Ruhrorter Werft hier: Bau- und Finanzierungsvorlage
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Hafenpark — 14 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 14.09.2026.
- Boulderwand für Erwachsene im Hafenpark errichten14.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Kennzeichnung von Trinkbrunnen in Bornheim und im Ostend18.08.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Errichtung von weiteren Trinkbrunnen in Bornheim und Ostend18.08.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
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Vortrag des Magistrats vom 22.12.2017, M 258
Betreff: Ruhrorter Werft hier: Bau- und Finanzierungsvorlage I. II. III. 1. 2. 3. 1. 2. 3. Der Neugestaltung der Ruhrorter Werft gemäß der vorgelegten Planung wird grundsätzlich zugestimmt. Im Zuge der Ausführungsplanung und Baudurchführung ist durch ein konsequentes Kostencontrolling die Einhaltung der bewilligten Kosten vorzusehen. Es dient zur Kenntnis, dass die Maßnahme Kosten in Höhe von 3.680.000 € verursachen wird. Die Mittel für die Neugestaltung der Ruhrorter Werft sind im Investitionsprogramm 2017 - 2020, im Produktbereich 22 - Umwelt, Produktgruppe 22.09 - Grün- und Freiflächen, Maßnahmennummer 5.003274 in Höhe von 2.326 T € ausgewiesen. Die Haushaltsanmeldung für das Projekt erfolgte bereits im Jahr 2009 für das Investitionsprogramm 2010-2013. Durch einen verlängerten Planungsprozess, insbesondere durch den Wettbewerb zur jüdischen Erinnerungsstätte an der EZB und den daraus resultierenden Planungsvoraussetzungen für den Bereich zwischen Stellwerk und Main, sowie die Erweiterung des Mainufers um den Hafenpark, haben sich die Grundlagen der Planung deutlich geändert. Damit einhergehen auch Kostenänderungen für die Neugestaltung. Die Deckung des Differenzbetrages in Höhe von ca. 1.354 T € erfolgt per Sollveränderung aus der Produktgruppe 13.01 - Stadtplanung, Maßnahmennummer 5.006295.
Die erforderlichen Mittel in Höhe von 3.680.000 € werden freigegeben Es dient zur Kenntnis, dass mit der Umsetzung der Maßnahme jährliche Folgekosten in Höhe von 460.000 € entstehen. Diese entfallen auf die Produktgruppe 22.09 - Grün- und Freiflächen auf Sachkosten 41.400 €, auf Kapitalkosten 418.600 €. Die Deckung der vorgenannten Folgekosten ist innerhalb des zur Verfügung gestellten Dezernatsbudgets sicherzustellen.
IV. Es dienst weiterhin zur Kenntnis, dass die Maßnahme dem Ortsbeirat 4 vorgestellt und den Planungen zugestimmt wurde.
Begründung: A Zielsetzung Die ehemalige industrielle Nutzung der Flächen der ehemaligen Kaianlagen entlang des Mains wurde vor einigen Jahren aufgegeben. Somit war der Weg frei, um die in den letzten Jahren erfolgreiche Aufwertung des Frankfurter Mainufers vom bisherigen Endpunkt - der Weseler Werft - nach Osten fortzusetzen. Mit der Gestaltung der Ruhrorter Werft und der Fläche bis zur Erinnerungsstätte an der ehemaligen Großmarkthalle, Teil des Lückenschlusses des GrünGürtels, soll ein weiteres Stück des innerstädtischen Flussufers für die Bürgerinnen und Bürger als Freiraum nutzbar gestaltet werden. Außerdem soll mit der Maßnahme der Anschluss an den bereits im Jahr 2015 fertiggestellten Hafenpark und den bereits bestehenden Grünzug Philipp-Holzmann-Weg hergestellt werden. B Alternativen Der Planungsabschnitt schließt ein fehlendes Teilstück zwischen zwei bereits bestehenden innerstädtischen Grünanlagen, die intensiv genutzt werden und für die Frankfurter Bevölkerung von hoher Bedeutung sind. Diese geben durch die Gestaltung die Rahmenbedingungen für die neue Maßnahme vor, sodass keine Alternativen benannt werden können. C Lösung Die