Transparenz bei der Verwendung der Tourismusabgabe
Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine jährliche Berichterstattung über die Verwendung der Tourismusabgabe sowie die Veröffentlichung der Empfehlungen des Tourismusbeirats. Dies soll die Transparenz in der Stadtpolitik erhöhen und sicherstellen, dass die Mittel nachhaltig und im Interesse der Allgemeinheit verwendet werden.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Magistrat wird beauftragt, 1. der Stadtverordnetenversammlung über die Mittelverwendung aus den Tourismusbeiträgen jährlich unaufgefordert zu berichten und 2. die Empfehlungen des Tourismusbeirats jährlich unaufgefordert zu veröffentlichen.
Begründung
Die neue Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt hat angekündigt, die Stadtpolitik für die Bürger*innen transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten. Die Koalition wollte zudem den Umgang mit den Oppositionsparteien - im Gegensatz zur alten Koalition - erneuern und verbessern. Die Schaffung von Transparenz bei der Verwendung der Tourismusabgabe ist ein konkreter Schritt, um dieses Versprechen einzulösen. Die Einnahmen aus den Tourismusbeiträgen kommen auf mehrere Millionen Euro jährlich (im Haushaltsjahr 2019 in Höhe von 7.361.068,00 €) und deren Vergabe soll transparent gemacht werden, sodass Vertreter*innen der Opposition sowie die Zivilgesellschaft Einsicht erhalten. Der Beirat für Tourismus, der Empfehlungen zur Mittelvergabe ausspricht und aus je zwei Mitgliedern der IHK Frankfurt, der Tourismus+Congress GmbH (TCF) und Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sowie drei Stadtverordneten und drei Stadträt*innen besteht, tagt nicht öffentlich. Seine dezidierte Funktion zur Beratung bei der "Verwendung des Aufkommens des Tourismusbeitrages" trägt zur Entscheidung der Mittelvergabe bei. Um sicherzustellen, dass diese Gelder für nachhaltige Maßnahmen zur Stadtentwicklung ausgegeben werden, die der Allgemeinheit zu Gute kommen, bedarf es der Transparenz bei dieser Entscheidung und einer Veröffentlichung der Beratung hierzu. Die städtische Förderung des S.O.U.P-Festivals mit 250.000 Euro, die ein exklusiver Treff primär für Vertreter*innen aus Werbung und der Immobilienbranche war, ist aktuelles Negativbeispiel dieser Vergabepraxis. Aufgrund sehr hoher Eintrittspreise war die Debatte über Stadtentwicklung ausgrenzend und in dem Format eines Festivals ohne langfristigen Nutzen. Die Kritik an der Mittelverwendung wurde auch von SPD und Grünen geteilt. Dieser Antrag wird gestellt, um derartige Fehlverwendung in Zukunft zu verhindern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. Oktober 2021 brachte Linke diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 7 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 31.03.2022 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf7 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Ablehnung) sowie LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF, BIG-BIG und FRAKTION (= Annahme) zu 2. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 130); CDU und AfD (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Ablehnung) sowie AfD, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme ohne Zusatz) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 130) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und Gartenpartei (NR 130 und NR 315 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und Gartenpartei gegen CDU (= Ablehnung) sowie AfD, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme ohne Zusatz) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen LINKE., BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme im Rahmen NR 130)