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Serielles Bauen und externe Projektsteuerung für Schul- und Kitabau

Vorlagentyp: NRCDU
2 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, serielle Bauweisen für den Neubau und die Erweiterung von Schulen und Kitas zu nutzen und einen professionellen Projektsteuerer hinzuzuziehen. Dies soll die Sanierung und den Ausbau bestehender Einrichtungen beschleunigen und kosteneffizienter gestalten. Ziel ist es, Bauzeiten zu verkürzen und die Kostenkontrolle zu verbessern.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert,

  1. bei Erweiterung und Neubau von Schulen und Kindertagesstätten verstärkt auf serielle Bauweisen zu setzen;
  2. zur Beschleunigung und Kostenkontrolle von Sanierungs- und Bauvorhaben einen professionellen Projektsteuerer hinzuzuziehen;
  3. die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern wie der FAAG Technik und der ABG weiter zu intensivieren, um Parallelstrukturen zu vermeiden und die Verwaltungsressourcen optimal zu nutzen.

Der Magistrat legt der Stadtverordnetenversammlung binnen drei Monaten einen Bericht zum Stand der Umsetzung vor.

Begründung

Die Sanierung und der Ausbau bestehender Schulen und Kitas müssen noch höhere Priorität genießen und schneller und kosteneffizienter umgesetzt werden. Um Bauzeiten deutlich zu verkürzen und Kosten effizient zu kontrollieren, empfiehlt es sich, verstärkt auf serielle Bauweisen zurückzugreifen. Dabei werden bewährte, standardisierte Bau- und Planungslösungen mehrfach verwendet, was zu erheblichen Einsparungen bei Planungs- und Baukosten führt. Aktuell werden in Frankfurt drei Grundschulen seriell geplant. Das Verfahren ist zu begrüßen, sollte jedoch verstärkt und auch bei weiterführenden Schulen und Kitabauten Anwendung finden. Erfolgreiche Beispiele aus anderen deutschen Großstädten zeigen, dass durch serielle Bauweise Bauzeiten erheblich verkürzt werden können. Laut einer Analyse der Friedrich-Naumann-Stiftung von 2024 sind mit Blick auf die Bauwerks- und Baunebenkosten zudem finanzielle Einsparungen von bis zu 20 % darstellbar. Die Wiederverwendung bewährter Planungsteile reduziert den Abstimmungsaufwand und minimiert Planungsfehler, was für mehr Planungssicherheit und Effizienz sorgt. In Hamburg wurden beispielsweise seit 2020 mehrere Grundschulen in modularer, serieller Bauweise errichtet. Das Projekt "Hamburger Klassenhäuser" hat die Bauzeit für ein Gebäude mit 20.000 m2 Nutzfläche auf nur neun Monate verkürzt. Insgesamt geplant sind der Neubau von 44 Hamburger Schulen und die Erweiterung von mehr als 120 bestehenden Standorten in serieller Bauweise. Darüber hinaus ist die Einbindung eines professionellen Projektsteuerers essenziell. Ein erfahrener Projektsteuerer kann die Verwaltung erheblich entlasten, indem er die Projektkoordination, Ausschreibungen, Terminüberwachung und das Vertragsmanagement übernimmt. Dies führt zu einer schnelleren Abwicklung der Bauprojekte, da interne Ressourcen frei werden und weniger parallele Ausschreibungen notwendig sind. Die projektsteuernde Rolle ermöglicht eine bessere Koordination aller Beteiligten, vermeidet Verzögerungen und sorgt für eine klare Kostenkontrolle. Außerdem kann der Projektsteuerer durch seine Expertise dazu beitragen, dass Interimsstandorte und mobile Schulpavillons schnell und effizient umgesetzt werden. Ein weiteres bewährtes Modell ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern wie der Frankfurter Aufbau AG (FAAG) Technik und der ABG. Diese können durch die Übernahme weiterer Generalsanierungen das Amt für Bau und Immobilien entlasten und so Kapazitäten bei den städtischen Ämtern für weitere dringende Maßnahmen, wie Heizungsmodernisierungen oder Hitzeschutz, schaffen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 20. August 2025 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 06.11.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 39 · 27.10.2025
TO I, TOP 10
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1349 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDVoltFRAKTIONÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUFDPAfDLinkeBFF-BIGStadtv. Bäppler-Wolf
Sonstige:
Gartenpartei (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Volt und FRAKTION gegen CDU, FDP und AfD (= Annahme) sowie Linke und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 44 · 06.11.2025
TO II, TOP 6
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1349 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUFDPAfDStadtv. Bäppler-WolfLinkeBFF-BIGGartenpartei
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, FDP, AfD und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) sowie Linke, BFF-BIG und Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)

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