Schulbau beschleunigen durch Zusammenarbeit mit Externen
Zusammenfassung
Die Stadtverordnetenversammlung soll beschließen, externe Unternehmen, die auf nachhaltige und modulare Schulgebäude spezialisiert sind, in die Schulbauoffensive einzubinden, um innovative Bauansätze zu fördern. Dies ist nötig, um den zunehmenden Bedarf an Schulplätzen effizient und ressourcenschonend zu decken.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, 1. inwieweit externe Unternehmen, die auf nachhaltige und modulare Schulgebäude spezialisiert sind, systematisch in die Schulbauoffensive eingebunden werden können. Hierbei sollen insbesondere vorhandene städtische Grundstücke (bspw. FIAT-Areal) für den Neubau solch flexibler, ressourcenschonender Schulgebäude geprüft werden. 2. wie regenerative Energiekonzepte (z.B. Photovoltaik), modulare Bauweisen und flexible Nutzungsansätze integriert werden können, um den ökologischen Fußabdruck der Neubauten zu minimieren und langfristig Betriebskosten zu senken.
Begründung
Frankfurt steht vor der Herausforderung, in den kommenden Jahren viele neue Schulplätze zu schaffen. Die Bewältigung dieses Bedarfs erfordert innovative, nachhaltige und wirtschaftliche Bauansätze. Unternehmen, die sich auf modulare und klimafreundliche Schulgebäude spezialisiert haben, können zur Beschleunigung der Umsetzung beitragen und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards sichern. Auf Bildungsbauten spezialisierte Unternehmen sind darauf ausgerichtet, neben individueller Objektplanung und passgenauer Finanzierung auch eine schnelle, schlüsselfertige Bauausführung mit umfassender Projektbetreuung sowie eine Minimierung von Schnittstellen zu gewährleisten. Beispielsweise haben andere Städte gute Erfahrungen mit Schulgebäuden von Goldbeck GmbH (Hannover, Hamburg), KLEUSBERG GmbH (Köln, Heinsberg) oder PORR GmbH & Co. KGaA (Kirchheim bei München) gemacht. So hat beispielsweise die Errichtung des 6.200 m² großen Schulneubaus des Campus Region Hamburg durch die Firma Goldbeck Dank zeitgleicher Modul-Werksvorfertigungen nur sechs Monate bis zur Schlüsselübergabe gedauert. In Frankfurt hingegen vergehen laut Amt für Bau und Immobilien schon von der Projektidee bis zum Spatenstich im Durchschnitt acht Jahre. Hinzu kommen jahrelange Bauzeiten. Mit der Kleusberg GmbH als mittelständischem Unternehmen haben zum Beispiel Unternehmen im Industriepark Höchst zusammengearbeitet und positive Erfahrungen sammeln können, von denen die Stadt Frankfurt profitieren könnte. Statt selbst neue Gesellschaften zu gründen oder mit einer zusätzlichen Bildungsbaugesellschaft Parallelstrukturen innerhalb der städtischen Verwaltung aufzubauen, wäre es sinnvoller, klare Zuständigkeiten zu schaffen und auf vorhandene Expertise zurückzugreifen. Des Weiteren müssen von der Stadt bereits gekaufte Grundstücke für den Schulbau endlich nutzbar gemacht werden. Die Nutzung vorhandener Grundstücke ermöglicht eine schnellere Realisierung von Projekten, die angesichts stetig steigender Baukosten und der dringenden Kapazitätsprobleme sanierungsbedürftiger Schulen oberstes Gebot sein sollte.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 28. Oktober 2025 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 11.12.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, AfD und Volt gegen BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung) Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) und Gartenpartei (= Annahme)