mainuferbegleitende Promenade wird unter der denkmalgeschützten Deutschherrnbrücke bis zum Hafenpark fortgeführt. Nach Norden wird die Uferpromenade mit dem Grünzug Philipp - Holzmann - Weg / Gedenkstätte an der Europäischen Zentralbank verbunden. Über die Sanierungsmaßnahme Frankfurt am Main "Ostend" konnten bereits die Grundzüge der Gestaltung der Ruhrorter Werft zwischen Weseler Werft und Deutschherrnbrücke realisiert und finanziert werden. Offen ist die freiraumplanerische Gestaltung und Begrünung der Ruhrorter Werft, sowie die Schließung der Naht zwischen Ruhrorter Werft - Hafenpark - Erinnerungsstätte/Grünzug Philipp-Holzmann-Weg geblieben. Vor allem letztere hat entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung der Projektfläche, die überdies insbesondere auch Teilfläche des regionalraumprägenden GrünGürtels darstellt. Die Machbarkeit dieser Eckpunkte und deren zunehmende Bedeutung werden gestalterisch auf das Bearbeitungsgebiet transferiert. Der Hochkai weist die Gestaltungsprinzipien des innerstädtischen Mainufers auf: - den asphaltierten Promenadenweg - die promenadeprägenden Ausstattungselemente (Frankfurter Bank, Beleuchtung, Abfallbehälter) - geschnittene, promenadenbegleitende Platanen - ruhige Rasenflächen mit Einzelbäumen - die Gleise der Hafenbahn Die Uferpromenade wird von dem von Norden her auf das Mainufer treffenden GrünGürtel berührt. Nahe der Deutschherrnbrücke begegnet den Nutzern eine Gestaltung, die diesen Verknüpfungspunkt in seiner Besonderheit hervorhebt: Nach dem von Norden ankommenden, von der Erinnerungsstätte in besonderer Weise hervorgehobenen Grünzug Philipp-Holzmann-Weg, der von der Hanauer Landstraße bis zum sogenannten "Stellwerk" am ersten Brückenbogen bereits fertiggestellt ist, fächert sich das schmale Wegeband in Richtung Mainufer wieder auf, wird vom schmalen Weg zu einem zum Main hinführenden Wegenetz. Damit symbolisiert wird der GrünGürtel, der als breiter, funktionaler und mit vielen Wegeverläufen ausgestalteter Grünzug vom Ostpark und Alleenring kommend an der Hanauer Landstraße"zusammengeschnürt" wird und dann wieder den Raum erhält sich am Mainufer zu entfalten. Im Belag der grünen Wege des GrünGürtels und der städtischen Gestaltung der Mainuferpromenade werden landschaftswirkende Wegeoberfläche mit städtischer Struktur überlagert. Die Kaimauer bildet die Parallel-Linie, die sich am südlichen Mainufer widerspiegelt und den GrünGürtel fortsetzt. Vom Ufer her wird die Linie der in Ost-Westrichtung verlaufenden Uferpromenade am Knotenpunkt mit dem GrünGürtel in Form eines Platzes mit Bänderungen aufgenommen: Landschaft und städtisch geprägtes Ufer werden miteinander verwoben. Am östlichen Ende schließt dann unmittelbar der bereits hergestellte Hafenpark an, der entlang des Mains den Gestaltungsprinzipien aller Mainuferpromenaden folgt. Die Rasen-/Wiesenfläche zwischen Promenadenweg und EZB wird locker mit Bäumen überstellt und verknüpft die beiden Grünanlagen optisch. Besondere Bedeutung kommt auch der Baumstellung zwischen Erinnerungsstätte und Mainufer/Uferpromenade zu. Die wegebegleitenden Baumreihen lösen sich auf und werden zu einem leichten Hain entlang der östlichen Grenze des EZB-Geländes. Dieser korrespondiert mit den Bäumen des Hafenparks. Nördlich der Uferpromenade sind Sitzbänke vorgesehen, die Aufenthaltsmöglichkeiten schaffen. Die dauerhafte Begrünung der Flächen unter dem Brückenbauwerk der Deutschherrnbrücke wird durch eine Beregnungsanlage unterstützt. Für diese Anlage, die mit Mainwasser gespeist wird, wurden schon Vorarbeiten im Zug des Baus des Hafenparks vorgenommen. In der Nähe des Gastronomiegebäudes wird eine