Frankfurter Drogenpolitik kontinuierlich weiterentwickeln: Hilfsangebote, Wohnungs- und Übernachtungsmöglichkeiten ausbauen
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Thema Senioren verfolgenAntrag
- Der Magistrat soll prüfen und berichten, ob der Bedarf besteht, die Angebote der Drogenhilfe durch folgende zu ergänzen:
- a)Mehr Übernachtungs- oder Wohnmöglichkeiten
- b)Zusätzliche Konsumräume, in denen Drogen geraucht werden können
- c)Eine medizinische Ambulanz, die sich vor allem an nicht versicherte Drogenabhängige richten würde
- Der Magistrat soll außerdem prüfen und berichten, ob es den Bedarf und/oder bereits ein Konzept für ein Pflegeheim/'Seniorenheim' für ältere Drogenabhängige gibt.
- Des Weiteren soll der Magistrat prüfen und berichten, ob die folgenden ergänzenden Angebote mit bestehenden Einrichtungen als Träger direkt verknüpft oder in deren Nachbarschaft neu eingerichtet werden könnten:
- a)Mehr Übernachtungs- oder Wohnmöglichkeiten
- b)Zusätzliche Konsumräume, in denen Drogen geraucht werden können
- c)Eine medizinische Ambulanz, die sich vor allem an nicht versicherte Drogenabhängige richten würde
- d)Pflegeheim/'Seniorenheim' für ältere Drogenabhängige
- Im Rahmen der Verhandlungen um den Erhalt der Samson AG am jetzigen Standort wird der Magistrat aufgefordert, auch unverzüglich Gespräche mit der Drogenhilfeeinrichtung Eastside, die sich direkt neben der Samson AG befindet, aufzunehmen und zu klären, welche Raumbedarfe für das Eastside erfüllt werden müssen und ob am jetzigen Standort oder an einer anderen Stelle Entwicklungschancen bestehen.
Begründung
Der Zürcher Weg in der Drogenpolitik und seine Übertragung auf Frankfurt werden momentan stark diskutiert. Es sollte dabei jedoch nicht vergessen werden, dass es in Frankfurt auch in einigen Bereichen Unterschiede gibt, die es nicht möglich machen, das Modell einfach zu übertragen. Es geht zum Beispiel um Themen wie die Finanzierbarkeit, die bestehende Personalstärke in den Hilfseinrichtungen oder die zur Verfügung stehenden Übernachtungs- und Wohnmöglichkeiten für Drogenabhängige. Damit zum Beispiel eine Einheit wie 'sip züri' in Frankfurt effektiv arbeiten könnte, müssten genügend Hilfs- und Konsumräume sowie Übernachtungs- und Wohnmöglichkeiten für Drogenabhängige existieren, auf die eine 'sip Frankfurt' zurückgreifen könnte. Deshalb sollte geprüft werden, wie die Hilfs-, Konsum-, Übernachtungs- und Wohnangebote in bestehenden oder in neuen Einrichtungen ausgebaut werden könnten. Standorte außerhalb des Bahnhofsviertels sollten dabei besonders berücksichtigt werden, um das Suchtpotential, dass das Bahnhofsviertel auf die Drogenabhängigen ausübt, durchbrechen zu können und die Hilfseinrichtungen zu dezentralisieren. Außerdem sollte geprüft werden, ob eine medizinische Ambulanz, die sich besonders um nicht versicherte Abhängige kümmert oder ein Pflegeheim/'Seniorenheim' eingerichtet werden könnten. Drogenabhängige haben einen anderen Lebensrhythmus als andere Bewohner eines Pflegeheimes und auch die Pfleger benötigen eine spezielle Schulung für die Pflege, Hilfestellungen und Unterstützung von Drogenabhängigen im fortgeschrittenen Alter.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 27. November 2020 brachte FDP diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER