Modernisierung und Sanierung der Michael-Grzimek-Schule
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Vortrag des Magistrats vom 01.06.2007, M 96
Betreff: Modernisierung und Sanierung der Michael-Grzimek-Schule Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 22.06.2006, § 373
- Es dient zur Kenntnis, dass Mittel in Höhe von 6.368.000,00 € brutto erforderlich werden. Die Mittel werden entsprechend bewilligt.
- Es dient zur Kenntnis, dass im Investitionsprogramm 2007 bis 2010 für die Gesamtmaßnahme 2.610.000 € enthalten sind. Die darüber hinaus benötigten Mittel i. H. v. 3.758.000 € wurden für das Investitionsprogramm 2008 bis 2011 angemeldet (siehe Beschluss § 373 vom 22.06.06).
- Es dient weiter zur Kenntnis, dass
- a)die Finanzierung im Rahmen der Gesamtdeckung des Investitionshaushalts aus Krediten erfolgt
- b)nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus die Turnhalle und räumliche Anpassung an den Ganztagesschulbedarf zu realisieren ist.
- Für die Baumaßnahme ist folgender Finanzierungsablauf zu erwarten: Jahr Verpflichtung Mittelabfluss 2006 134.440,61 € 134.440,61 € 2007 3.634.000,00 € 634.000,00 € 2008 2.599.559,39 € 4.850.000,00 € 2009 - 749.559,39 €
- Mit der Baumaßnahme wird im Herbst 2007 begonnen. Begründung:
- A)Zielsetzung Gemäß den Festlegungen im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 373 vom 22.06.2006 soll die Michael-Grzimek-Schule modernisiert und erweitert werden. Die Michael- Grzimek -Schule ist eine 4-zügige Grundschule, die derzeit von 355 Schülerinnen und Schülern besucht wird. Die Schule besteht gegenwärtig aus einer Ansammlung von Gebäuden und Containern, die als Folge des ständig steigenden Raumbedarfs in den letzen Jahrzehnten sukzessive hinzugefügt wurden. Eine sinnvolle funktionale Struktur die den Anforderungen an ein zeitgemäßes "Lernen" gerecht wird, konnte so nicht entstehen. Die Anordnung der Gebäude wirkt zufällig. Die zwischen den Gebäuden verbleibenden "Resträume" bilden den Schulhof, der einerseits für die Schüler wenig attraktiv ist, andererseits aufgrund seiner Unübersichtlichkeit immer wieder zu problematischen Aufsichtssituationen führt. Hinzu kommt, dass einige Räume konstruktive Mängel aufweisen, die die Nutzung nachhaltig beeinträchtigen. Sämtliche Baukörper wurden konstruktiv und bauphysikalisch intensiv untersucht und auf ihre wirtschaftliche, energetische Sanierungsfähigkeit hin überprüft. Es stellte sich dabei heraus, dass bei einigen Gebäuden eine Sanierung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll ist (Container, Schulpavillon, Toilettenanlage, Turnraum) bei anderen eine Sanierung im Vergleich zu Abriss und Neubau aber signifikante finanzielle Vorteile hat (Altbau, Schusterbau). Das wichtigste Ziel der Maßnahme besteht in der Umsetzung eines schlüssigen, in die Zukunft weisenden Gesamtkonzeptes für die Michael-Grzimek-Schule. Statt weiterhin auf momentane Bedarfsänderungen mit singulären baulichen Maßnahmen zu reagieren, wurde ein Gesamtkonzept für die Schule entwickelt. Darin werden zukünftige Entwicklungen bereits heute berücksichtigt, so dass auf jede denkbare Veränderung mit einer funktionalen, qualitätvollen und vor allem wirtschaftlichen Lösung reagiert werden kann. Die Toilettenanlage, die sich derzeit im Zentrum der Schule befindet und aufgrund ihrer Entfernung zu den Unterrichtsräumen aus sicherheitstechnischen Gründen problematisch ist, wird zu Gunsten einer dezentralen Anordnung der Sanitärräume aufgegeben. An diese Stelle wird stattdessen ein großzügiger heller Raum angeordnet, der den Altbau mit dem sanierten Erweiterungsbau verbinden wird. Dieser Raum wird das "Herz" der Schule darstellen. Er soll in einer ersten Phase als zentrale Bibliothek genutzt werden, kann aber bei einer Umwandlung der Schule in eine Ganztagsschule problemlos in eine zentrale Schülermensa bzw. Cafeteria umfunktioniert werden. Die Bibliothek könnte dann in eine bereits planerisch durchgearbeitete, ebenso attraktive Raumzone im Erweiterungsbau verlegt werden. Die Größe der Bibliothek ist so ausgelegt, dass das derzeitige Defizit an einen attraktiven Lese- und Medienraum gelöst wird. Der Leseerziehung und Hinführung zum Buch kommt im Rahmen aktueller Erkenntnisse eine besondere Rolle zu. Die Schulbibliothek soll ein Gegengewicht zur medialen Reizüberflutung einnehmen und neben dem Zugang zu Büchern und Zeitschriften insbesondere Raum zum ruhigen Spiel, zum Rückzug aber auch zu Unterrichtszwecken in Klassenstärke bieten. Bei einer geplanten Weiterentwicklung der Michael-Grzimek-Schule in eine Ganztagsschule könnten in dem neuen Verbindungsbau 60 Kinder gleichzeitig verpflegt werden. Durch den üblichen Dreischichtbetrieb entspräche dies einem möglichen Versorgungsgrad von ca. 50% der Schülerinnen und Schüler der Michael-Grzimek-Schule. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Schule räumlich bis an ihre Grenzen ausgelastet. Derzeit findet der Unterricht in 17 qualitativ sehr unterschiedlichen Räumen statt. Zukünftig werden ebenfalls 17 allgemeine Unterrichtsräume zur Verfügung stehen, wobei ein Raum der Kunsterziehung gewidmet werden wird. Zwei Betreuungsräume die derzeit in Containern untergebracht sind, werden zukünftig im Obergeschoss vorgesehen. Diese Räume stehen zudem für Beratungsgespräche mit Erziehungsberechtigten sowie Besprechungen zur Verfügung. Der Betreuungsbereich wird aus funktionalen Gründen um ein Büro und einen Lehrmittelraum ergänzt. Den Unterrichtsräumen im Neubau wird weitestgehend ein Kleingruppenraum zugeschaltet, der für intensive Gruppenarbeit oder pädagogischer Betreuung in Kleingruppen genutzt werden kann. Zusätzlich zu den laut Raumprogramm bereits genehmigten 2 Kleingruppenräumen, ist es gelungen, die Anzahl der Kleingruppenräume um 2 auf nunmehr insgesamt 4 Kleingruppenräume zu erhöhen und somit ein minimales Raumangebot für Unterricht in Kleingruppen zu ermöglichen. Außerdem konnte zusätzlich ein Differenzierungsraum als Ausgleich für die fehlenden 4 Kleingruppenräume geschaffen werden (Das Standardraumprogramm einer neuen Grundschule umfasst 8 Kleingruppenräume für 16 Klassen). Aufgrund mangelnder Bewegung und Fehlernährung steigt der Anteil an übergewichtigen sowie haltungs- und koordinationsgestörten Kindern. Die Michael-Grzimek-Schule arbeitet seit längerem mit zusätzlich ausgebildetem Personal vor allem im motopädagogischen Bereich. Die zusätzlichen Kleingruppenräume sollten auch für diese Aufgabe herangezogen werden. In einer zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehenen Planung soll das Dachgeschoss des Altbaus von 1954 umgebaut und gedämmt werden, damit es für schulische Nutzungen geeignet wäre. Als Nutzung sind derzeit ein Kunsterziehungsraum, ein Computerraum und diverse Lager und Vorbereitungsräume vorgesehen. Ziel der geplanten Grundsanierung und Erweiterung ist es, die Michael-Grzimek-Schule an heutige und zukünftige räumliche und sächliche Anforderungen anzupassen und damit ein zeitgemäßes Raumangebot zu schaffen.
- B)Alternativen Keine
- C)Lösung Die Modernisierung und Erweiterung der Michael-Grzimek-Schule wird auf Basis der beigefügten Pläne durchgeführt.
- D)Kosten Die vorliegende Kostenberechnung schließt ab mit
- Investitionsbedarf: 6.368.000,- € 2. zugehörige Folgekosten: Keine
- Jahresfolgekosten:
- a)personelle Folgekosten Keine
- b)sächliche Folgekosten 17.240,- €
- c)Kapitalkosten Kalkulatorische Verzinsung: 302.480,- € Abschreibung: 207.580,- € Kapitalkosten insges. 510.060,- €
- Jahreserträge Keine
- Stellenplanmäßige Auswirkungen Keine Anlage Erlaeuterungsbericht (ca. 48 KB) Anlage Kostenberechnung (nicht öffentlich - ca. 118 KB) Anlage Plan1 (nicht öffentlich - ca. 1,6 MB) Anlage Plan2_EG (nicht öffentlich - ca. 428 KB) Anlage Plan_3_OG (nicht öffentlich - ca. 1,2 MB) Anlage Plan_4_Schnitte (nicht öffentlich - ca. 1,6 MB) Anlage Plan_5_Ansichten (nicht öffentlich - ca. 634 KB) #
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 1. Juni 2007 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 05.07.2007 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP, NPD und E.L. (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE; SPD, LINKE.WASG, FDP und BFF (= Annahme ohne Zusatz) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG, REP und NPD (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE; SPD, LINKE., FDP und BFF (= Annahme ohne Zusatz) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG, REP, NPD und ÖkoLinX/E.L. (= Annahme ohne Zusatz)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE; SPD, LINKE., FDP, FAG, BFF, REP, NPD und ÖkoLinX/E.L. (= Annahme ohne Zusatz)