Auf Genderzeichen verzichten
Zusammenfassung
Der Antrag fordert den Verzicht auf Genderzeichen in der Stadtverwaltung und der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Dies geschieht in Anlehnung an Empfehlungen der Gesellschaft für deutsche Sprache und den Mehrheitswillen der Bevölkerung. Der Antrag wurde in der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Magistrat wolle veranlassen, dass auf die Verwendung von Genderzeichen in der Stadtverwaltung, städtischen Beteiligungsgesellschaften sowie in der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern grundsätzlich verzichtet wird. Anstelle dessen wird dazu angehalten, sich an den Empfehlungen der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. zu orientieren und auf den Gebrauch von Doppelnennungen, Schrägstrichlösungen oder Ersatzformen zurückzugreifen.
Begründung
Der Rat für deutsche Rechtschreibung empfiehlt in seiner Pressemitteilung vom 26.03.2021, Asterisk ("Gender-Stern), Unterstrich ("Gender-Gap"), Doppelpunkt oder andere verkürzte Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinnern nicht in das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung für Schulen, Verwaltung und Rechtspflege aufzunehmen. Auch die Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Christine Lambrecht (SPD), hat sich in einem Schreiben an das Kanzleramt, die Ministerien und die obersten Bundesbehörden für den Verzicht auf Sonderzeichen und die Beibehaltung des generischen Maskulinums in der offiziellen Kommunikation ausgesprochen (FAZ, 07.10.2021, Seite 11). Einer Umfrage von Infratest Dimap für die "WELT am Sonntag" vom Mai 2021 zufolge lehnen zudem nahezu zwei Drittel der deutschen Bevölkerung das Gendern ab. Auch das Journal Frankfurt verzichtet deshalb seit seiner November-Ausgabe 2021 wieder auf die Verwendung von Genderzeichen. Zur Begründung heißt es dort im Editorial unter anderem: "Ohne Frage muss Sprache mit der Zeit gehen, aber sie muss lesbar bleiben. Auf keinen Fall darf sie dogmatisch oder erzieherisch sein. Inklusion muss durch Themen erfolgen und nicht durch Sonderzeichen." Der Magistrat, die Stadt Frankfurt sowie deren Beteiligungsgesellschaften sollten sich ebenfalls an den Empfehlungen der Verbände sowie dem Mehrheitswillen der Bevölkerung orientieren und grundsätzlich auf die Verwendung von Genderzeichen zu verzichten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 29. November 2021 brachte BFF-BIG diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 27.01.2022 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme)