Philipp Veits „Germania“ zurück in die Frankfurter Paulskirche
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
in die Frankfurter Paulskirche Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten zu prüfen und zu berichten, inwieweit die Möglichkeit besteht, das historische Gemälde der Germania oder eine Kopie hiervon wieder in der Frankfurter Paulskirche zu platzieren. Begründung: Ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion (NR1090 vom 11.12.2014) wurde im Januar 2015 mit den Stimmen der damaligen Koalitionsfraktionen von CDU und Grünen abgelehnt. Die Fraktionen der SPD, der FDP, der Freien Wähler und die Römer-Fraktion stimmten dem Antrag zu. Die Linke-Fraktion votierte auf Prüfung und Berichterstattung. Gerade auch im Zuge einer Sanierung der Paulskirche hat der damalige Antrag wieder an Aktualität gewonnen. Außerdem haben sich die Mehrheitsverhältnisse der Fraktionen im Römer durch die Kommunalwahl 2016 erheblich verändert. Dies lässt eine wiederholte Abstimmung des damaligen Anliegens für geboten erscheinen. Hier der damalige Begründungstext: "Mit der Einberufung der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am Main erfüllte sich eine der zentralen Forderungen der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung. Obwohl Wien und Berlin eindeutig die politischen Machtzentren im Deutschen Bund bildeten, gab es innerhalb der Einheits- und Freiheitsbewegung nie ernsthafte Zweifel daran, dass ein zukünftiges deutsches Nationalparlament in Frankfurt am Main als der Stadt, in der mit der Bundesversammlung die einzige Institution des Deutschen Bundes residierte, zusammentreten müsse. Mit den Beschlüssen vom 30. März und 7. April 1848 wurden die einzelstaatlichen Regierungen vom Bundestag, der Versammlung weisungsgebundener Bevollmächtigter der deutschen Bundesstaaten, aufgefordert, Wahlen zu einer konstituierenden deutschen Nationalversammlung auszuschreiben. In Frankfurt am Main wurde schließlich die neue Bundesverfassung erarbeitet. Dieses historische Ereignis in der Stadt Frankfurt am Main wurde künstlerisch unterstrichen durch den Frankfurter Maler Philipp Veit (1793-1877) und sein Gemälde der Germania. Das Gemälde schmückte die Paulskirche in Frankfurt während Parlamentarier aus dem ganzen Land versuchten, eine einheitliche Verfassung für das in Kleinstaaten gegliederte Deutschland auszuhandeln. Sie hing dabei vor der Orgel, genau über dem Rednerpult. Veit hatte sich als ehemaliger Teilnehmer an den deutschen Befreiungskriegen 1813-14 schon früh mit dem Thema der nationalen Einheit Deutschlands in Gestalt der allegorischen Germania-Figur befasst. Auf dem Gemälde ist die Germania als Allegorie auf die sich bildende deutsche Nation vor der aufgehenden Sonne dargestellt. Im Vordergrund liegen zur Demonstration der jüngst gewonnenen Freiheit zersprengte Eisenketten. Heute befindet sich das Gemälde der Germania im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Eine Kopie befindet sich im Haus der Geschichte in Bonn und eine weitere im Berliner Hanfmuseum. Durch die Anbringung der Germania würde die historische Bedeutung der Frankfurter Paulskirche noch stärker sichtbar gemacht werden." (https://de.wikipedia.org/wiki/Germania_(Paulskirche)# /media/Datei:Image_Germania_(painting).jpg, 28.10.2019)
Inhalt
Antrag vom 31.10.2019, NR 1013
Betreff: Philipp Veits "Germania" zurück in die Frankfurter Paulskirche Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten zu prüfen und zu berichten, inwieweit die Möglichkeit besteht, das historische Gemälde der Germania oder eine Kopie hiervon wieder in der Frankfurter Paulskirche zu platzieren.
Begründung: Ein entsprechender Antrag der FDP-Fraktion (NR1090 vom 11.12.2014) wurde im Januar 2015 mit den Stimmen der damaligen Koalitionsfraktionen von CDU und Grünen abgelehnt. Die Fraktionen der SPD, der FDP, der Freien Wähler und die Römer-Fraktion stimmten dem Antrag zu. Die Linke-Fraktion votierte auf Prüfung und Berichterstattung. Gerade auch im Zuge einer Sanierung der Paulskirche hat der damalige Antrag wieder an Aktualität gewonnen. Außerdem haben sich die Mehrheitsverhältnisse der Fraktionen im Römer durch die Kommunalwahl 2016 erheblich verändert. Dies lässt eine wiederholte Abstimmung des damaligen Anliegens für geboten erscheinen. Hier der damalige Begründungstext: "Mit der Einberufung der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am Main erfüllte sich eine der zentralen Forderungen der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung. Obwohl Wien und Berlin eindeutig die politischen Machtzentren im Deutschen Bund bildeten, gab es innerhalb der Einheits- und Freiheitsbewegung nie ernsthafte Zweifel daran, dass ein zukünftiges deutsches Nationalparlament in Frankfurt am Main als der Stadt, in der mit der Bundesversammlung die einzige Institution des Deutschen Bundes residierte, zusammentreten müsse. Mit den Beschlüssen vom 30. März und 7. April 1848 wurden die einzelstaatlichen Regierungen vom Bundestag, der Versammlung weisungsgebundener Bevollmächtigter der deutschen Bundesstaaten, aufgefordert, Wahlen zu einer konstituierenden deutschen Nationalversammlung auszuschreiben. In Frankfurt am Main wurde schließlich die neue Bundesverfassung erarbeitet. Dieses historische Ereignis in der Stadt Frankfurt am Main wurde künstlerisch unterstrichen durch den Frankfurter Maler Philipp Veit (1793-1877) und sein Gemälde der Germania. Das Gemälde schmückte die Paulskirche in Frankfurt während Parlamentarier aus dem ganzen Land versuchten, eine einheitliche Verfassung für das in Kleinstaaten gegliederte Deutschland auszuhandeln. Sie hing dabei vor der Orgel, genau über dem Rednerpult. Veit hatte sich als ehemaliger Teilnehmer an den deutschen Befreiungskriegen 1813-14 schon früh mit dem Thema der nationalen Einheit Deutschlands in Gestalt der allegorischen Germania-Figur befasst. Auf dem Gemälde ist die Germania als Allegorie auf die sich bildende deutsche Nation vor der aufgehenden Sonne dargestellt. Im Vordergrund liegen zur Demonstration der jüngst gewonnenen Freiheit zersprengte Eisenketten. Heute befindet sich das Gemälde der Germania im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Eine Kopie befindet sich im Haus der Geschichte in Bonn und eine weitere im Berliner Hanfmuseum. Durch die Anbringung der Germania würde die historische Bedeutung der Frankfurter Paulskirche noch stärker sichtbar gemacht werden." (https://de.wikipedia.org/wiki/Germania_(Paulskirche)# /media/Datei:Image_Germania_(painting).jpg, 28.10.2019)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 31. Oktober 2019 brachte AfD diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 30.01.2020 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FRAKTION gegen AfD (= Annahme); FRANKFURTER (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF (= Annahme) ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und ÖkoLinX-ARL gegen AfD und BFF (= Annahme); FRANKFURTER (= Enthaltung)