ARA/SEVA Sindlingen, Zusammenlegung der Warten - Mehrkosten
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Vortrag des Magistrats vom 15.06.2015, M 100
Betreff: ARA/SEVA Sindlingen, Zusammenlegung der Warten - Mehrkosten
- Es dient zur Kenntnis, dass für das Bauvorhaben "ARA/SEVA Sindlingen, Zusammenlegung der Warten" gegenüber der geprüften Kostenberechnung in Höhe von 1.780.856,33 EUR (brutto) Mehrkosten in Höhe von 612.043,38 EUR (brutto) entstehen. Die Kosten der Gesamtmaßnahme betragen somit 2.392.899,71 EUR (brutto).
- Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Betriebskommission der SEF in ihrer 16. ordentlichen Sitzung am 14.04.2015 die Vorlage zu den Mehrkosten behandelt hat und der Stadtverordnetenversammlung empfiehlt, den Mehrkosten zuzustimmen.
- Die zusätzlichen Ausgaben in Höhe von 612.043,38 EUR (brutto) werden bewilligt. Die Mehrkosten sind durch Querdeckung und Minderausgaben bei anderen Investitionen im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzpläne der SEF gedeckt.
- Die Deckung der sich aufgrund der Mehrausgaben von 612.043,38 EUR erhöhenden Jahresfolgekosten ist sichergestellt. Begründung: A. Zielsetzung Für die Abwasserreinigungsanlage in Sindlingen und die Schlammentwässerungs- und -verbrennungsanlage (SEVA) in Sindlingen bestanden zwei baulich getrennte Leitwarten zur Prozessüberwachung und Prozesssteuerung. Beide Anlagen waren hinsichtlich der vorhandenen Meldebilddarstellungen veraltet und entsprachen auch bei Klimatisierung, Beleuchtung und sonstiger technischer Ausstattung nicht mehr den heutigen Anforderungen. Es wurde deshalb eine Zusammenlegung der beiden Leitwarten in den Räumlichkeiten der SEVA geplant. Damit sollen Synergieeffekte bei der Überwachung und Steuerung der beiden Anlagen im Hinblick auf eine optimierte Prozessführung erreicht werden. Auch aus personaltechnischer Sicht war eine Zusammenlegung der Leitwarten anzustreben, damit Schichtmeister und verantwortliche Mitarbeiter enger zusammenarbeiten können. Die Vorarbeiten zu diesem Projekt begannen in 2004 mit einer Studie. Dem Revisionsamt wurden am 30.10.2006 der Projektentwurf und die Kostenberechnung zur Prüfung vorgelegt (Prüfung Nr. V 071/2006). Die spätere Ausführungsplanung mit überarbeiteter Kostenermittlung wurde ebenfalls durch das Revisionsamt geprüft (Prüfungsmitteilung Nr. S 2008/ 0025 vom
- Juni 2008). Die Maßnahme wurde von 2005 (Umsetzung der Studie) bis 2013 ausgeführt. Die eigentliche Bauausführung war von Februar 2010 bis Juni
- Aufgrund von getrennten und wiederholten Ausschreibungen gegenüber der ursprünglichen Vorgehensweise und durch Anpassung an sich schnell ändernde Techniken entstanden gegenüber der Entwurfsplanung Mehrausgaben. Die Mehrausgaben begründen sich bei den wesentlichen Positionen wie folgt:
- Elektrotechnik: Aufgrund des Alters der Anlage wurden einige notwendige und sinnvolle Änderungen bei der Bauausführung mit berücksichtigt und ausgeführt, z.B. schnellere Messtechniken für das Verarbeiten der Datenmenge und die Zusammenführung von wichtigen Betriebsmeldeeinrichtungen. Damit wurden spätere Anpassungen vermieden. Neue erhöhte Anforderungen an die Innenraumbeleuchtung, die von der Arbeitsmedizin und der Sicherheitstechnik empfohlen wurden, wurden im Projekt ebenfalls zeitnah umgesetzt. Der Umbau während des laufenden Betriebes erforderte eine Vielzahl von Änderungen und Provisorien, die sich im Vorfeld so nicht abgezeichnet hatten. Die Mehrkosten belaufen sich auf 294.167,75 EUR brutto.
- Visualisierungswand Warte: Die Mehrkosten sind entstanden, weil während der Ausführung auf die neue, zukunftssichere LED-Technologie umgestellt wurde. Zudem wurde für den Lärmschutz die Serveransteuerung in den benachbarten Rechnerraum verlegt. Die Mehrkosten belaufen sich auf 137.811,52 EUR brutto.
