Invasive Gänsepopulationen in Frankfurt endlich nachhaltig eindämmen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die invasiven Gänsepopulationen in Frankfurt nachhaltig einzudämmen, um die Erholungsorte der Bürger zu schützen und gesundheitliche Risiken zu minimieren. Die Dringlichkeit des Themas ist seit 2017 bekannt, jedoch wurde bislang nicht ausreichend gehandelt.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird damit beauftragt, die invasiven Gänsepopulationen im Frankfurter Stadtgebiet nachhaltig und im Rahmen der tierschutzrechtlichen Möglichkeiten einzudämmen und die Erholungsorte der Frankfurter Bürger, hier insbesondere Schwimmbäder und Parkanlagen, zu schützen. Gleiches gilt für landwirtschaftlich genutzte Flächen, wie z. B. die Kräuterfelder im Stadtteil Oberrad. Hierbei ist die gesamte Bandbreite aller möglichen Maßnahmen auszuschöpfen, wo nötig auch eine letale Vergrämung.
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Begründung
Die invasiven Arten Nilgans und Kanadagans sind mittlerweile in sämtlichen Stadtteilen von Frankfurt zu finden. Sie dominieren gemeinsam mit der einheimischen Grauganspopulation die öffentlichen Erholungsorte, darunter Parkanlagen, Freibäder sowie das Mainufer. Dabei verdrängen sie durch ihr aggressives Revierverhalten einheimische Wasservögel, wie z. B. Enten oder Blesshühner. Die aktuellen Zahlen der jeweiligen Populationen und das Urteil des Nabu-Experten Martin Rümmler rufen nach einer dringlichen und tatsächlich nachhaltigen Problembekämpfung. So sind es aktuell um etwa 5.000 bis 7.500 zugewanderte Gänse, die prognostizierte Entwicklung ist laut dem Experten steigend (siehe Artikel "Invasion der Gänse", FNP vom 31.05.2025) Bedenklich ist das bislang inkonsequente Vorgehen der Stadt hinsichtlich dieser Problematik, nicht nur aus Sicht des Artenschutzes, sondern auch aus gesundheitlicher Perspektive. Denn der Kot der Gänse senkt nicht nur die Attraktivität der Stadt, sondern wird auch zum bakteriellen Risiko, selbst wenn dieses gering zu sein scheint. Dies gilt vor allem für Liegewiesen sowie Freibäder, wobei Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet sind und daher maximal geschützt werden müssen. Dem Magistrat ist die Dringlichkeit dieses Themas bereits seit dem Jahr 2017 bekannt. Nachdem sowohl aus den Ortsbeiräten als auch aus der Stadtverordnetenversammlung heraus mehrfach auf die Problematik aufmerksam gemacht wurde, rief man damals einen "Runden Tisch Nilgans" ins Leben. Dieser sollte seit dem 09. Oktober 2017 an einer Lösung zur Eindämmung der invasiven Gänsearten arbeiten (siehe Magistratsbericht B 425 vom 22.12.2017). Doch ganz offensichtlich ist das Projekt weitestgehend ins Leere gelaufen bzw. nicht mit der erforderlichen Konsequenz umgesetzt worden, so dass die Nilgans und verwandte Arten sich seitdem weiter unbehelligt in Frankfurt ausbreiten konnten. Es kann jedoch keinesfalls im Interesse der Stadt Frankfurt sowie der politisch Verantwortlichen liegen, das Problem so weit eskalieren zu lassen, bis in unserer Stadt Maßnahmen ergriffen werden müssen, zu welchen die Niederlande bereits im Jahr 2014 greifen mussten, als eine beträchtliche Anzahl der Tiere mit Kohlendioxid getötet wurde, um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schäden einzudämmen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Juni 2025 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 18.09.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Annahme) Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF-BIG und AfD (= Annahme)