Uhlandschule: Ganztag und steigenden Schülerzahlen Raum geben
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die kurzfristige und dauerhafte Erweiterung der Raumkapazitäten der Uhlandschule, um der steigenden Schülerzahl und dem Bedarf an Ganztagsbetreuung gerecht zu werden. Die Begründung hebt die akute Raumnot und die Untragbarkeit der vorgeschlagenen Auslagerung hervor. Ziel ist es, kindgerechte und praktikable Lösungen zu schaffen.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert,
- die Raumkapazitäten der Uhlandschule im Ostend kurzfristig und dauerhaft zu erweitern, um der steigenden Schülerzahl sowie dem wachsenden Bedarf an Ganztagsbetreuung gerecht zu werden;
- die Nutzung weiterer Räume der Abendhaupt- und Abendrealschule (AHRS) für Unterricht und Betreuung an der Uhlandschule zu ermöglichen. Dies ist als vorrangige Lösung gegenüber einer Auslagerung der erweiterten schulischen Betreuung (ESB) an die Erasmusschule zu prüfen;
- in enger Abstimmung mit der Schulleitung, dem Schulelternbeirat, den Trägern der Betreuung und dem Ortsbeirat tragfähige und transparente Lösungen zu entwickeln;
- die Stellungnahme ST 191 vom 03.02.2025 hinsichtlich der sogenannten "Option 2" zu überarbeiten, da sie keine echten Wahlmöglichkeiten bietet und nicht kindgerecht ist;
- eine pädagogisch sinnvolle Nutzung von Räumen und die räumliche Integration der Ganztagsbetreuung als solche sicherzustellen, die Bewegungsfreiheit, freies Spiel und angemessene Ausstattung berücksichtigt.
Der Magistrat legt der Stadtverordnetenversammlung, dem zuständigen Ortsbeirat und der Schulleitung binnen drei Monaten einen Bericht zum Stand der Umsetzung vor.
Begründung
Die Raumnot an der Uhlandschule im Frankfurter Ostend hat sich in den letzten Jahren massiv verschärft. Die Schule steuert auf eine Fünfzügigkeit zu, ohne dass ausreichende Räume zur Verfügung stehen. Schon jetzt fehlen rund 40 Plätze. Betrachtet man die prognostizierten Zahlen, werden in den nächsten beiden Jahren über 60 Betreuungsplätze fehlen. Die kooperierenden Horte sind ausgelastet, es besteht eine Warteliste. Die vom Dezernat favorisierte "Option 2" - ein Ausweichen in die Erasmusschule - ist pädagogisch und räumlich untragbar: Es fehlt an Bewegungsflächen, Rückzugsräumen, geeigneten Sanitäranlagen und einem kindgerechten Außengelände. Freies Spiel wäre kaum mehr möglich, was insbesondere für Grundschulkinder eine erhebliche Einschränkung darstellt. Die Verlagerung würde zudem das Ganztagskonzept aushöhlen, das eigentlich gestärkt werden soll. Auch eine Frühbetreuung, wie an der Uhlandschule aktuell angeboten, wäre so nicht umsetzbar. Dagegen hat sich die temporäre Nutzung von Räumen der AHRS als tragfähig erwiesen. Sie ermöglicht sowohl eine räumlich integrierte Betreuung als auch den Erhalt der pädagogischen Qualität, insbesondere durch die Nähe zum Schulhof und die bessere Ausstattung. Auch die Träger der Betreuung sehen darin eine bessere Lösung. Die nun geplante Maßnahme würde ohne Mehrwert lediglich verlagern, nicht verbessern. Hinzu kommt: Der jahrelang herbeigesehnte, neu auf dem Schulhof aufgestellte Mensa-Container bietet nun die Möglichkeit, die Kinder vor Ort zu versorgen. Mit einer Außenstelle Erasmusschule würde diese Lösung ad absurdum geführt, denn an der Außenstelle würde wieder eine Verpflegungsmöglichkeit fehlen. Die Stadt Frankfurt ist aufgefordert, kindgerechte und praktikable Lösungen zu schaffen - gemeinsam mit allen Beteiligten. Kinder müssen im Zentrum der Planung stehen, nicht Verwaltungslösungen ohne pädagogischen Rückhalt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 21. Mai 2025 brachte BFF-BIG diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.07.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU und AfD (= Annahme) sowie Linke und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) Volt (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, Linke, FDP, Volt, dFfm, ÖkoLinX-ARL und fraktionslos gegen SPD (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, BFF-BIG und AfD (= Annahme) sowie Linke, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)