große, lange Bank einen Akzent setzen. Diese Sitzgelegenheit fügt sich durch die Verwendung von Holzauflagen wie Ladegut in das Bild unter den Hafenkränen ein. Zudem schafft sie neben den bewirtschafteten Flächen der Gastronomie einen öffentlichen Aufenthalts- und Sitzplatz. Zusätzlich erfüllt die in Teilen verschiebbare Bank die Anforderungen zur Sicherung des Zugangs zum darunter gelegenen Dükerbauwerk der Stadtentwässerung und integriert dieses unauffällig in das Umfeld. Die Beleuchtung der Wege entlang der Promenade und des Grünzuges wird mit der am Mainufer üblichen Leuchte (Typ Vektor) hergestellt. Artenschutzrechtliche Maßnahmen: Zum Schutz der Mauereidechse wird der an der Grenze zur Europäischen Zentralbank liegende Traufstreifen vertieft, mit groben Steinen verfüllt und als Quartier hergerichtet. Außerdem wird ein Teil des Gleisfeldes der Hafenbahn als Schottergleis ausgeführt und am Rande des östlichen, wassergebundenen Platzes eine Sandfläche zur Eiablage vorgesehen. Im Übergangsbereich zur EZB erfolgt die Anlage von Wiesenflächen für Nahrungs- und Deckungsmöglichkeiten. Am südlich der EZB-Zufahrt gelegenen Pfeiler der Deutschherrnbrücke werden unter dem Treppenabgang durch die Einbringung von Einflugöffnungen Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für Fledermäuse geschaffen. Sicherheitsaspekte im Hinblick auf die Europäische Zentralbank: Von der südöstlichen Grenze der europäischen Zentralbank bis zur Kante des Mainufers zieht sich eine Sperrlinie des Sicherheitsbereichs der EZB. Die festen und versenkbaren Poller, sowie die erforderlichen technischen Einrichtungen wie Kameras waren bei der Gestaltung der Ruhrorter Werft zu berücksichtigen. Insbesondere die Querung der Hafenbahn erforderte einen hohen Koordinierungsbedarf. D Kosten
- Gesamtkosten = 3.680.000 € Kosten der Gesamtmaßnahme 3.680.000,00 Deckung aus IPG 22.09, 5.003274 2.326.000,00 IPG 13.01, 5.006295 1.354.000,00
- Finanzbedarfszeitraum/Jahresraten Jahr Verpflichtung Mittelabfluss Bisheriger Mittelabfluss 38.000 € 2017 80.000 50.000 € 2018 3.600.000 2.990.000 € 2019 400.000 € 2020 202.000 € Gesamt 3.680.000 €
- Jahresfolgekosten
- a)personelle Ausgaben keine
- b)Sachkosten Durch die Neugewinnung von Grünflächen entstehen Unterhaltungskosten, deren Finanzierung im konsumtiven Haushalt darzustellen ist. Die Kosten betragen voraussichtlich 20.700 m2 x 2,00 € / m2 = 41.400 €
- c)Kapitaldienst
- Kalkulatorische Verzinsung 2,75 % von 3.680.000/2 = 50.600 €
- Abschreibung 10 % von 3.680.000 = 368.000 € Die voraussichtlichen Kapitalkosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf 418.600 € Jährliche Folgekosten insgesamt: 460.000 €
- Jahreserträge - keine -
- Leistung Dritter - keine -
- Stellenplanmäßige Auswirkung - keine-
- Sonstiges - entfällt - Anlage _Entwurfplan (ca. 171 KB) Anlage _Kostendeckblatt (nicht öffentlich - ca. 63 KB) Anlage _Uebersichtsplan (ca. 214 KB) Vertraulichkeit: Nein Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Umwelt und Sport Beratung im Ortsbeirat: 4 Versandpaket: 03.01.2018
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. Dezember 2017 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 01.02.2018 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FDP
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., BFF und FRAKTION; FDP (= Votum im Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichtes) ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER; AfD (= Annahme im Rahmen Revisionsbericht)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD (= Annahme im Rahmen des Revisionsberichtes) und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)