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Fortführung und Erweiterung des Home-Office-Programms für die Stadtverwaltung in Zeiten von Corona- und Energiekrise

Vorlagentyp: NRIBF
3 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Fortführung und Erweiterung des Home-Office-Programms für die Stadtverwaltung, um den steigenden Corona-Infektionen und den Energiekrisen entgegenzuwirken. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren und die Work-Life-Balance der Mitarbeiter zu verbessern. Die Ablehnung des Antrags durch mehrere Parteien zeigt jedoch die Kontroversen und Bedenken bezüglich der Umsetzung.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, das Home-Office Programm für die Stadtverwaltung schnellstmöglich weiter zu führen bzw. zu erweitern.

Alle Beschäftigten müssen - sofern vom Aufgabengebiet her möglich - entsprechend der bisherigen Corona-Regeln das Recht erhalten, im Home-Office zu arbeiten.

Begründung

Neben den steigenden Corona-Infektionen erwartet Frankfurt einen harten Winter. Die gesamte Frankfurter Bevölkerung wird durch rapide steigende Kosten für Energie, Gas und Sprit getroffen. Zahlreiche Sparmaßnahmen bzw. nicht durchdachte Versuche und steigende Preise wecken bei vielen Menschen das Gefühl, von der Politik nicht ernst genommen zu werden. Abschalten der Heizungen in den Freizeitanlagen oder niedrigere Temperaturen in den Mehrfamilienhäusern werden keine Wunderwaffen. Die Stadt Frankfurt, aber auch die Parteien, kann durch die Weiterführung und Erweiterung des Home-Office Programms für die Stadtverwaltung ihren Beitrag zum reduzierten Verbrauch von Strom und Gas beitragen. Aufzüge, Büroräume und Kantinen verbrauchen viel Strom und müssen zusätzlich beheizt werden. Tatsächlich können - sofern man hier auf Digitalisierung setzt - noch eine Reihe weiterer (Energie)Kosten reduziert werden, z.B. E-Paper statt Printmedien, Email statt Postverkehr, Videokonferenzen statt Präsenzsitzungen, und vieles mehr. Die Coronakrise hat deutlich gemacht, dass alles möglich ist, sofern der Wille vorhanden ist. Zusätzlich würde man tausende Autofahrten sparen, da nach dem Auslauf vom "9 Euro" Ticket und steigenden Infektionszahlen man wieder verstärkt auf das Auto zurückgreifen wird. Es kann eine signifikante Menge Kraftstoff durch das Homeoffice eingespart werden - das allein wäre ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz. Aber der Erfolg wäre noch weitaus größer: die Bundesregierung sucht aktuell nach Möglichkeiten die Klimaziele zu erreichen. Sehen wir einmal auf die Pendlerinnen und Pendler: 400 000 Einpendlerinnen bzw. Einpendler und 100 000 Auspendlerinnen bzw. Auspendler (Stat. Jahrbuch 2021; S. 144) tragen täglich dazu bei, den Schadstoffausstoß rund um und in unserer Stadt drastisch zu erhöhen. Durch Home-Office ist es möglich die Zahl der Pendelfahrten massiv zu reduzieren. Jedes Dezernat soll alle Möglichkeiten überprüfen, möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Arbeiten im Home-Office anbieten zu können. Dabei sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei steigenden Kosten für ein eigenes Arbeitszimmer unterstützt werden. Die Vor- und Nachteile sollen klar kommuniziert werden. Reduzierte Energiekosten für Autofahrerinnen und Autofahrer sind nur ein Vorteil von vielen für Arbeitgeber. Längst ist bekannt, dass gerade jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer viel Wert auf Work-Life-Balance legen und sich eher auf Stellen bewerben, die (teilweise) Homeoffice erlauben. Dazu vergrößert sich der Bewerberpool, da sich auch Menschen aus anderen Städten bewerben können. In Corona-Zeiten wäre das erweiterte Home-Office Angebot sicherlich sehr hilfreich um die Infektionszahlen niedrig zu halten. Dies würde wiederum das Gesundheitssystem und Krankenhäuser entlasten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 14. Juli 2022 brachte IBF diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 22.09.2022 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ältestenausschusses
Sitzung 12 · 14.07.2022
TO I, TOP 12
Beraten
nicht auf TO a) Es dient zur Kenntnis, dass die Vorlage NR 447 nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit zur Aufnahme in die Tagesordnung gemäß § 17 Absatz 3 GOS gefunden hat. b) Die Vorlage NR 447 wird nach der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung an den zuständigen Ausschuss überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
SPDFDPAfDVolt
Ablehnung:
CDULinkeÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTION
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu a) Ablehnung der Dringlichkeit durch GRÜNE, SPD, FDP, AfD und Volt gegen CDU, LINKE., ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Aufnahme auf die Tagesordnung)

Ausschusses für Personal, Sicherheit und Digitalisierung
Sitzung 10 · 19.09.2022
TO I, TOP 9
Abgelehnt
Die Vorlage NR 447 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltFRAKTION
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELFBFF-BIGGartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 15 · 22.09.2022
TO II, TOP 20
Abgelehnt
Die Vorlage NR 447 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltFRAKTION
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELFBFF-BIGGartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) sowie Gartenpartei (= Annahme)

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