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Brandschutz mit Styropor wärmegedämmter Gebäude sicherstellen!

Vorlagentyp: NRSPD
25 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren4 SitzungenAngenommen
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Begründung

wärmegedämmter Gebäude sicherstellen! Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert, die Brandschutzsicherheit von mit Styropor gedämmten Gebäudefassaden kritisch zu überprüfen und der Stadtverordnetenversammlung über die Ergebnisse zu berichten.
  2. In die Sicherheitsüberprüfung sind der schwere Fassadenbrand in der Adickesallee und weitere Fassadenbrände von mit Polystyrol wärmegedämmten Gebäuden in Frankfurt am Main einzubeziehen.
  3. Der Magistrat wird gebeten, detailliert zu berichten, wie viele Brände wärmegedämmter Gebäudefassaden ihm aus Frankfurt bekannt sind, welche Isoliermaterialien an den betroffenen Gebäuden eingesetzt waren und durch welche Ursachen die Fassadenbrände jeweils ausgelöst wurden, 4. darzulegen, welche Informationen dem Magistrat über vergleichbare Brände in der Bundesrepublik Deutschland vorliegen und welche Konsequenzen bisher aus den Bränden für einen wirksamen Brandschutz gezogen wurden, 5. zu prüfen und zu berichten, ob an dem Gebäude in der Adickesallee Brandsperren vorhanden waren, die ein Überspringen der Flammen auf die Gesamtfassade verhindern sollen und weshalb die Brandsperren ggf. versagt haben, 6. zu erklären, ob der Magistrat Äußerungen des Chefs der Frankfurter Feuerwehr teilt, "das Gebäude wäre, wenn es bewohnt gewesen wäre, nicht mehr zu halten gewesen, da die Temperaturen mit der Möblierung noch viel höher gewesen wären" und "Polystyrol muss dringend überprüft werden. Es gilt zu untersuchen, ob größere Bauwerke damit noch gedämmt werden sollten."
  4. Der Magistrat wird gebeten, darzustellen, welche Konsequenzen er aus Tests mit Styropor als Wärmedämmung zieht, die zu für den Brandschutz zu verheerenden Ergebnissen geführt haben.
  5. Der Magistrat möge berichten, welche Erkenntnisse ihm darüber vorliegen, dass Fassadenbrände mit Polystyrol wärmegedämmter Gebäude, anders als in der Adickesallee, auch durch Zimmerbrände ausgelöst werden können.
  6. Der Magistrat wird aufgefordert, notwendige Schritte für einen sicheren Brandschutz wärmegedämmter Gebäudefassaden hinsichtlich bautechnischer Anforderungen, Überprüfung bereits installierter Wärmedämmmaßnahmen, laufender Baugenehmigungen zu bewerten und umzusetzen. Dabei ist der Einsatz nicht brennbarer Materialien einzubeziehen. Begründung: Der schwere Fassadenbrand des mit Polystyrol wärmegedämmten Gebäudes in der Adickesallee, weitere Brände in Frankfurt am Main und in der gesamten Bundesrepublik sowie Brandversuche weisen auf Sicherheitsprobleme beim Brandschutz derartig wärmegedämmter Gebäude hin. Angesichts der bereits erfolgten Wärmedämmung zahlreicher Gebäude und des gewollten Zieles, Wärmedämmmaßnahmen für 2,5 bis 3 Prozent des Gebäudebestandes jährlich zu realisieren, ist eine zeitnahe Überprüfung zur Gewährleistung eines absolut sicheren Brandschutzes wärmegedämmter Gebäude zwingend erforderlich.

