Digitale Verwaltung in Frankfurt bürgernah und sicher machen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine systematische Analyse der digitalen Verwaltungsleistungen der Stadt Frankfurt im Vergleich zu anderen Städten, um Defizite zu erkennen und zeitnahe Verbesserungen zu erzielen. Ziel ist es, den Bürgerservice durch digitale Lösungen zu verbessern und die Verwaltung effizienter zu gestalten. Erwartet wird eine transparente Darstellung der Verbesserungspotenziale innerhalb von sechs Monaten.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert,
1. einen systematischen und nachvollziehbaren Vergleich der digitalen Verwaltungsleistungen Frankfurts mit anderen deutschen und europäischen Großstädten vorzunehmen, um den bestehenden Aufholbedarf zu benennen, strukturelle Defizite zu identifizieren und erfolgreiche Ansätze anderer Kommunen für Frankfurt nutzbar zu machen. 2. der Stadtverordnetenversammlung innerhalb von sechs Monaten nach Beschlussfassung einen Bericht vorzulegen, aus dem hervorgeht,
- welche digitalen Lösungen und Vorgehensweisen anderer Kommunen ein besonderes Potenzial für Frankfurt bieten und welche konkreten Verbesserungen für Bürger daraus kurzfristig abgeleitet und umgesetzt werden können;
- welche Digitalisierungsmaßnahmen in der Verwaltung derzeit umgesetzt werden oder geplant sind und
- welche konkreten Verbesserungen für Bürger im direkten Kontakt mit den städtischen Behörden tatsächlich erreicht werden sollen.
Begründung
Die Stadtverwaltung muss den Bürgern ihre Leistungen kompetent, zügig und möglichst online, also ohne unnötige Wege für die Menschen, anbieten. Die digitale Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung ist dabei ein zentraler Maßstab für Servicequalität, Effizienz und Bürgernähe. Frankfurt bleibt in diesem Bereich jedoch seit Jahren hinter vergleichbaren Großstädten zurück. Aktuelle Vergleiche wie der Smart City Index zeigen, dass Frankfurt weit von den Spitzenplätzen im Bereich der digitalen Verwaltung entfernt ist. Andere Großstädte sind deutlich weiter. Frankfurt gelingt es bislang nicht, seine Größe, Finanzkraft und Bedeutung in eine entsprechend leistungsfähige digitale Verwaltung zu übersetzen. Trotz zahlreicher Strategien und Konzepte fehlt es weiterhin an einer konsequenten Ausrichtung auf konkrete Ergebnisse. Entscheidend ist nicht die Anzahl von Digitalisierungsprogrammen, sondern ob Verwaltungsprozesse für Bürger tatsächlich einfacher, schneller und verlässlicher werden. Genau hier bestehen weiterhin deutliche Defizite. Ein systematischer Vergleich mit erfolgreicheren Kommunen ist daher notwendig. Dabei geht es nicht um langfristige Grundsatzdebatten, sondern um die Identifikation kurzfristig umsetzbarer Verbesserungen, die sich bereits in anderen Städten bewährt haben und ohne jahrelange Vorlaufzeiten übernommen werden können. Beispielhaft zeigen andere Städte, dass solche Verbesserungen realistisch und kurzfristig erreichbar sind: Während Nürnberg durch den Einsatz automatisierter Softwarelösungen in der Sozialverwaltung Bearbeitungszeiten deutlich verkürzt und mehrere tausend Arbeitsstunden eingespart hat, konnte Hannover den Anteil digital verfügbarer Verwaltungsleistungen innerhalb weniger Jahre auf rund 94 Prozent steigern. Die Berichtspflicht innerhalb von sechs Monaten schafft Transparenz und Handlungsdruck. Sie verpflichtet, klar darzulegen, wo konkrete Potenziale liegen, welche Verbesserungen kurzfristig möglich sind und wie diese den Bürgerservice messbar verbessern sollen. Absichtserklärungen oder allgemeine Zielbeschreibungen reichen hierfür ausdrücklich nicht aus.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 28. Januar 2026 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 05.03.2026 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP und Volt gegen CDU, BFF-BIG, AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP und Volt gegen CDU, BFF-BIG, AfD, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION, Gartenpartei und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)