Flüchtlings- und Asylsituation in Frankfurt - Regelmäßige Berichte erforderlich
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Thema Wohnen verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, ab sofort die Stadtverordnetenversammlung jeweils monatlich bis auf weiteres u.a. über folgende Aspekte hinsichtlich der Flüchtlings- und Asyl-Situation in der Stadt Frankfurt zu informieren:
- Aktueller monatlicher Flüchtlings-Zuweisungsschlüssel des Landes
- Der geplante zukünftige monatliche Flüchtlings-Zuweisungsschlüssel des Landes
- Situation Notunterkünfte (Anzahl belegte Plätze, Anzahl offene Plätze)
- Situation Wohnungsmarkt (Unterbringungsquote der Flüchtlinge, verfügbare Wohnungen, Ausblick auf die weitere prognostizierte Entwicklung)
- Situation Schulen (Unterbringungsanzahl von Flüchtlingskindern, Situation in den Schulen mit Platzproblemen)
- Prozentuale Verteilung der von der Stadt untergebrachten Asylbewerber auf die jeweiligen Stadtteile
- Ausblick: erwartete Flüchtlings- und Asylentwicklung der nächsten drei Monate
Begründung
Aktuell werden die Bürger in Deutschland und Frankfurt nicht nur mit einer anhaltend hohen Inflation, explodierenden Energiepreisen, Kriegssorgen und Lieferengpässen belastet. Infolge des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine und des darauffolgenden Wirtschaftskrieges zwischen der EU und Russland, sowie aufgrund eines Anschwellens der Flüchtlingsbewegung über die Balkanroute, kommen aktuell schon jetzt mehr Flüchtlinge nach Deutschland als in den Krisenjahren 2015/16. Aufgrund der aktuellen russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung kurz vor Winterbeginn und der im Vergleich mit anderen Ländern hohen Sozialleistungen, halten viele Experten nochmals stark ansteigende Flüchtlingsströme in die EU für möglich. Neben Polen nahm Deutschland mit etwa einer Million Flüchtlingen bisher die meisten ukrainischen Flüchtlinge auf. Es ist daher erforderlich, dass die Stadtverordneten regelmäßig und stichhaltig über diese Krisenentwicklung informiert werden, auch um ggf. zeitnah und effektiv darauf reagieren zu können. Eine mehr oder weniger transparente und informative mündliche Berichterstattung durch die Dezernenten in den Ausschüssen reicht hierfür nicht aus.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 21. Oktober 2022 brachte AfD diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 15.12.2022 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und FRAKTION gegen AfD (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) BFF-BIG (= Enthaltung) Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen AfD (= Annahme) sowie Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung); BFF-BIG (= Enthaltung)