Antisemitismus in Frankfurt effektiv bekämpfen: Förderung von Antisemitismus verhindern!
Zusammenfassung
Der Antrag fordert Maßnahmen zur Bekämpfung von Antisemitismus in Frankfurt durch die Sicherstellung, dass keine finanzielle Förderung für Kunstprojekte fließt, die antisemitische Inhalte propagieren. Ziel ist es, die Stadt Frankfurt in ihrer Verantwortung zu stärken, Antisemitismus aktiv entgegenzuwirken und die Rechte der Betroffenen zu schützen.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Die Kulturförderung in Frankfurt wird von der Kunstfreiheit geleitet. Jedoch darf das nicht dazu führen, dass Juden ihres Glaubens willen angegriffen, verunglimpft, beleidigt oder gar bedroht werden. Deshalb stellt die Stadt Frankfurt bei finanzieller Förderung von Kunst sicher, dass keine Mittel fließen oder diese sofort gestoppt werden, wenn in geförderten Projekten antisemitische Inhalte propagiert werden. Hierfür werden folgende Maßnahmen ergriffen: - Bei der Vergabe städtischer Zuschüsse wird sorgfältig geprüft, dass geförderte Einrichtungen keine antisemitische Kunst zur Schau stellen oder aufführen. - Sollten Verstöße hiergegen im Verlauf einer Förderung festgestellt werden, sind städtische Förderungen oder Zuschüsse für die Förderperiode wegen Verstoßes gegen die Förderbedingungen zurückzufordern. - Für Kulturbetriebe in städtischer Hand wird ein Kanon vereinbart, der die Zurschaustellung oder Aufführung antisemitischer Kunst im Programm nicht zulässt. Dieser soll die IHRA-Arbeitsdefinition, die die Bundesregierung im Jahr 2017 anerkannt hat, verwenden.
Begründung
Die Stadt trägt große Verantwortung, gegen Antisemitismus in Frankfurt am Main vorzugehen. Diese Verantwortung betrifft auch das Handeln der öffentlichen Hand. Insbesondere dort, wo die Stadt selbst durch Förderung, Bereitstellung von Räumen oder andere Formen der Unterstützung Einfluss nimmt, ist eine sorgfältige Abwägung geboten. Dabei gilt es, einerseits entschieden gegen Antisemitismus vorzugehen und andererseits die in Deutschland besonders geschützten Grundrechte, insbesondere die Meinungs- und Kunstfreiheit, zu wahren. Eingriffe in die jeweiligen Grundrechte sind möglich, aber an hohe Hürden gebunden. Gerade beim Einsatz von Steuergeld ist besonders darauf zu achten, einem blinden Hass auf Israel und jüdische Menschen - der seit dem Massaker der terroristischen Hamas auf Israel am 07. Oktober 2023 auch in Frankfurt stark zugenommen hat - keinen Vorschub zu leisten, sondern alles zu unternehmen, um ihn zu bekämpfen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 3. Februar 2026 brachte FDP diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 05.03.2026 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und Volt gegen CDU, FDP und AfD (= Annahme) sowie Linke und FRAKTION (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG, ÖkoLinX-ELF und Stadtv. Yilmaz (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und Volt gegen CDU und FDP (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke, BFF-BIG und Stadtv. Yilmaz (= Ablehnung) AfD, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Volt und Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung) CDU, FDP, AfD, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) Linke, BFF-BIG und Stadt. Yilmaz (= Ablehnung)