Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung - Grundsatzbeschluss
Zusammenfassung
Die Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung wird vorgeschlagen, um auf die geänderten Rahmenbedingungen im Sportbereich zu reagieren und eine bedarfsgerechte Entwicklung der Sportstätten und Angebote in Frankfurt am Main zu gewährleisten. Ziel ist es, möglichst viele Frankfurter:innen in Bewegung zu bringen und dabei die gesamtstädtischen Ressourcen optimal zu nutzen.
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Thema Sport, Freizeit und Bäder verfolgenBeschlussvorschlag
- Es dient zur Kenntnis, dass in 2011 eine Sportentwicklungsplanung aufgesetzt wurde. Die Ziele und Erkenntnisse sind nunmehr fast 15 Jahre alt, wichtige Parameter, z.B. Zahl der Einwohner:innen in Frankfurt und Zahl der Mitgliedschaften in Sportvereinen, haben sich seitdem grundlegend geändert.
- Es dient weiterhin zur Kenntnis, dass die Sportentwicklungsplanung fortgeschrieben werden soll, für eine optimale Sport- und Bewegungsförderung für alle Frankfurter:innen. Eine ziel- und bedarfsorientierte Entwicklung von Sportstätten und Maßnahmen sowie Angeboten steht dabei im Vordergrund.
- Der Magistrat wird beauftragt, die Sportentwicklungsplanung als eine gesamtstädtische Aufgabe und Strategie anzunehmen. Es wird sichergestellt, dass unter Federführung des Sportamtes alle weiteren zu beteiligenden Dezernate mit den dazugehörenden Ämtern und Organisationseinheiten das Vorhaben unterstützen und zum Gelingen beitragen.
- Der Magistrat beabsichtigt die Einbeziehung eines fachkundigen Instituts, das diesen ca. zweijährigen, partizipativen Strategieprozess, unter Federführung des Sportamtes in Kooperation mit den Frankfurter Sportorganisationen begleitet und umsetzt.
- Die Kosten für die Projektsteuerung, Begleitung und die Umsetzung der Maßnahme zur Erstellung eines neuen Sportentwicklungsplans belaufen sich auf 200.000 €. Die Finanzierung im Haushalt 2026/2027 erfolgt aus dem vorhandenen Budget des Dezernates I, in der Produktgruppe 21.16 mit jeweils 100.000 € pro Haushaltsjahr.
Begründung
A. Zielsetzung
A. Zielsetzung Der Magistrat hat mit der Vorlage des Sportentwicklungsberichts im Jahr 2011 eine jährliche Berichtspflicht verfügt, der das Sportamt seitdem nachkommt. Die Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung, 15 Jahre nach dem ersten Bericht, ist Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Rahmenbedingungen haben sich seit der Erstauflage in verschiedenen Lebensbereichen stark verändert. Lebten 2011 noch ca. 680.000 Menschen in der Mainmetropole, sind es 2025 knapp 780.000 Frankfurter:innen. Auch die Zahl der Mitgliedschaften in Sportvereinen ist im gleichen Zeitraum enorm angestiegen. 340.000 Mitglieder (darin enthalten sind über 120.000 Mitglieder der Fanabteilung von Eintracht Frankfurt) zählen die 420 Vereine aktuell, im Vergleich zu 150.000 Personen im Jahr 2010. Die Anzahl der Sportvereine ist in diesen Jahren konstant geblieben. Diese Zahlen lassen sehr deutlich auf die Notwendigkeit einer aktualisierten Sportentwicklungsplanung schließen. Die Planung soll mit drei konkreten Maßnahmen im Jahr 2026 starten, deren Ergebnis die weiteren Schritte im Prozess einleitet. Der erste Baustein ist eine Auswertung des Sportentwicklungsplans von 2011 sowie eine Analyse des Grades der Umsetzung. Der zweite zentrale Bestandteil ist eine aktuelle Bestands- und Bedarfsanalyse der Sportstätten und Sportangebote in Frankfurt am Main. In diesem Rahmen werden die vorhandenen Sportstätten und Bewegungsplätze analysiert zu Anzahl, Standort und Zustand. Daraus werden Rückschlüsse gezogen, die einen möglichen Bedarf in Bezug auf das Thema Sportstätten skizzieren. Der dritte zentrale Bestandteil wird eine Vereinsbefragung sein, welche die Schwerpunktthemen und Herausforderungen der Sportvereine, aber auch des selbstorganisierten Sports eruiert. Aus all diesen Erkenntnissen werden, bedarfsbezogen und in Kooperation mit weiteren städtischen Ämtern, in den kommenden Jahren gezielte Einzelmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. Diese werden ggf. separat beim Magistrat angemeldet. Die Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung ist als gesamtstädtisches Projekt zu verstehen, denn viele der Maßnahmen können nur in Kooperation mit innerstädtischen Schnittstellen (z.B. Grünflächenamt, ABI, Jugend- und Sozialamt, Stadtschulamt, Stadtplanungsamt) umgesetzt werden. Die zu entwickelnden Maßnahmen und Angebote zahlen alle auf den gesundheitlichen, wie auch den sozialen Nutzen von Sport und Bewegung ein und sind auch mit anderen städtischen Strategieprozessen querzulegen (z.B. Schulbauoffensive, integrierts Stadtentwicklungskonzept). Bewegungsangebote aller Art stärken das soziale Miteinander, die soziale Integration und tragen einen wichtigen Teil dazu bei, dass Frankfurt am Main eine aktive und lebenswertes Stadt ist und bleibt. Ziel ist, möglichst viele Frankfurter:innen in Bewegung zu bringen. Dazu braucht es eine stadtweite Strategie sowie die Unterstützung aller Ämter mit Schnittpunkten zu den Themen Sport, Sportstätten sowie Bewegung. Nach Fertigstellung der neuen Sportentwicklungsplanung der Stadt Frankfurt am Main ist davon auszugehen, dass die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen nur durch weitere öffentliche Mittel zu finanzieren sind. Eine Handlungsempfehlung kann z.B. der kostenintensive Bau einer Sporthalle sein oder der Ausbau eines bestimmten Sport- und Bewegungsangebotes im Sportverein, was deutlich weniger Kosten versursacht. Insofern kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös beziffert werden, mit welchen Folgekosten zu rechnen sein wird. Zudem richtet sich die Umsetzungsmöglichkeit jeder einzelnen Handlungsempfehlung grundsätzlich nach der jeweiligen Haushaltslage der Stadt Frankfurt am Main.
B. Alternativen
B. Alternativen Ohne Fortschreibung des Sportentwicklungsplans würde der Sportentwicklungsplan aus dem Jahr 2011 weiterhin als Arbeitsgrundlage dienen. Aktuelle Bedarfe, vor allem in Bezug auf eine Sportstättennutzung, können nicht mehr realistisch abgebildet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. Juni 2026 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 18 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 27.08.2026 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf18 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung Linke
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FDP
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung AfD
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, AfD, Volt, FDP und ÖkoLinX-ELF-PARTEI Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-DFRA-FREIE WÄHLER und BSW (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, Linke, AfD, Volt, FDP, BFF-DFRA-FREIE WÄHLER, ÖkoLinX-ELF-PARTEI und BSW