Neues Denken in der Vergabe für Schulessen
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Anregung der KAV vom 08.05.2018, K 89
Betreff: Neues Denken in der Vergabe für Schulessen Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 19.09.2018 Der Magistrat wird aufgefordert, das Vergabeverfahren für das Essen in den Schulen grundlegend zu überarbeiten. Folgende Punkte sollen dabei als verbindlich aufgenommen werden: -Keine Bevorzugung von großen Anbietern. Das Vergabeverfahren ist so zu ändern, dass kleine Betriebe die gleichen Chancen wie große haben. -Vorrang bei der Zusammenstellung der Speisepläne haben Nachhaltigkeit, Regionalität und Fair Trade -Bei der Vergabe ist auf die Beachtung sozialer Aspekte Wert zu legen Das Angebot in den Kantinen soll durch Info-Kampagnen begleitet werden.
Begründung: Immer mehr Eltern möchten bewusster leben und sprechen sich vor allem für eine nachhaltige Ernährung für Ihre Kinder in den Frankfurter Schulen aus. In den Kantinenbetrieben der Frankfurter Schulen soll viel Wert auf Umweltverträglichkeit von regionalen Produkten, kurze Transportwege und den Verzicht auf Farb- und Konservierungsstoffe gelegt werden. Dazu gehört, das Frische-Angebot und den Anteil an Gemüse zu erhöhen und verstärkt regionale (vor allem aus dem Rhein-Main-Gebiet), saisonale und biologisch erzeugte Gerichte oder Komponenten in den Speiseplan aufzunehmen. Es müssen vor allem regionale Produkte ("So schmeckt Hessen") angeboten werden. Damit werden Erzeuger vor Ort unterstützt. Der Bezug von Tee, Kaffee und Kakao aus fairem Handel sollte eine Ergänzung zu umweltfreundlichen Kantinen darstellen (die verbrauchsintensiven Küchengeräte sind bereits 2011 unter die Lupe des "Ököprofits Frankfurt am Main" genommen worden). Auch das Getränkeangebot soll überprüft werden. Gesunde Kinder sind nicht nur eine Entlastung für die Krankenkassen, sondern ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Eine Hilfe bei der Umsetzung der oben genannten Maßnahmen könnte der Leitfaden der Region Münsterland werden - "Leitfaden für den Einsatz regionaler Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung" - mit wertvollen Tipps zur regionalen Produktvielfalt in Großküchen. Die Ausschreibung soll nicht an große Betriebe gehen, die möglichst niedrige Preise anbieten. Kleine Familienbetriebe aus der Region sollen bevorzugt werden. Zentrale Einkäufe erlauben geringe Einkaufspreise, die zum Teil günstiger sind als aktuelle Trendprodukte. Immer wieder wird von negativen Arbeitsbedingungen in den größten Betrieben, die die Ausschreibung gewinnen, berichtet: wenig Zeit, möglichst billige Zutaten und geringe Löhne. Sollte dies zutreffen, dann sollte die Stadt Frankfurt am Main ihrer Verpflichtung als sozialer Beschäftigungsgeber nachkommen und diese Verhältnisse verbessern. Das neue Vergaberecht gibt Gelegenheit dazu.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. Mai 2018Sie sind hierKK 89Neues Denken in der Vergabe für SchulessenKAV-Anregung
- 7. Dezember 2018BB 392Neues Denken in der Vergabe für SchulessenMagistratsbericht
- 3. Mai 2019Antwort des Magistrats · nach 51 WochenBB 152Neues Denken in der Vergabe für SchulessenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV). Er wird in den zuständigen Ausschüssen behandelt und kann übernommen, abgelehnt oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen werden.
- 1KAV bringt Anregung ein
- 2Ausschüsse beraten
- 3ggf. Prüfung durch den Magistrat
Frist: 3 Monate bei Überweisung
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD und BFF gegen LINKE. und FRAKTION (= Annahme) sowie FDP (= vereinfachtes Verfahren) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER