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ABG-Mieterinnen und -Mieter schützen - Abwälzung der Energiekosten verhindern

Vorlagentyp: NRLINKE
2 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Rücknahme der Erhöhung der Heizkostenvorauszahlungen durch die ABG Holding, um Mieter*innen in finanziellen Schwierigkeiten zu entlasten. Dies ist notwendig, da viele Mieter*innen aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten und Energiekosten in Notlagen geraten sind.

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Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, die ABG Holding in die Pflicht zu nehmen, die Erhöhung der Vorauszahlungen für Wärmekosten, die ab dem 01.01.2023 gelten soll, zurückzunehmen.

Begründung

Die ABG Frankfurt Holding hat am

  1. November 2022 Schreiben verschickt, in denen die Mieter*innen über eine Anpassung der Heizkostenvorauszahlung informiert wurden. Darin wird die Erhöhung der Vorauszahlungen für Wärmekosten um 110 Prozent angekündigt. Angesichts der galoppierenden Inflation und der explodierenden Energiekosten stehen viele Mieter*innen bereits vor enormen finanziellen Problemen. Die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Monaten enorm gestiegen und führen besonders bei Menschen mit geringem Einkommen, die zu einem großen Teil in städtischen ABG-Wohnungen leben und auf günstige bzw. geförderte Wohnungen angewiesen sind, zu finanziellen Notlagen. Zusätzlich noch mehr als das Doppelte für die Wärmeversorgung aufzubringen, ist für viele Menschen schlichtweg unbezahlbar. Momentan häufen sich die Anrufe und Kontaktaufnahmen in sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen, da viele Menschen die Preiserhöhungen vor allem im Bereich Energie einfach nicht mehr stemmen können. Ein städtisches Wohnungsunternehmen muss gerade in Krisenzeiten, die existenzgefährdende Auswirkungen haben können, seinem Auftrag der sozialen Wohnungsversorgung nachkommen. Die Mieter*innen sind in diesen sozialen und wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf die Unterstützung der öffentlichen Hand besonders angewiesen. Preiserhöhungen seitens städtischer Unternehmen müssen unbedingt abgewendet werden. Von der ABG Holding muss eine Signalwirkung ausgehen. Die Stadt Frankfurt kann mit der Rücknahme der Erhöhung der Vorauszahlungen ihren kommunalen Beitrag für konkrete Entlastungen in der Krise leisten. Auf Bundesebene ist noch nicht abschließend entschieden, wie die Bürger*innen bei der Bewältigung der Energiekrise unterstützt werden. Dass die ABG aber vorsorglich die Abschlagszahlungen erhöht, bedeutet, dass die Preisexplosionen auf die Mieter*innen abgewälzt werden. Sie handelt damit wie ein profitorientiertes Wohnungsunternehmen, dass die eigenen wirtschaftlichen Interessen über das Wohl ihrer Mieter*innen stellt. Das ist eines städtischen Unternehmens unwürdig. Der Magistrat muss diese drohende soziale Schieflage umgehend abwenden und Mieter*innen vor weiteren finanziellen Belastungen schützen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 10. November 2022 brachte LINKE. diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 17.11.2022 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 15 · 15.11.2022
TO I, TOP 16
Angenommen
a) Es dient zur Kenntnis, dass der Haupt- und Finanzausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 525 auf die Tagesordnung II der 17. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Vorlage NR 525 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Sonstige:
Linke (NR 525 = Annahme)Gartenpartei (NR 525 = Annahme)
zu a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTION
zu b)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVolt
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELFFRAKTION
Sonstige:
BFF-BIG (Votum im Ältestenausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION zu b) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt gegen ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme); BFF-BIG (= Votum im Ältestenausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und Gartenpartei (NR 525 = Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 17 · 17.11.2022
TO I, TOP 8
Angenommen
a) Es dient zur Kenntnis, dass der Haupt- und Finanzausschuss mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder die Aufnahme der Vorlage NR 525 auf die Tagesordnung II der 17. Plenarsitzung beschlossen hat. b) Die Vorlage NR 525 wird abgelehnt. c) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Yilmaz, Baier, Papke, Grote, David, Meyer und Dr. Mehler-Würzbach dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTION
zu b)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVoltBFF-BIG
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ELFFRAKTIONGartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION zu b) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt und BFF-BIG gegen LINKE., ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)

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