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Legalisierung von vermeintlichen Schwarzbauten

Vorlagentyp: NRFDP
3 SitzungenAbgelehnt
Vorlage
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Begründung

Schwarzbauten Das Frankfurter Verwaltungsgericht hat vor kurzem auf Grund einer Nachbarschaftsklage den Umbau eines Hochhauses an der Eschersheimer Landstraße Nr. 14 mit der Begründung gestoppt, das ursprüngliche Gebäude aus den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts sei illegal errichtet worden. Die Errichtung des besagten Gebäudes erfolgte seinerzeit auf Grund einer Befreiung vom geltenden Bebauungsplan. Neben dem Hochhaus an der Eschersheimer Landstraße gibt es in Frankfurt offensichtlich eine ganze Reihe weiterer Hochhausbauten, deren Baugenehmigungen gleichermaßen juristisch anfechtbar erscheinen. Unter Umständen könnten auf die betroffenen Besitzer ebenfalls juristische Auseinandersetzungen zukommen, insbesondere bei geplanten Umbauten und Sanierungen. Der Markt ist verunsichert. Es ist zu befürchten, dass nötige Investitionen verschoben werden. Das hat nicht absehbare Folgen für die Stadtentwicklung.

Inhalt

Antrag vom 22.06.2011, NR 42

Betreff: Legalisierung von vermeintlichen Schwarzbauten Das Frankfurter Verwaltungsgericht hat vor kurzem auf Grund einer Nachbarschaftsklage den Umbau eines Hochhauses an der Eschersheimer Landstraße Nr. 14 mit der Begründung gestoppt, das ursprüngliche Gebäude aus den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts sei illegal errichtet worden. Die Errichtung des besagten Gebäudes erfolgte seinerzeit auf Grund einer Befreiung vom geltenden Bebauungsplan. Neben dem Hochhaus an der Eschersheimer Landstraße gibt es in Frankfurt offensichtlich eine ganze Reihe weiterer Hochhausbauten, deren Baugenehmigungen gleichermaßen juristisch anfechtbar erscheinen. Unter Umständen könnten auf die betroffenen Besitzer ebenfalls juristische Auseinandersetzungen zukommen, insbesondere bei geplanten Umbauten und Sanierungen. Der Markt ist verunsichert. Es ist zu befürchten, dass nötige Investitionen verschoben werden. Das hat nicht absehbare Folgen für die Stadtentwicklung. Dies vorausgeschickt möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, 1. zu prüfen und zu berichten, welche weiteren in der Innenstadt gelegenen Hochhäuser auf Grund von Befreiungen vom geltenden Bebauungsplan errichtet wurden und welche davon auf Baugenehmigungen basieren, die juristisch anfechtbar erscheinen. 2. zu berichten, wie er die Empfehlung beurteilt, bei kritischen Gebäuden durch neue Bebauungspläne nachträgliches Planungsrecht zu schaffen. 3. zu prüfen und zu berichten, welche Maßnahmen er zu ergreifen gedenkt, um möglichen juristischen Problemen, die aus der früheren Befreiungspraxis resultieren könnten, im Vorfeld zu begegnen.Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Versandpaket: 29.06.2011

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 22. Juni 2011 brachte FDP diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 29.09.2011 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 2 · 15.08.2011
TO I, TOP 8
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 42 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie WählerBunte
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und Bunte

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 3 · 19.09.2011
TO I, TOP 8
Abgelehnt
Die Vorlage NR 42 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ablehnung:
FDPFreie WählerNPDREP
Sonstige:
ÖkoLinX-ARL (Ziffer 1. = Annahme, Ziffern 2. und 3. = Ablehnung)
zu Ziffer 1)
Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkePiraten
zu Ziffer 2. und 3)
Zustimmung:
CDUGrünePiraten
Ablehnung:
SPDLinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: Ziffer 1.: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE. und Piraten (= Annahme) Ziffern 2. und 3.: CDU, GRÜNE und Piraten gegen SPD und LINKE. (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, FREIE WÄHLER, NPD und REP (= Annahme) ÖkoLinX-ARL (Ziffer 1. = Annahme, Ziffern 2. und 3. = Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 5 · 29.09.2011
TO II, TOP 4
Abgelehnt
Die Vorlage NR 42 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu Ziffer 1)
Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkeFDPFreie WählerPiratenÖkoLinX-ARLNPDREP
zu Ziffer 2. und 3)
Zustimmung:
CDUGrünePiratenÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
SPDLinkeFDPFreie WählerNPDREP
Abstimmung im Original

Abstimmung: Ziffer 1.: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten, ÖkoLinX-ARL, NPD und REP (= Annahme) Ziffern 2. und 3.: CDU, GRÜNE, Piraten und ÖkoLinX-ARL gegen SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, NPD und REP (= Annahme)

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