Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Kommunale Wärmeplanung für Frankfurt

Vorlagentyp: NRBFF
4 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Der Antrag zur kommunalen Wärmeplanung für Frankfurt am Main zielt darauf ab, eine vollständig erneuerbare Wärme- und Kälteversorgung bis 2050 zu erreichen. Dies soll durch eine umfassende Analyse der aktuellen Energieaufwendungen und Potenziale für erneuerbare Energien geschehen. Die Ablehnung des Antrags durch die Stadtverordnetenversammlung zeigt jedoch, dass es Bedenken hinsichtlich der Umsetzung gibt.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Stadtplanung verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird damit beauftragt, eine kommunale Wärmeplanung für Frankfurt am Main zu erstellen, die ausdrücklich auch die Kälteversorgung mit einbezieht. Diese Wärmeplanung zielt klar auf eine vollständig erneuerbare stadtweite Versorgung mit Wärme und Kälte, um das politische Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu unterstützen. Die Wärmeplanung folgt den Maßgaben des "Integrierten Klimaschutzplanes Hessen 2025" und dem Handlungsleitfaden "Kommunal Wärme planen" der Landesenergieagentur Hessen sowie dem "Masterplan 100 % Klimaschutz" der Stadt Frankfurt.

Für die Wärmeplanung oder einzelne Komponenten des Gesamtkonzeptes sind externe Fördermittel zu akquirieren. Notwendige Eigenmittel werden bereits in der Produktgruppe 22.04 Energie und Klimaschutz eingestellten Haushaltsmitteln entnommen bzw. bei der Aufstellung zukünftiger Haushalte berücksichtigt, sofern erforderlich.

Die Wärmeplanung beinhaltet:

  1. Eine Bestandsanalyse der aktuellen Wärmeenergieaufwendungen und daraus resultierenden Treibhausgasemissionen, aufgeschlüsselt nach Gebäudeart und Alter, Versorgungs- und Beheizungsstruktur in Frankfurt.
  2. Eine Potenzialanalyse von Energieeinsparungen in privaten Haushalten, Wirtschaft und öffentlichen Liegenschaften sowie lokal verfügbarer erneuerbarer Energie, insbesondere aus Abwärme und Geothermie, sowie saisonaler Speicherung. Diese Analyse soll sich in der Erwartung steigender CO2-/Energiepreise und angesichts großer politischer Dynamik nicht nur auf aktuell marktfähige Lösungen beschränken, sondern in Szenarien erfolgen.
  3. Die Entwicklung eines Zielszenarios, in dem der Frankfurter Wärmebedarf klimaneutral aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden kann. Dazu gehört die räumlich aufgelöste Darstellung der dafür benötigten Infrastruktur. Dabei sollen dezentrale und zentrale Infrastrukturlösungen dargestellt werden.
  4. Die Formulierung eines sozialverträglichen Transformationspfades mit Maßnahmen, Prioritäten und einem Zeitplan für die Zeit bis 2025. Es soll dargestellt werden, welche (planungs-)rechtlichen Vorgaben die Stadt zur Umsetzung der Wärmeplanung machen kann.
  5. Die Wahlfreiheit der privaten Immobilieneigentümer bzgl. Maßnahmen und Anbieter zur Erreichung der Ziele der kommunalen Wärmeplanung bleibt unberührt.
  6. Für die Erarbeitung der Planung wird ein von der Stadt und ihren Beteiligungen unabhängiges Büro beauftragt. Dieses Büro erstellt die Wärmeplanung in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt, dem Energiereferat der Stadt Frankfurt, dem Team Frankfurt Klimaschutz¸ der Mainova AG und unter Beteiligung weiterer relevanter städtischer Akteure. Eine der beteiligten städtischen Stellen ist verantwortlich dafür, dass bei der Wärmeplanung das Ziel einer vollständig erneuerbaren Wärmeversorgung konsequent berücksichtigt wird.

Begründung

Bis zum Jahr 2050 will die Stadt Frankfurt am Main ihren Gesamtenergieverbrauch halbieren und den verbleibenden Energiebedarf mit erneuerbaren Energien weitestgehend aus dem Stadtgebiet und der Region abdecken. Ferner sollen die Treibhausgasemissionen um rund 95 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 gesenkt werden. Als Grundlage dafür dient der "Masterplan 100 % Klimaschutz", der im Jahr 2012 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Zudem haben die Stadtverordneten in ihrem Beschluss zur Klimaallianz im Jahr 2019 festgestellt, dass darüber hinaus in allen Dezernaten, Ämtern, Referaten, Eigenbetrieben und städtischen Gesellschaften die Verpflichtung besteht, sofortige und entschlossene Anstrengungen zum Klimaschutz zu leisten. Zur Senkung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor ist zum einen eine drastische Reduktion der Energieverluste bis weit unterhalb der im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegten Neubau-Anforderungen erforderlich. Dies beinhaltet u.a. Fenstertausch sowie die Dämmung aller Außenbauteile. Zum anderen muss der dann verbleibende Restbedarf an Energie (Kühlung, Wärme für Heizung, Warmwasser und Prozesse sowie Strom) ausschließlich durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Eine kommunale Wärmeplanung ist Grundlage, um quartiersbezogene Sanierungsprojekte zielgerichtet und effizient auszurichten. Das Zielszenario einer klimaneutralen Wärmeversorgung der Stadt stellt auch sicher, dass zukünftig ausschließlich Investitionen in potentiell klimaneutrale Infrastrukturen getätigt werden. Bei einer künftigen Umsetzung der Wärmeplanung soll angestrebt werden, dass diese warmmietenneutral umgesetzt wird. Bezüglich (planungs-)rechtlicher Vorgaben durch die Stadt soll auch ein Anschluss- und Benutzungszwang für die Umsetzung der Wärmeplanung bewertet werden. Die noch fehlende gesetzliche Grundlage für eine Wärmeplanung in Hessen erschwert das Erheben und Verarbeiten von Verbrauchsdaten. Dies kann möglicherweise durch die Situation in Frankfurt, in der der städtische Energieversorger Mainova AG sowohl Energieerzeuger als auch Netzbetreiber ist, ein Stück weit ausgeglichen werden. Magistrat und Mainova AG sind daher aufgefordert, in dieser Frage eng zu kooperieren und an Erfahrungen aus anderen Kommunen in Hessen anzuknüpfen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 15. November 2022 brachte BFF-BIG diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 15.12.2022 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 13 · 29.11.2022
TO I, TOP 11
Abgelehnt
Die Vorlage NR 534 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Ablehnung) BFF-BIG (= Annahme)

Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
Sitzung 13 · 01.12.2022
TO I, TOP 10
Abgelehnt
Die Vorlage NR 534 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUBFF-BIGGartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Ablehnung) Gartenpartei (= Annahme)

Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 13 · 06.12.2022
TO I, TOP 11
Abgelehnt
Die Vorlage NR 534 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPAfDVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUBFF-BIG
Sonstige:
Gartenpartei (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Ablehnung) Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 18 · 15.12.2022
TO II, TOP 18
Abgelehnt
Die Vorlage NR 534 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUBFF-BIGGartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung