Verkehrssicherheit erhöhen I - Regeln gelten auch für Radfahrer!
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Verkehrssicherheit für Radfahrer in Frankfurt zu erhöhen, indem eine spezielle Einsatzgruppe zur Kontrolle von Verkehrsregeln eingerichtet wird. Dies soll durch Informationskampagnen und technische Maßnahmen wie Fahrradampeln unterstützt werden. Das erwartete Ergebnis ist eine verbesserte Einhaltung der Verkehrsregeln durch Radfahrer und somit eine erhöhte Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.
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Thema Fahrradfahren verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird damit beauftragt
- ) bei der Städtischen Verkehrspolizei eine Einsatzgruppe "Fahrradkontrolle" einzurichten, welche die Einhaltung von verkehrsrechtlichen Vorschriften durch Fahrradfahrer im Stadtgebiet flächendeckend kontrolliert
- ) die Mitarbeiter der Einsatzgruppe "Fahrradkontrolle" durch entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote in die Lage zu versetzen, die gesetzlichen Möglichkeiten zur Ahndung von Regelverstößen durch Fahrradfahrer voll auszuschöpfen
- ) eine breit angelegte Informationskampagne durchzuführen, um Radfahrer in Frankfurt über deren Pflichten im Straßenverkehr aufzuklären und für die Einhaltung der geltenden Regeln zu sensibilisieren
- ) zu prüfen und zu berichten, inwieweit an besonders stark frequentierten bzw. neuralgischen Kreuzungen die Verkehrssicherheit durch die zusätzliche Installation von Fahrradampeln das regelmäßig zu beobachtende Missachten der roten Fahrbahnampel durch Radfahrer reduziert werden kann
- ) zu prüfen und zu berichten, inwieweit durch die Anbringung von Haltegriffen an Ampeln das Anhalten für Radfahrer bei Rot komfortabler gemacht werden kann und diesen damit letztlich ein regelkonformes Verkehrsverhalten zu erleichtern.
Begründung
Der immer stärker zunehmende Radverkehr bringt nicht nur ökologische und gesundheitliche Vorteile mit sich. Leider ist immer häufiger zu beobachten, dass Radfahrer sich nicht an die geltenden Verkehrsregeln halten. Einige verhalten sich zudem in besonders hohem Maße rücksichtslos. Damit gefährden sie nicht nur sich selbst, sondern vor allem Fußgänger und hier insbesondere Kinder und Senioren, welche mit Abstand die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind. Zu nennen sind hier in erster Linie das Befahren von Gehwegen, Rotlicht- und Vorfahrtsverstöße sowie die Missachtung der Schrittgeschwindigkeit, z. B. in Fußgängerzonen oder auf Gehwegen mit dem Zusatzschild "Radfahren frei". Durch die Erlaubnisfreiheit des Radfahrens und die fehlende Zulassungspflicht von Fahrrädern gestaltet sich die Ahnung von Verkehrsverstößen äußerst schwierig. Daher ist es notwendig, durch den Einsatz der Städtischen Verkehrspolizei die Kontrolldichte deutlich zu erhöhen. Hierzu sollte eine auf Fahrradverkehrsverstöße spezialisierte Einsatzgruppe gebildet werden, die Verstöße schnell erkennt und entsprechend ahndet. Eine konsequente Kontrolle und Sanktionierung von Regelverstößen durch Radfahrer ist auch deshalb nötig, um diese nicht zur Gewohnheit werden zu lassen, was in Frankfurt - aufgrund des diesbezüglich bislang vom Magistrat praktizierten "Laissez-faire" bereits in erschreckend hohem Maße der Fall ist. Nur so ist bei weiter zunehmendem Radverkehr sichergestellt, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt und sicher partizipieren können. Unterstützt werden soll die Arbeit der Einsatzgruppe "Fahrradverkehr" durch eine breit angelegte Informationskampagne, die zur Bewusstseinsschärfung und Sensibilisierung der Radfahrer in Frankfurt beiträgt. Zudem soll der Magistrat prüfen und berichten, inwieweit Rotlichtverstöße durch Radfahrer durch die zusätzliche Anbringung von Fahrradampeln und sogenannten "Ampelgriffen" reduziert werden können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 5. November 2024 brachte BFF-BIG diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 27.02.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Ablehnung) Stadtv. Dr. Schulz (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION, BFF-BIG, IBF und Gartenpartei
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION, BFF-BIG, Gartenpartei und Stadtv. Dr. Schulz
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei gegen BFF-BIG (= Annahme)