Frankfurter „Anne-Frank-Tag für Menschenrechte“ - das Gestern mit dem Heute verbinden
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Thema Schulen und Bildung verfolgenBegründung
Menschenrechte" - das Gestern mit dem Heute verbinden Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, einen "Anne Frank-Tag für Menschenrechte" am 12. Juni eines jeden Jahres in Frankfurt einzuführen. Damit verbunden soll an diesem Tag der Frankfurter Schulpreis verliehen werden. Begründung: Das Schicksal von Anne Frank und ihrer Familie verknüpft mit der Einrichtung eines "Anne Frank-Tages für Menschenrechte" erinnert nachhaltig an die NS-Zeit und den Holocaust und führt aktiv zur Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der deutschen und Frankfurter Geschichte. In unserer vielfältigen Stadt ist dies gerade auch für Jugendliche und junge Erwachsene wichtig. Die Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Homosexuellenfeindlichkeit sowie für eine menschenwürdige Gesellschaft könnte durch einen solchen Tag entscheidend gestärkt werden. Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt geboren. An diesem Tag sind alle Frankfurterinnen und Frankfurter ganz besonders dazu eingeladen, sich mit dem Schicksal von Anne Frank und ihrer Familie in besonderer Weise zu beschäftigen. Die Erfahrung aus der konkreten außerschulischen Bildungsarbeit in der Bildungsstätte Anne Frank zeigt: Das zutiefst humane Anliegen einer Welt ohne Hass und Vorurteile ist für Jugendliche und junge Erwachsene heute von ganz besonderer Relevanz. Die Geschichte von Anne Frank lässt sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auf besondere Weise verknüpfen. Aufgrund ihrer besonderen Eignung als Identifikationsfigur für Bürgerinnen und Bürger der Stadt soll der Bezug zu Anne Frank, ihre Verbindung zu Frankfurt, ihre historische Biografie, ihre Medienpräsenz und ihre gegenwärtige Bedeutung, zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit aktuellen Formen von Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Homosexuellenfeindlichkeit gemacht werden. Am 12. Juni jeden Jahres sollen dann mehrere Veranstaltungen im Rahmen des "Anne Frank-Tages für Menschenrechte" stattfinden. Auf diese Weise setzt Frankfurt ein wichtiges Zeichen für eine weltoffene, tolerante und humane Stadtgesellschaft. In der Ausgestaltung des Tages könnten städtische Ämter (Schulamt, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Kulturamt und Jugend- und Sozialamt), Einrichtungen mit Anne Frank-Bezug (Bildungsstätte Anne Frank, Familie Frank-Zentrum im Jüdischen Museum), städtische Museen, Johann Wolfgang Goethe-Universität (Fritz Bauer Institut), Kultureinrichtungen (z.B. Städtische Bühnen) und zivilgesellschaftliche Organisationen (Migranten-Selbstorganisationen, Rat der Religionen, Frankfurter Jugendring, Kirchen) zusammenarbeiten. Am Anne Frank-Tag für Menschenrechte soll der Frankfurter Schulpreis (früher "Friedenspreis Frankfurter Schulen") verliehen werden. Mit dem Preis werden Projekte an Schulen prämiert, die in modellhafter Weise ein besseres Miteinander der Schülerinnen und Schüler verwirklichen, die Akzeptanz von Vielfalt befördern, Toleranz einüben und zur Übernahme von Verantwortung motivieren. In einem solchen Projekt sind Schülerinnen und Schüler nicht nur Teilnehmende und Lernende, sondern aktiv Mitgestaltende. An diesem Tag könnten weitere öffentliche Veranstaltungen stattfinden: - öffentliche Stadtrundgänge - Lesungen - Begegnungsprojekte - künstlerische Aktionen - Projekttage in Schulen Es besteht die Möglichkeit, für jeden "Anne Frank-Tag der Menschenrechte" ein Zitat aus dem Tagebuch als Motto zu nehmen. Dadurch könnten jedes Jahr neue Akzente und neue inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden.
Inhalt
Antrag vom 13.06.2016, NR 54
Betreff: Frankfurter "Anne-Frank-Tag für Menschenrechte" - das Gestern mit dem Heute verbinden Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, einen "Anne Frank-Tag für Menschenrechte" am 12. Juni eines jeden Jahres in Frankfurt einzuführen. Damit verbunden soll an diesem Tag der Frankfurter Schulpreis verliehen werden.
Begründung: Das Schicksal von Anne Frank und ihrer Familie verknüpft mit der Einrichtung eines "Anne Frank-Tages für Menschenrechte" erinnert nachhaltig an die NS-Zeit und den Holocaust und führt aktiv zur Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der deutschen und Frankfurter Geschichte. In unserer vielfältigen Stadt ist dies gerade auch für Jugendliche und junge Erwachsene wichtig. Die Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Homosexuellenfeindlichkeit sowie für eine menschenwürdige Gesellschaft könnte durch einen solchen Tag entscheidend gestärkt werden. Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt geboren. An diesem Tag sind alle Frankfurterinnen und Frankfurter ganz besonders dazu eingeladen, sich mit dem Schicksal von Anne Frank und ihrer Familie in besonderer Weise zu beschäftigen. Die Erfahrung aus der konkreten außerschulischen Bildungsarbeit in der Bildungsstätte Anne Frank zeigt: Das zutiefst humane Anliegen einer Welt ohne Hass und Vorurteile ist für Jugendliche und junge Erwachsene heute von ganz besonderer Relevanz. Die Geschichte von Anne Frank lässt sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auf besondere Weise verknüpfen. Aufgrund ihrer besonderen Eignung als Identifikationsfigur für Bürgerinnen und Bürger der Stadt soll der Bezug zu Anne Frank, ihre Verbindung zu Frankfurt, ihre historische Biografie, ihre Medienpräsenz und ihre gegenwärtige Bedeutung, zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit aktuellen Formen von Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Homosexuellenfeindlichkeit gemacht werden. Am 12. Juni jeden Jahres sollen dann mehrere Veranstaltungen im Rahmen des "Anne Frank-Tages für Menschenrechte" stattfinden. Auf diese Weise setzt Frankfurt ein wichtiges Zeichen für eine weltoffene, tolerante und humane Stadtgesellschaft. In der Ausgestaltung des Tages könnten städtische Ämter (Schulamt, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Kulturamt und Jugend- und Sozialamt), Einrichtungen mit Anne Frank-Bezug (Bildungsstätte Anne Frank, Familie Frank-Zentrum im Jüdischen Museum), städtische Museen, Johann Wolfgang Goethe-Universität (Fritz Bauer Institut), Kultureinrichtungen (z.B. Städtische Bühnen) und zivilgesellschaftliche Organisationen (Migranten-Selbstorganisationen, Rat der Religionen, Frankfurter Jugendring, Kirchen) zusammenarbeiten. Am Anne Frank-Tag für Menschenrechte soll der Frankfurter Schulpreis (früher "Friedenspreis Frankfurter Schulen") verliehen werden. Mit dem Preis werden Projekte an Schulen prämiert, die in modellhafter Weise ein besseres Miteinander der Schülerinnen und Schüler verwirklichen, die Akzeptanz von Vielfalt befördern, Toleranz einüben und zur Übernahme von Verantwortung motivieren. In einem solchen Projekt sind Schülerinnen und Schüler nicht nur Teilnehmende und Lernende, sondern aktiv Mitgestaltende. An diesem Tag könnten weitere öffentliche Veranstaltungen stattfinden: - öffentliche Stadtrundgänge - Lesungen - Begegnungsprojekte - künstlerische Aktionen - Projekttage in Schulen Es besteht die Möglichkeit, für jeden "Anne Frank-Tag der Menschenrechte" ein Zitat aus dem Tagebuch als Motto zu nehmen. Dadurch könnten jedes Jahr neue Akzente und neue inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden.Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Bildung und Integration Kultur- und Freizeitausschuss Versandpaket: 15.06.2016
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Juni 2016 brachten CDU, SPD, GRÜNE diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 14.07.2016 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Prüfung und Berichterstattung); FRAKTION (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und FDP (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL gegen AfD und BFF (= Prüfung und Berichterstattung)