Verkehrsleit- und Informationssystem (VLIS) hier: Mehrkostenvorlage Planungsmittel (HOAI Lph. 1-3)
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Zusammenfassung
Es wird eine Erhöhung der Planungsmittel für das Verkehrsleit- und Informationssystem (VLIS) von 500.000 € auf 1.145.000 € vorgeschlagen, um die notwendigen Planungsleistungen der HOAI-Lph. 1-3 zu gewährleisten. Diese Maßnahme ist erforderlich, um die veralteten Systeme der Verkehrsinformation zu ersetzen und damit die Effizienz des Verkehrsleit- und Informationssystems zu erhöhen.
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Am Hauptbahnhof — 15 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 21.08.2026.
- Verkehrsführung in Griesheim21.08.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Gerüst am Schimmelpfeng-Haus auf das notwendige Maß begrenzen18.08.2026 · V (Auskunftsersuchen)
- Noch bis zum 11. Juli 2026 finden am alten Kran des Industrieparks in der Stroofstraße publikumswirksame Veranstaltungen18.06.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
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Neues zu Am Hauptbahnhof per E-MailBeschlussvorschlag
- Es dient zur Kenntnis, a) dass für die Erneuerung von Parkleitsystem und Verkehrsinformationstafeln durch ein einheitliches Verkehrsleit- und Informationssystem (VLIS) mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 22.09.2022, § 2237 (M 120/2022), Planungsmittel in Höhe von 500 T€ bewilligt und freigegeben wurden, von denen bereits 8.306,20 € (Stand 30.06.2025) verausgabt wurden; b) dass sich infolge des Ausschreibungsergebnisses für die HOAI-Planungsphasen technische Ausrüstung und Verkehrsanlagen 1-3 der Planungsmittelbedarf um 645 T€ auf 1.145 T€ erhöht hat.
- Die zusätzlichen erforderlichen Mittel für die Lph. 1-3 HOAI inkl. besonderer Leistungen in Höhe von rd. 645 T€ werden bewilligt und freigegeben.
- Es dient ferner zur Kenntnis, dass die Deckung der zusätzlich erforderlichen Mittel in Höhe von 645 T€ über die Projektdefinitionen 5.001273 (100 T€), 5.006257 (200 T€), 5.010776 (250 T€) und 5.010777 (95 T€) erfolgt und
- der Magistrat zu gegebener Zeit eine Bau- und Finanzierungsvorlage erstellt.
- Es dient weiterhin zur Kenntnis, dass sich die geschätzten Gesamtkosten für das Verkehrsleit- und Informationssystem auf 15.937 T€ erhöht haben.
Begründung
A. Zielsetzung
Um die notwendigen Planungsleistungen der Lph. 1-3 vergeben zu können, müssen die Planungsmittel von 500 T€ auf 1.145 T€ erhöht werden (siehe Anlage 2 Planungsmittel). Die finanziellen Mittel zur Deckung des Mehrbedarfs können über die Projektdefinitionen, 5.001273 (Prio. LSA), 5.006257 (Ersatz VTE), 5.010776 (Digitalisierung von Mobilitätsdaten) und 5.010777 (RuG), bereitgestellt werden.
Nach Abschluss der Planungsphasen 1-3 wird der Magistrat in die weitere Planung eintreten, mit dem Ziel, der Stadtverordnetenversammlung eine Bau- und Finanzierungsvorlage zur Realisierung des neuen, integrierten VLIS vorzulegen.
Beide Bewerber wurden bereits über die oben angeführte Problematik informiert und haben einer Verlängerung des Zuschlagzeitraumes zugestimmt.
B. Alternativen
Der Mehrkostenvorlage (MKV) nicht zu zustimmen hieße, dass der Zuschlag zur durchgeführten Ausschreibung nicht erfolgen kann. Die Ausschreibung wäre aufzuheben. Inhaltlich wäre die Ausschreibung mit geänderten besonderen Leistungen neu zu fassen. Dies würde bedeuten, dass Leistungen von unterschiedlichen Auftragnehmern (AN) durchgeführt werden müssten, welche zusätzlich vom Auftraggeber (AG) koordiniert werden müssten.
Es ist zu erwarten, dass eine getrennte Ausschreibung der HOAI-Planungsleistungen und den besonderen Leistungen keinen relevanten wirtschaftlichen Vorteil erbringt. Weiterhin wird der Aufwand unverhältnismäßig erhöht. Mögliche Synergieeffekte durch die Bearbeitung beider Leistungspakete in einer Hand, werden nicht verwirklicht.
Es entsteht eine erhebliche zeitliche Verzögerung bei der Weiterbearbeitung der Planung durch die Neufassung der Ausschreibungstexte und den erneuten Ausschreibungsverfahren. Angesichts der oben angeführten Gründe, sieht der Magistrat die Zustimmung zur MKV als alternativ los an.
C. Lösung
Grundlage des weiteren Projektfortschrittes, ist das Gesamtkonzept "UVM 5 - Erstellung eines Gesamtkonzeptes für ein städtisches VerkehrsLeitInformationsSystem (VLIS)". Inhalt dieses Gesamtkonzeptes ist unter anderem das Aufbereiten der einlaufenden Daten und Inhalte in der Integrierten-Gesamt-Leitzentrale (IGLZ), um diese in geeigneter Form online und auf den LED-Anzeigetafeln auszuspielen und anzuzeigen.
