- und Planungsdaten für die Kindertagesstättenentwicklungsplanung der Stadt Frankfurt durch tagesaktuelle Ausweisung von Daten für die Leitungen der Betreuungseinrichtungen und zuständige städtische Mitarbeiter/innen, zum Beispiel:
a) Anzahl der verfügbaren Plätze vs. Anzahl der Erstwunsch-Vormerkungen.
b) Vorhandensein oder Fehlen räumlicher und personeller Möglichkeiten zu einer Erhöhung der Gruppenanzahl in einer Einrichtung.
Begründung
Der anstehende Systemwechsel des Kindernets zu einem neuen technischen Anbieter bietet eine Chance, das Kindernet endlich transparenter und benutzerfreundlicher zu machen, die Funktionen auszuweiten und an aktuelle Bedarfe der Nutzer/-innen aber auch der Kindertagesstättenentwicklungsplanung anzupassen. Das System ist eine gute Idee, doch leider haben sich mit den Jahren viele Schwächen gezeigt. Eltern müssen zum Teil eine hohe Anzahl von Vormerkungen erstellen, da sie keinerlei Rückmeldung darüber erhalten, ob die Einrichtung, in die sie ihr Kind gerne schicken würden, zum gewünschten Betreuungszeitpunkt überhaupt über freiwerdende Plätze verfügt, wie viele andere Eltern dort vorgemerkt ("auf der Warteliste") sind oder wie seitens der Einrichtung die Planung ist. Auch Einrichtungen können Eltern nur eine Zusage und ein Platzangebot schicken. Wenn beispielsweise aber ein Kindergarten voll belegt ist und klar ist, dass alle Kinder erst zum Schuljahreswechsel die Einrichtung verlassen, kann der Kindergarten einer Familie, die z.B. im Januar einen Betreuungsbeginn wünscht, nicht einmal rückmelden, dass dies erst im August möglich ist. Es muss daher die Möglichkeit für Einrichtungen geben, auch Absagen schicken zu können bzw. anders mit den Eltern in Kontakt treten zu können. Durch ein Ampelsystem oder die Angabe von bereits bestehenden Vormerkungen einer Einrichtung, könnte die Auslastung für Eltern auch schon bei der Anmeldung transparent gemacht werden und so verhindert werden, dass sich Eltern bei Einrichtungen anmelden, die bereits sehr überfüllt sind. Die Einrichtungen wünschen sich zudem seit Jahren eine Aufhebung des "Kontaktverbots" zu benachbarten Betreuungseinrichtungen. Die Möglichkeit zu einem Austausch wäre sehr wichtig für die Vernetzung im Stadtteil und auch für die betreuten Kinder von großem Vorteil, zum Beispiel um zu verhindern, dass Freundschaften beim Wechsel der Einrichtung auseinandergerissen werden. Hortplätze sollten prinzipiell zusammen mit der zuständigen Grundschule vergeben werden bzw. sollte der Prozess langfristig ganz an Koordinatoren an Grundschulen ausgelagert werden. Denn diese haben die beste Übersicht darüber, wie viele Kinder an der Grundschule in die Erweiterte Schulische Betreuung gehen können und wie viele einen Hortplatz benötigen. Außerdem könnten Kinder der gleichen Klasse / eines Jahrgangs so gezielt in einen gemeinsamen Hort gelenkt werden, was wiederum Vorteile für den Hort, die Kinder und die Grundschule hat.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 28. Dezember 2022 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 30.03.2023 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, LINKE. und AfD (= Beratung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Volt und FDP gegen CDU, LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Beratung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE. und BFF-BIG (= Annahme) sowie AfD und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung) Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme) sowie AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)