Inhalt

Antrag vom 13.06.2012, NR 319

Betreff: Brandschutz mit Styropor wärmegedämmter Gebäude sicherstellen! Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert, die Brandschutzsicherheit von mit Styropor gedämmten Gebäudefassaden kritisch zu überprüfen und der Stadtverordnetenversammlung über die Ergebnisse zu berichten.
  2. In die Sicherheitsüberprüfung sind der schwere Fassadenbrand in der Adickesallee und weitere Fassadenbrände von mit Polystyrol wärmegedämmten Gebäuden in Frankfurt am Main einzubeziehen.
  3. Der Magistrat wird gebeten, detailliert zu berichten, wie viele Brände wärmegedämmter Gebäudefassaden ihm aus Frankfurt bekannt sind, welche Isoliermaterialien an den betroffenen Gebäuden eingesetzt waren und durch welche Ursachen die Fassadenbrände jeweils ausgelöst wurden, 4. darzulegen, welche Informationen dem Magistrat über vergleichbare Brände in der Bundesrepublik Deutschland vorliegen und welche Konsequenzen bisher aus den Bränden für einen wirksamen Brandschutz gezogen wurden, 5. zu prüfen und zu berichten, ob an dem Gebäude in der Adickesallee Brandsperren vorhanden waren, die ein Überspringen der Flammen auf die Gesamtfassade verhindern sollen und weshalb die Brandsperren ggf. versagt haben, 6. zu erklären, ob der Magistrat Äußerungen des Chefs der Frankfurter Feuerwehr teilt, "das Gebäude wäre, wenn es bewohnt gewesen wäre, nicht mehr zu halten gewesen, da die Temperaturen mit der Möblierung noch viel höher gewesen wären" und "Polystyrol muss dringend überprüft werden. Es gilt zu untersuchen, ob größere Bauwerke damit noch gedämmt werden sollten."
  4. Der Magistrat wird gebeten, darzustellen, welche Konsequenzen er aus Tests mit Styropor als Wärmedämmung zieht, die zu für den Brandschutz zu verheerenden Ergebnissen geführt haben.
  5. Der Magistrat möge berichten, welche Erkenntnisse ihm darüber vorliegen, dass Fassadenbrände mit Polystyrol wärmegedämmter Gebäude, anders als in der Adickesallee, auch durch Zimmerbrände ausgelöst werden können.
  6. Der Magistrat wird aufgefordert, notwendige Schritte für einen sicheren Brandschutz wärmegedämmter Gebäudefassaden hinsichtlich bautechnischer Anforderungen, Überprüfung bereits installierter Wärmedämmmaßnahmen, laufender Baugenehmigungen zu bewerten und umzusetzen. Dabei ist der Einsatz nicht brennbarer Materialien einzubeziehen. Begründung: Der schwere Fassadenbrand des mit Polystyrol wärmegedämmten Gebäudes in der Adickesallee, weitere Brände in Frankfurt am Main und in der gesamten Bundesrepublik sowie Brandversuche weisen auf Sicherheitsprobleme beim Brandschutz derartig wärmegedämmter Gebäude hin. Angesichts der bereits erfolgten Wärmedämmung zahlreicher Gebäude und des gewollten Zieles, Wärmedämmmaßnahmen für 2,5 bis 3 Prozent des Gebäudebestandes jährlich zu realisieren, ist eine zeitnahe Überprüfung zur Gewährleistung eines absolut sicheren Brandschutzes wärmegedämmter Gebäude zwingend erforderlich. Bericht des Magistrats vom 07.12.2012, B 520 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Recht, Verwaltung und Sicherheit Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 20.06.2012

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 13. Juni 2012Sie sind hier
    NRNR 319Brandschutz mit Styropor wärmegedämmter Gebäude sicherstellen!
    STVV-Antrag · SPD
  2. 7. Dezember 2012Antwort des Magistrats · nach 25 WochenBB 520Brandschutz mit Styropor wärmegedämmter Gebäude sicherstellen!Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 12 · 27.08.2012
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 319 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkeFDPFreie WählerPiraten
Sonstige:
Stv. Ochs (Annahme)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und Piraten (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Stv. Ochs (= Annahme)

Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 12 · 03.09.2012
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 319 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkeFDPFreie Wähler
Sonstige:
Piraten (Annahme)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten (= Annahme)

KAV
Sitzung 18 · 24.09.2012
TO II, TOP 4
Beraten
Die Beratung der Vorlage NR 319 wird zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

KAV
Sitzung 20 · 26.11.2012
TO II, TOP 3
Angenommen
Der Vorlage NR 319 wird zugestimmt. Beschlussausfertigung(en): § 1946,

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Mitdiskutieren

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