Innerhalb des Zielbereiches wird der Parksuchverkehr gebündelt über sogenannte Parkringe (siehe Abbildung 1) geleitet. Im Nahbereich erfolgt eine Wegweisung zu freien Parkkapazitäten abzweigend vom Parkring. Die individuelle Wegweisung zu den einzelnen Parkhäusern erfolgt statisch, dynamische Informationen zu vorhandenen freien Parkmöglichkeiten werden nur an Entscheidungspunkten gegeben. Dabei wird die Anzahl freier Parkmöglichkeiten an den Entscheidungspunkten für die einzelnen Fahrtrichtungen zusammengefasst. Eine fest definierte weitere Unterteilung der Zielbereiche (Stadtmitte-Ost, Stadtmitte-West) wird nicht prinzipiell vorgesehen, ist aber mittels der flexiblen voll-dynamischen LED-Anzeigetafeln möglich.
Abbildung 1: Verlauf der Parkringe
Der Bereich am Hauptbahnhof Frankfurt am Main musste aufgrund der nicht feststehenden Planung des Bahnhofsvorplatzes zurückgestellt werden.
Übersteigt der Umfang der anzuzeigenden Informationen aufgrund der begrenzten Anzeigefläche an einem Standort die Möglichkeiten zur Anzeige, so muss eine Priorisierung der Informationen erfolgen.
Für die anzuzeigenden Informationen wird folgende Priorisierungsreihenfolge vorgesehen:
- Verkehrsinformationen (Verkehrsbehinderungen, Straßensperrungen, Maßnahmen des Verkehrsmanagements auch für Teilnehmende des Umweltverbandes und Mobilitätseingeschränkte);
- Umweltinformationen (Luftschadstoffbelastung, Wettereinflüsse);
- Veranstaltungsinformationen (Hinweise zur Anfahrt, Vorzugsrouten);
- Parkleitinformationen (freie Stellplätze);
- Allgemeine Informationen (z. B. Vorankündigungen von Sperrungen oder Veranstaltungen, Verkehrssicherheitshinweise, Hinweise auf die Nutzung von Bus und Bahn).
Eine Sonderrolle nehmen Warnhinweise zum Bevölkerungsschutz ein: Innerhalb der künftigen Warnarchitektur der Stadt Frankfurt am Main können die dynamischen Anzeigetafeln des VLIS selbstverständlich auch hierfür genutzt werden.
Nach derzeitigem Planungsstand sind für das VLIS insgesamt 58 volldynamische LED-Tafeln zu berücksichtigen. Zur Weitergabe von relevanten Verkehrs- und Parkleitinformationen werden zwei unterschiedliche Größen von volldynamischen LED-Anzeigetafeln verwendet. Schildtyp a + b mit einer Schildabmessung von ca. 1.800 x 2.800 mm und Schildtyp c mit ca. 1.200 x 1.000 mm (siehe Abbildung 2).
Abbildung 2: Schildertypen VLIS - Volldynamische Informationstafel
Nach derzeitigem Planungsstand sind 37 Schilder des Typs a bzw. b und 21 Schilder des Typs c vorgesehen. Das Konzept sieht für die Schilder des Typs a + b relevante Verkehrsinformationen sowie Parkinformationen vor. Zusätzlich werden die 21 Schilder des Typs c für die Anzeige von Parkleitinformationen verwendet. Die Montage der Anzeigen erfolgt im Wesentlichen an neuen Aufstellvorrichtungen und daraus folgend neue Maststandorte. Voraussichtlich können drei Standorte mit bestehenden Aufstellvorrichtungen weiterverwendet werden.
Für die Realisierung der neuen Aufstelleinrichtungen und der dazugehörigen Maststandorte sind Voruntersuchungen notwendig. Diese sind als besondere Leistungen durch den technischen Fachplaner durchzuführen. Ziel ist es hierbei möglichst große Synergieeffekte für die zeitliche Bearbeitung und Bauausführung zu gewinnen.
D. Öffentlichkeitsbeteiligung
- a)☐ Öffentlichkeitsbeteiligung ist gesetzlichvorgeschriebenFolgende Formist vorgeschrieben:
- b)☐ Informelle Öffentlichkeitsbeteiligung wirdvorgeschlagenKurzeBeschreibung (2 - 3 Sätze):
- c)Eine Öffentlichkeitsbeteiligung kann nichterfolgen, weil:☒ verwaltungsinterner Vorgang☐ Gestaltungsspielraum ist nichtausreichend☐ Verfahrensverzögerung kann nichtakzeptiert werden☐ Ressourcen stehen nichtzur Verfügung☐ gesetzlicherAusschließungsgrund☐ Beteiligung hat bereitsstattgefundenErläuterung(optional):
- d)☐ Informelle Öffentlichkeitsbeteiligung wird nichtvorgeschlagen, weil
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. Oktober 2025 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 06.11.2025 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt und FRAKTION gegen Linke (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Ablehnung) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf gegen Linke, ÖkoLinX-ELF, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Ablehnung)