Hilferuf der Museumsdirektoren erhören - Flohmarkt verlegen
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Nicht nur die Bewohner des nördlichen Teil Sachsenhausens leiden seit Jahren unter den Folgen des samstäglich am Sachsenhäuser Mainufer stattfindenden Flohmarktes, auch die dortigen Museen. In einer ungewöhnlichen Aktion haben jetzt die Museumsdirektoren der am südlichen Mainufer gelegenen Museen die Verlegung des Flohmarktes im Interesse des weltberühmten Frankfurter Museumsufers gefordert. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass der Samstag üblicherweise ein sehr besucherstarker Museumstag ist, allerdings nicht am Museumsufer wegen des Flohmarktes. Allein im Architekturmuseum wird der finanzielle Verlust durch den Minderbesuch samstags im Jahr mit 60.000,00 € beziffert. Die Museumsdirektoren kritisieren zudem weitere für sie nachteilige Folgen des Flohmarktes. So wird das Museum für Telekommunikation wegen seines kostenlosen Eintritts samstags überwiegend deshalb besucht, um die dort befindlichen Toiletten zu benutzen. Diese werden teilweise sogar als Umkleidekabinen für auf den Flohmarkt erstandene Kleidung missbraucht. Der Leiter des Städels und des Liebighauses beklagt die mangelnde Erreichbarkeit des Museumsufers für Touristengruppen, insbesondere wenn diese mit Reisebussen anfahren. Zeitungsberichten zufolge hat die Kritik der Museumsdirektoren Zustimmung bei verschiedenen Magistratsmitgliedern, nicht nur bei der Oberbürgermeisterin, sondern auch bei dem Kulturdezernenten gefunden. Diese parteiübergreifende Kritik an dem Standort des Flohmarktes mit seinen sehr nachteiligen Folgen für die hervorragenden Museen sind gute Voraussetzungen, endlich den Flohmarkt an einen geeigneten Standort zu verlegen, der nicht nur über eine gute Verkehrserschließung, sondern auch über nahegelegene Parkplätze verfügt. Solch ein Standort befindet sich im Bereich der Ostparkstraße.
Inhalt
Antrag vom 06.05.2005, NR 1859
Betreff:
Hilferuf der Museumsdirektoren erhören - Flohmarkt verlegen
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird gebeten, im Zusammenhang mit der Fertigstellung des Schaumainkais die Voraussetzungen für eine Verlegung des samstäglichen am Sachsenhäuser Mainufer stattfindenden Flohmarktes zu schaffen.
Begründung:
Nicht nur die Bewohner des nördlichen Teil Sachsenhausens leiden seit Jahren unter den Folgen des samstäglich am Sachsenhäuser Mainufer stattfindenden Flohmarktes, auch die dortigen Museen.
In einer ungewöhnlichen Aktion haben jetzt die Museumsdirektoren der am südlichen Mainufer gelegenen Museen die Verlegung des Flohmarktes im Interesse des weltberühmten Frankfurter Museumsufers gefordert. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass der Samstag üblicherweise ein sehr besucherstarker Museumstag ist, allerdings nicht am Museumsufer wegen des Flohmarktes. Allein im Architekturmuseum wird der finanzielle Verlust durch den Minderbesuch samstags im Jahr mit 60.000,00 € beziffert.
Die Museumsdirektoren kritisieren zudem weitere für sie nachteilige Folgen des Flohmarktes. So wird das Museum für Telekommunikation wegen seines kostenlosen Eintritts samstags überwiegend deshalb besucht, um die dort befindlichen Toiletten zu benutzen. Diese werden teilweise sogar als Umkleidekabinen für auf den Flohmarkt erstandene Kleidung missbraucht.
Der Leiter des Städels und des Liebighauses beklagt die mangelnde Erreichbarkeit des Museumsufers für Touristengruppen, insbesondere wenn diese mit Reisebussen anfahren.
Zeitungsberichten zufolge hat die Kritik der Museumsdirektoren Zustimmung bei verschiedenen Magistratsmitgliedern, nicht nur bei der Oberbürgermeisterin, sondern auch bei dem Kulturdezernenten gefunden.
Diese parteiübergreifende Kritik an dem Standort des Flohmarktes mit seinen sehr nachteiligen Folgen für die hervorragenden Museen sind gute Voraussetzungen, endlich den Flohmarkt an einen geeigneten Standort zu verlegen, der nicht nur über eine gute Verkehrserschließung, sondern auch über nahegelegene Parkplätze verfügt. Solch ein Standort befindet sich im Bereich der Ostparkstraße.
Nebenvorlage: Antrag vom 02.06.2005, NR 1894 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Wirtschaftsausschuss Kultur- und Freizeitausschuss Beratung im Ortsbeirat: 4, 5 Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 11.05.2005
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Mai 2005 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 10 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 14.07.2005 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf10 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und PDS gegen REP (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. SPD, GRÜNE und FDP gegen CDU (= Annahme) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG und BFF (NR 1859 = Ablehnung) REP (NR 1859 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, FDP und BFF gegen 3 SPD und GRÜNE (= Ablehnung) bei Enthaltung 2 SPD
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. SPD, GRÜNE und FDP gegen CDU (= Annahme) zu 2. zu a): SPD und GRÜNE gegen CDU und FDP (= Annahme) zu b): CDU,SPD und FDP gegen GRÜNE (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG (NR 1859 = Enthaltung, NR 1894 = Annahme) REP ( NR 1859 und NR 1894 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. SPD und GRÜNE gegen CDU und FDP (= Annahme); FAG (= Enthaltung) zu 2. Ziffer 1.: CDU, FDP und FAG gegen SPD und GRÜNE (= Ablehnung) Ziffer 2.: CDU, SPD, FDP und FAG gegen GRÜNE (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (NR 1859 und NR 1894 = Annahme) PDS und ÖkoLinX-ARL (NR 1859 und NR 1894 = Ablehnung) BFF (NR 1859 und NR 1894 = Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. SPD, GRÜNE und PDS gegen CDU, FDP und REP (= Annahme); FAG und BFF (= Enthaltung) zu 2. Ziffer 1.: CDU, FDP, FAG und REP gegen SPD, GRÜNE und PDS (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) Ziffer 2.: CDU, SPD, FDP, FAG und REP gegen GRÜNE und PDS (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (NR 1859 und NR 1894 = Ablehnung)