Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Leichentourismus beenden: Krematorium für Frankfurt prüfen!

Vorlagentyp: NRBFF-DFRA-FREIE WÄHLER
1 SitzungAbgelehnt

Zusammenfassung

In dem Antrag wird vorgeschlagen, die Errichtung und den Betrieb eines modernen Krematoriums in Frankfurt am Main zu prüfen. Diese Maßnahme soll die Notwendigkeit verringern, auf Kremierungsanlagen im Umland zurückzugreifen, was aufgrund der wachsenden Bevölkerung und der hohen Feuerbestattungsquote notwendig erscheint.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Umwelt und Energie verfolgen

Antrag

  1. inwieweit die Errichtung und der Betrieb eines modernen Krematoriums in Frankfurt am Main wirtschaftlich darstellbar ist. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung soll insbesondere die Investitions-, Betriebs- und Folgekosten, mögliche Einnahmen aus Gebühren sowie Auslastungsprognosen unter Einbeziehung der voraussichtlichen Feuerbestattungsquoten und Bevölkerungsentwicklung umfassen,
  2. welche Standortoptionen (z. B. auf oder in unmittelbarer Nähe bestehender städtischer Friedhöfe, unter Berücksichtigung von Denkmalschutz, Immissionsschutz, Verkehrserschließung und Akzeptanz) geeignet und verfügbar sind,
  3. inwieweit ein Public-Private-Partnership-Modell (PPP) oder andere Formen der Zusammenarbeit mit privaten Betreibern sinnvoll und rechtlich möglich sind,
  4. wie er die Errichtung eines Krematoriums in Frankfurt am Main unter dem Aspekt der kommunalen Daseinsvorsorge bewertet, insbesondere hinsichtlich der Versorgungssicherheit, der Transportwege, der Kosten für Angehörige und Bestatter sowie der Würde der Bestattung.
  5. welche umwelt- und klimaschutzbezogenen Aspekte bei der Errichtung und dem Betrieb eines modernen Krematoriums berücksichtigt werden können, insbesondere moderne Ofentechnik, Wärmerückgewinnung, der Einsatz alternativer Energieträger (Biomethan, Wasserstoff, Strom) sowie Maßnahmen zur Emissionsminderung.

Begründung

Das städtische Krematorium auf dem Frankfurter Hauptfriedhof wurde Ende 2013 geschlossen, nachdem die Anlage unter Verantwortung der damaligen Dezernenten- insbesondere der Umweltdezernentin Dr. Manuela Rottmann (Grüne) - über Jahre hinweg vernachlässigt worden war. Mehr als ein Jahrhundert lang hatten dort Einäscherungen stattgefunden. Seit der Stilllegung ist Frankfurt am Main die einzige deutsche Großstadt ohne eigenes Krematorium.

Seither sind die Frankfurter Bestatter und Angehörigen auf Anlagen im Umland angewiesen. Dieser Leichentourismus führt zu längeren Transportwege, höheren Kosten und belastet die Infrastruktur der betroffenen Kommunen einseitig, so auch das Krematorium unserer Nachbarstadt Offenbach. Dort kam es im Sommer 2026 zu erheblichen Kapazitätsengpässen, sodass sogar ein Kühlzelt als Zwischenlager für Särge aufgestellt werden musste.

Gleichzeitig liegt die Feuerbestattungsquote in Frankfurt und bundesweit inzwischen deutlich über 75 Prozent und steigt weiter. Angesichts des anhaltenden Bevölkerungswachstums der Stadt ist mit einer weiter zunehmenden Zahl an Einäscherungen zu rechnen. Das kommunale Bestattungswesen ist Teil der Daseinsvorsorge. Eine moderne eigene Kremationsanlage würde die Versorgungssicherheit erhöhen, Transportwege verkürzen, die Würde der Bestattung stärken und die Abhängigkeit vom Umland reduzieren. Vor diesem Hintergrund ist eine ergebnisoffene Prüfung der wirtschaftlichen und organisatorischen Möglichkeiten - möglicherweise auch im Rahmen eines PPP-Projekts - dringend geboten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 3. August 2026 brachte BFF-DFRA-FREIE WÄHLER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 17.09.2026 im Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Frauen abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Frauen
Sitzung 1 · 17.09.2026
TO I, TOP 8
Abgelehnt
Die Vorlage NR 36 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeVoltFDP
Ablehnung:
AfD
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, Volt und FDP gegen AfD und BFF-DFRA-FREIE WÄHLER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF-PARTEI (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung