Auskunft des Magistrats über Flugunfall
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- Entwicklung Gewerbeflächen Talstraße/Carbonestraße19.06.2026 · V (Auskunftsersuchen)
- Erneuerung der Markierung des Fußgängerüberwegs in der Kalbacher Hauptstraße / Ecke Lange Meile sowie Kontrolle aller Markierungen in der Kalbacher Hauptstraße15.06.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Neues zu Kalbacher Hauptstraße per E-MailBegründung
Flugunfall Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, in der Plenarsitzung am 20.11.2014 Auskunft darüber zu erteilen, wann er Kenntnis von dem Flugunfall am 08.10.2014 erhalten hat und was er nach Bekanntwerden konkret unternommen hat. Begründung: Am 08.10.2014 gegen 14.30 fiel von einem landenden Flugzeug - wahrscheinlich eine B 744 der Korean Airline (Flug KAL 529) - ein großes Metallteil ab. Wie sich später zeigte, handelte es sich um eine etwa 4,5 x 1 m Landeklappe. Das Flugzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt über dem Stadtwald im Bereich des Monte Scherbelino. Das Ereignis wurde von einem Bewohner in Sachsenhausen beobachtet. Auch wenn der Pilot den Verlust der Klappe wahrscheinlich während des Fluges nicht bemerkt hat, muss dieser Verlust unmittelbar nach der Landung beim obligatorischen Lande-Check aufgefallen sein. Nach Pressemeldungen hatte die Polizei bereits unmittelbar nach dem Ereignis Kenntnis von dem Metallteil und suchte den Stadtwald ab - fand jedoch nichts. Gefunden wurde die Klappe am 15.10.2014 gegen 20.00 h - also eine Woche später (Abb. 1). Das Teil wurde geborgen und zunächst zum Flughafen gebracht und von dort nach Braunschweig zur Untersuchung durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Die Bürgerinitiativen bezeichneten den Vorfall als "Skandal". Dieser liegt jedoch weniger darin, dass sich ein Flugzeugteil während des Fluges gelöst hat, sondern vielmehr darin, dass es mehr als eine Woche dauerte, bis dieses gefunden wurde. Ganz offensichtlich hat niemand mit der erforderlichen Intensität nach dem Teil gesucht. Dies wäre jedoch auf jeden Fall erforderlich gewesen. Nach den Pressemitteilungen wurden der Flughafenbetreiber und die Polizei unmittelbar nach der Landung über den Vorfall informiert, indirekt auch die BFU. Bekannt waren zu diesem Zeitpunkt Art und Größe des verlorenen Teils. Vermutet werden konnte weiterhin die Stelle, an der das Teil verloren gegangen war, da diese im Bereich der Anfluggrundlinie liegen musste - dort wo die Klappe ausgefahren bzw. deren Stellung verändert wurde (hätte anhand des Flugschreibers rekonstruiert werden können). Das fragliche Areal ließ sich damit auf wenige Hektar eingrenzen. Es ist ganz offensichtlich, dass das Teil groß und schwer genug war, um eine Person ernsthaft zu verletzen oder zu töten. Niemand konnte daher ausschließen, dass nicht ein Waldspaziergänger von dem Teil getroffen und möglicherweise schwer verletzt und bewusstlos im Wald lag. Alleine aus diesem Grund hätte unmittelbar nach Bekanntwerden des Ereignisses eine Suche erfolgen müssen, die solange fortzusetzen gewesen wäre, bis das Teil gefunden worden wäre. Das ist jedoch ganz offensichtlich nicht erfolgt. Fraport nahm zwar "den Vorfall sehr ernst", wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers erklärte, verharrte ansonsten jedoch in gewohnt krimineller Untätigkeit. Die Polizei begab sich zwar auf die Suche, fand jedoch nichts. Wahrscheinlich wurden zwei Beamte in den Wald beordert und haben nach 30 Minuten die Suche erfolglos abgebrochen. Auch der Magistrat der Stadt Frankfurt - Eigentümerin des Stadtwaldes und Miteigentümerin des Flughafenbetreibers - zeigte sich völlig desinteressiert. Die Bevölkerung wurde über den Vorfall durch den Magistrat mit keiner Silbe informiert - weder unmittelbar nach dem Ereignis noch nach Auffinden des Teils. So vermeldete das Presse- und Informationsamt am 16.10.2014, als die Meldung in allen Zeitungen auf der ersten Seite stand wichtige Neuigkeiten wie z.B. "Kalbacher Hauptstraße wird gesperrt", "Bauarbeiten in Alt-Fechenheim: Busse werden umgeleitet", "15 Jahre Kaisermarkt", "Ralf König und die Elftausend Jungfrauen", "Baumfällarbeiten in Heddernheim" - kein Hinweis auf den Flugunfall. Der Magistrat soll daher aufgefordert werden, zu welchem Zeitpunkt er Kenntnis von dem Vorfall erhalten hat und was er konkret unternommen hat, um das Flugzeugteil aufzufinden und eine Verletzung von Personen auszuschließen bzw. ggf. verletzte Personen zu retten. RÖMER-Fraktion Stv. Bernhard E. Ochs Stv. Dr. Dr. Rainer Rahn Stv. Dr. Erhard Römer Abb. 1 Das im Stadtwald aufgefundene Flugzeugteil (Quelle: BI Sachsenhausen)
Inhalt
Antrag vom 21.10.2014, NR 1047
Betreff: Auskunft des Magistrats über Flugunfall Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert, in der Plenarsitzung am 20.11.2014 Auskunft darüber zu erteilen, wann er Kenntnis von dem Flugunfall am 08.10.2014 erhalten hat und was er nach Bekanntwerden konkret unternommen hat.
Begründung: Am 08.10.2014 gegen 14.30 fiel von einem landenden Flugzeug - wahrscheinlich eine B 744 der Korean Airline (Flug KAL 529) - ein großes Metallteil ab. Wie sich später zeigte, handelte es sich um eine etwa 4,5 x 1 m Landeklappe. Das Flugzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt über dem Stadtwald im Bereich des Monte Scherbelino. Das Ereignis wurde von einem Bewohner in Sachsenhausen beobachtet. Auch wenn der Pilot den Verlust der Klappe wahrscheinlich während des Fluges nicht bemerkt hat, muss dieser Verlust unmittelbar nach der Landung beim obligatorischen Lande-Check aufgefallen sein. Nach Pressemeldungen hatte die Polizei bereits unmittelbar nach dem Ereignis Kenntnis von dem Metallteil und suchte den Stadtwald ab - fand jedoch nichts. Gefunden wurde die Klappe am 15.10.2014 gegen 20.00 h - also eine Woche später (Abb. 1). Das Teil wurde geborgen und zunächst zum Flughafen gebracht und von dort nach Braunschweig zur Untersuchung durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Die Bürgerinitiativen bezeichneten den Vorfall als "Skandal". Dieser liegt jedoch weniger darin, dass sich ein Flugzeugteil während des Fluges gelöst hat, sondern vielmehr darin, dass es mehr als eine Woche dauerte, bis dieses gefunden wurde. Ganz offensichtlich hat niemand mit der erforderlichen Intensität nach dem Teil gesucht. Dies wäre jedoch auf jeden Fall erforderlich gewesen. Nach den Pressemitteilungen wurden der Flughafenbetreiber und die Polizei unmittelbar nach der Landung über den Vorfall informiert, indirekt auch die BFU. Bekannt waren zu diesem Zeitpunkt Art und Größe des verlorenen Teils. Vermutet werden konnte weiterhin die Stelle, an der das Teil verloren gegangen war, da diese im Bereich der Anfluggrundlinie liegen musste - dort wo die Klappe ausgefahren bzw. deren Stellung verändert wurde (hätte anhand des Flugschreibers rekonstruiert werden können). Das fragliche Areal ließ sich damit auf wenige Hektar eingrenzen. Es ist ganz offensichtlich, dass das Teil groß und schwer genug war, um eine Person ernsthaft zu verletzen oder zu töten. Niemand konnte daher ausschließen, dass nicht ein Waldspaziergänger von dem Teil getroffen und möglicherweise schwer verletzt und bewusstlos im Wald lag. Alleine aus diesem Grund hätte unmittelbar nach Bekanntwerden des Ereignisses eine Suche erfolgen müssen, die solange fortzusetzen gewesen wäre, bis das Teil gefunden worden wäre. Das ist jedoch ganz offensichtlich nicht erfolgt. Fraport nahm zwar "den Vorfall sehr ernst", wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers erklärte, verharrte ansonsten jedoch in gewohnt krimineller Untätigkeit. Die Polizei begab sich zwar auf die Suche, fand jedoch nichts. Wahrscheinlich wurden zwei Beamte in den Wald beordert und haben nach 30 Minuten die Suche erfolglos abgebrochen. Auch der Magistrat der Stadt Frankfurt - Eigentümerin des Stadtwaldes und Miteigentümerin des Flughafenbetreibers - zeigte sich völlig desinteressiert. Die Bevölkerung wurde über den Vorfall durch den Magistrat mit keiner Silbe informiert - weder unmittelbar nach dem Ereignis noch nach Auffinden des Teils. So vermeldete das Presse- und Informationsamt am 16.10.2014, als die Meldung in allen Zeitungen auf der ersten Seite stand wichtige Neuigkeiten wie z.B. "Kalbacher Hauptstraße wird gesperrt", "Bauarbeiten in Alt-Fechenheim: Busse werden umgeleitet", "15 Jahre Kaisermarkt", "Ralf König und die Elftausend Jungfrauen", "Baumfällarbeiten in Heddernheim" - kein Hinweis auf den Flugunfall. Der Magistrat soll daher aufgefordert werden, zu welchem Zeitpunkt er Kenntnis von dem Vorfall erhalten hat und was er konkret unternommen hat, um das Flugzeugteil aufzufinden und eine Verletzung von Personen auszuschließen bzw. ggf. verletzte Personen zu retten. RÖMER-Fraktion Stv. Bernhard E. Ochs Stv. Dr. Dr. Rainer Rahn Stv. Dr. Erhard Römer Abb. 1 Das im Stadtwald aufgefundene Flugzeugteil (Quelle: BI Sachsenhausen)Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Umwelt und Sport Versandpaket: 22.10.2014
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 21. Oktober 2014 brachte RÖMER diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 20.11.2014 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, LINKE., FREIE WÄHLER und RÖMER gegen FDP (= Ablehnung); CDU und GRÜNE (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FREIE WÄHLER und RÖMER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL und REP (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FREIE WÄHLER, RÖMER, ÖkoLinX-ARL und REP (= Annahme)