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Städtekonferenz "Sicherer Hafen" in Frankfurt

Vorlagentyp: NRCDU
3 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt soll eine europäische Städtekonferenz "Sicherer Hafen" organisieren, um zivilgesellschaftliche Organisationen zu vernetzen, die sich für Seenotrettung und humanitäre Hilfe für Geflüchtete einsetzen. Dies wird als notwendiger Schritt angesehen, um die Solidarität mit Geflüchteten zu zeigen und konkrete Maßnahmen zur Unterstützung zu ergreifen.

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Stadt Frankfurt organisiert eine europaweite Städtekonferenz "Sicherer Hafen" mit dem Ziel der Vernetzung zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen, die sich für die Seenotrettung und die humanitäre Hilfe für Geflüchtete einsetzen.

Die Städtekonferenz wird von der Stadt Frankfurt finanziert und durchgeführt.

Begründung

Frankfurt hat sich mit dem Koalitionsantrag NR 103/21 am 23.09.2021 zum Sicheren Hafen erklärt. Die Stadt hat sich damit verpflichtet, mehr Geflüchtete über den Königsteiner Schlüssel hinaus aufzunehmen. In einer Antwort erklärt der Magistrat, dass nach Beschlussfassung keine Geflüchteten über das Kontingent hinaus aufgenommen wurden (mit Ausnahme von 2022 und 2023 im Zuge des Anstiegs ukrainischer Geflüchteter, die sich jedoch aufgrund der Massenzustrom-Richtlinie der EU in einer Stadt oder einem Landkreis ihrer Wahl niederlassen konnten). Die Stadt Frankfurt hat weder eine Patenschaft für ein Seenotrettungsschiff übernommen, noch wie beschlossen eine symbolische Spende für die zivile Seennotrettung in Höhe von 20.000 Euro getätigt. Frankfurt als Sicherer Hafen ist bisher kaum mehr als eine Solidaritätserklärung. Trotzdem beteuert die Stadt Frankfurt immer wieder: "Es ist unerträglich, dass Tag für Tag Menschen auf dem Mittelmeer sterben, weil sie in Seenot geraten. Deshalb stehen wir weiter im Austausch mit Netzwerken wie der Seebrücke und Vereinen, die die Seenotrettung organisieren." Die Stadt muss den Worten endlich Taten folgen lassen und die Vernetzung aktiv vorantreiben. Vom 25. bis 26. Juni. 2021 fand die internationale Städtekonferenz "From sea to city" statt, ein Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die bereits seit Jahren an vorderster Front für die Rechte von Migrant*innen kämpfen. An der Vernetzungskonferenz nahmen Vertreter*innen von Städten und Kommunen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden und Griechenland teil und verabschiedeten gemeinsame Ziele. Die Konferenz war ein wichtiges Vernetzungsformat zivilgesellschaftlicher Akteur*innen, die sich für sichere Fluchtwege und die Entkriminalisierung der Seenotrettung einsetzt. Gerade in Zeiten des zunehmenden Rechtsrucks und der Verschärfung der europäischen Abschottungspolitik muss Frankfurt ein Zeichen setzen gegen die humanitäre Katastrophe an den EU-Außengrenzen. Die Ausrichtung einer Städtekonferenz ist eine wirksame Maßnahme, um solidarische Strukturen für die Aufnahme von Geflüchteten aufzubauen, kommunale Aufnahmeprogramme weiterzuentwickeln und den Druck gegen das Sterben am Mittelmeer zu erhöhen. Das Bekenntnis zum Sicheren Hafen muss endlich Praxis werden und eine Städtekonferenz kann ein erster wichtiger Schritt sein. Frankfurt muss mehr als nur Signale der Solidarität aussenden und endlich anfangen, konkrete Hilfe für Menschen zu bieten, die auf der Flucht sind und in Europa Schutz suchen. Die Ausrichtung einer Vernetzungskonferenz "Sicherer Hafen" wäre ein wichtiger kommunaler Beitrag.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 5. Mai 2025 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 05.06.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 36 · 22.05.2025
TO I, TOP 12
Zur Kenntnis
Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Soziales und Gesundheit die Beratung der Vorlage NR 1226 auf den Ausschuss für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa delegiert hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION

Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 36 · 02.06.2025
TO I, TOP 5
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1226 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVoltBFF-BIGStadtv. Bäppler-Wolf
Ablehnung:
LinkeFRAKTIONÖkoLinX-ELFStadtv. Yilmaz
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt gegen Linke und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF und Stadtv. Yilmaz (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 41 · 05.06.2025
TO II, TOP 15
Abgelehnt
Die Vorlage NR 1226 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPBFF-BIGAfDVoltStadtv. Bäppler-Wolf
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ELFFRAKTIONStadtv. Yilmaz
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt und Stadtv. Bäppler-Wolf gegen Linke, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Stadtv. Yilmaz (= Annahme)

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