Note „mangelhaft“ für den ADAC-Taxi-Test
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Thema Wirtschaft und Tourismus verfolgenBegründung
ADAC-Taxi-Test Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat fordert den ADAC zu einer Stellungnahme zu seinem kürzlich veröffentlichten Taxi-Test auf, bei dem die Stadt Frankfurt am Main den letzten Platz belegte. Begründung: Der ADAC veröffentlichte kürzlich einen Test des Taxigewerbes in 10 deutschen Großstädten (http:/ /www.adac.de/Tests/Mobilitaet_und_Reise/taxitest/default.asp). Der Test wurde von der Öffentlichkeit mit großem Interesse aufgenommen und sorgte vor allem in Frankfurt am Main (als Stadt der "schlechtesten Taxifahrer") für Diskussionen in den Medien und Anfragen in der Stadtverordnetenversammlung. Angesichts des für die Stadt Frankfurt am Main wenig erfreulichen Testergebnisses sollte man die Methodik, Auswertung und Präsentation des Tests kritisch betrachten. Abgesehen von der geringen Anzahl an Testfahrten waren als Prüfvariablen teilweise Kriterien festgelegt, die nicht vorgeschrieben sind (u.a. sichtbar angebrachter Fahrerausweis, Kenntnisse über Restaurants) und/oder deren Sinnhaftigkeit zumindest zweifelhaft ist (Gurtaufkleber). Ebenso fanden sich Prüfkriterien, deren Beurteilunggrundlagen nicht erläutert werden und die einer subjektiven Bewertung unterliegen (Sauberkeit von Fahrzeug und Fahrer, Höflichkeit). Insoweit sind zumindest erhebliche Zweifel an Repräsentativität, Validität und Spezifität des Tests angebracht. Darüber hinaus ist auch die Präsentation der Testergebnisse äußerst fragwürdig: so wurde z.B. bei der (angeblich) tatsächlich von einem Taxi gefahrenen Route Alte Oper - Restaurant Weiße Lilie (Berger Strasse) die Friedberger Anlage und die Berger Straße entgegen der Einbahnstraße befahren, was zumindest bei der angegebenen Uhrzeit (14:10 Uhr) aufgrund des starken Verkehrs mit Sicherheit unmöglich ist. In der neuesten Ausgabe der ADAC-Motorwelt (Dez. 2008, S. 56) wird dann berichtet, dass "schon beim Einsteigen ins Taxi am Frankfurter Gänsemarkt" dem Fahrgast "muffiger Geruch" entgegenströmte. Ganz offensichtlich hat der ADAC eine negativ verlaufene Testfahrt einfach von Hamburg nach Frankfurt verortet, möglicherweise um das "negative" Testergebnis der Frankfurter Taxifahrer zu untermauern. Alleine an diesen wenigen Beispielen wird erkennbar, dass der ADAC seine Tests nicht mit der gebotenen Sorgfalt geplant und durchgeführt hat. Das gesamte Testergebnis ist damit wertlos und kann daher nicht als Grundlage für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema dienen, selbst wenn die Kritik an der einen oder anderen Stelle zutreffen sollte. Angesichts der Verbreitung der ADAC-Motorwelt und der Reputation, die der ADAC in weiten Teilen der Bevölkerung genießt, sollte der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main den ADAC zu einer Stellungnahme auffordern.
Inhalt
Antrag vom 23.12.2008, NR 1225
Betreff: Note "mangelhaft" für den ADAC-Taxi-Test Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat fordert den ADAC zu einer Stellungnahme zu seinem kürzlich veröffentlichten Taxi-Test auf, bei dem die Stadt Frankfurt am Main den letzten Platz belegte.
Begründung: Der ADAC veröffentlichte kürzlich einen Test des Taxigewerbes in 10 deutschen Großstädten (http:/ /www.adac.de/Tests/Mobilitaet_und_Reise/taxitest/default.asp). Der Test wurde von der Öffentlichkeit mit großem Interesse aufgenommen und sorgte vor allem in Frankfurt am Main (als Stadt der "schlechtesten Taxifahrer") für Diskussionen in den Medien und Anfragen in der Stadtverordnetenversammlung. Angesichts des für die Stadt Frankfurt am Main wenig erfreulichen Testergebnisses sollte man die Methodik, Auswertung und Präsentation des Tests kritisch betrachten. Abgesehen von der geringen Anzahl an Testfahrten waren als Prüfvariablen teilweise Kriterien festgelegt, die nicht vorgeschrieben sind (u.a. sichtbar angebrachter Fahrerausweis, Kenntnisse über Restaurants) und/oder deren Sinnhaftigkeit zumindest zweifelhaft ist (Gurtaufkleber). Ebenso fanden sich Prüfkriterien, deren Beurteilunggrundlagen nicht erläutert werden und die einer subjektiven Bewertung unterliegen (Sauberkeit von Fahrzeug und Fahrer, Höflichkeit). Insoweit sind zumindest erhebliche Zweifel an Repräsentativität, Validität und Spezifität des Tests angebracht. Darüber hinaus ist auch die Präsentation der Testergebnisse äußerst fragwürdig: so wurde z.B. bei der (angeblich) tatsächlich von einem Taxi gefahrenen Route Alte Oper - Restaurant Weiße Lilie (Berger Strasse) die Friedberger Anlage und die Berger Straße entgegen der Einbahnstraße befahren, was zumindest bei der angegebenen Uhrzeit (14:10 Uhr) aufgrund des starken Verkehrs mit Sicherheit unmöglich ist. In der neuesten Ausgabe der ADAC-Motorwelt (Dez. 2008, S. 56) wird dann berichtet, dass "schon beim Einsteigen ins Taxi am Frankfurter Gänsemarkt" dem Fahrgast "muffiger Geruch" entgegenströmte. Ganz offensichtlich hat der ADAC eine negativ verlaufene Testfahrt einfach von Hamburg nach Frankfurt verortet, möglicherweise um das "negative" Testergebnis der Frankfurter Taxifahrer zu untermauern. Alleine an diesen wenigen Beispielen wird erkennbar, dass der ADAC seine Tests nicht mit der gebotenen Sorgfalt geplant und durchgeführt hat. Das gesamte Testergebnis ist damit wertlos und kann daher nicht als Grundlage für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema dienen, selbst wenn die Kritik an der einen oder anderen Stelle zutreffen sollte. Angesichts der Verbreitung der ADAC-Motorwelt und der Reputation, die der ADAC in weiten Teilen der Bevölkerung genießt, sollte der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main den ADAC zu einer Stellungnahme auffordern.Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Recht, Verwaltung und Sicherheit Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 30.12.2008
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Dezember 2008 brachte FAG diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 29.01.2009 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. und FAG (= Annahme) sowie BFF (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Ablehnung) NPD (= Prüfung und Berichterstattung) ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, REP und NPD gegen LINKE., FAG und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie BFF (= Prüfung und Berichterstattung)