- Baunebenkosten: Die anrechenbaren Kosten, die ursprünglich dem Ingenieurvertrag zugrunde lagen, haben sich erhöht. Es waren wiederholt Ausschreibungsunterlagen anzupassen. Die von der Magistratsvergabekommission (MVK) geforderte Aufteilung des Loses "Innenausbau" in diverse Einzellose führte zu Anpassungen der bereits ausgearbeiteten Leistungsverzeichnisse auf mehrere Fachlose. Der dadurch verursachte vermehrte Koordinierungsaufwand der ausführenden Firmen führte zu weiteren Mehrkosten. Die Mehrkosten belaufen sich insgesamt auf 93.625,93 EUR brutto.
- Erweiterung Prozessleittechnik (PLT): Die Mehrkosten entstanden aufgrund zusätzlicher Lizenzgebühren und die Inbetriebnahme/Koordination der Implementierung der technischen Systeme für die Visualisierung und die Kamerabilderfassung, die sich als schwieriger und technisch anspruchsvoller erwies als ursprünglich geplant. Die Mehrkosten belaufen sich insgesamt auf 68.040,87 EUR brutto.
- Innenausbau: Das ursprüngliche Los musste nach Vorgabe der MVK neu aufgeteilt werden. Es kam zu mehr Koordinierungsarbeiten und Anpassungsarbeiten während der Ausführung. Es gab zwischen Auftragsvergabe und Ausführungszeit Produktabkündigungen. Die Umsetzung der Empfehlung der Sicherheitstechnik und der Arbeitsmedizin führten zu Umstellungen bei der Beleuchtung und der Verdunkelung. Die Mehrkosten belaufen sich insgesamt auf 21.430,35 EUR brutto.
- Heizungs-/Lüftungs-/Klimatechnik: Bei der Aufstellung des Klimaaußengerätes kam es zu einer geänderten Ausführung aufgrund von statischen Problemen an der Dachkonstruktion. Die Änderungen bei der Lastabtragung der Decke für die Klimatechnik führten zu Mehrkosten. Die Mehrkosten belaufen sich insgesamt auf 31.407,18 EUR brutto.
- Sonstiges: Weitere Mehr- und auch Minderkosten bei Bautechnik, Malerarbeiten und Ausrüstung mit Kameraanlagen zur Überwachung des Anlagenbetriebes führen im Saldo zu Minderkosten von 34.440,22 EUR brutto.
- Zusammenfassung: In Summe ergeben sich für die Gesamtmaßnahme Mehrkosten in Höhe von 612.043,38 EUR brutto. B. Alternativen keine C. Lösung Die Lösung bestand darin, die Anpassungen während der Umbauphase im laufenden Betrieb an die geänderten Randbedingungen durchzuführen. D. Kosten
- Investitionsbedarf: Bewilligte Mittel 1.780.856,33 EUR brutto Mehrkosten 612.043,38 EUR brutto Gesamtinvestitionsbedarf: 2.392.899,71 EUR brutto
- Finanzierungsbedarfszeitraum mit Angabe der Jahresraten: 2005 22.620,00 EUR brutto 2006 32.714,64 EUR brutto 2007 30.408,52 EUR brutto 2008 25.444,09 EUR brutto 2009 4.242,15 EUR brutto 2010 1.455.768,48 EUR brutto 2011 601.755,88 EUR brutto 2012 149.410,92 EUR brutto 2013 70.535,03 EUR brutto
- Zugehörige Folgeinvestitionen: keine
- Jahresfolgekosten Kosten-berechnung (EUR) Mehrkosten (EUR) Summe (EUR)
- a)persönliche Ausgaben 0 0 0
- b)Sachkosten:
- Unterhaltungskosten (keine Veränderung, da Sanierung Bestand) 0
- Abschreibung 171.964 57.097 229.061 c) kalkulatorische Verzinsung 4%, davon 1/2 35.617 12.241 47.858 Gesamtsumme Jahresfolgekosten 207.581 69.338 276.919
- Jahreserträge (Deckung im kostendeckenden Gebührenhaushalt) 276.919
- Leistungen Dritter keine
- Stellenplanmäßige Auswirkungen keine
- Sonstiges entfälltZuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Umwelt und Sport Beratung im Ortsbeirat: 6 Versandpaket: 17.06.2015
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. Juni 2015 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 16.07.2015 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE. und RÖMER; BFF (= Enthaltung) sowie SPD und FDP (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., FDP und RÖMER gegen SPD (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL und REP (= Annahme) Stv. Krebs (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, RÖMER, ÖkoLinX-ARL und REP gegen SPD (= Ablehnung); BFF (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Stv. Krebs (= Enthaltung)