Bundesweit Schlagzeilen des Immobilien-Konzerns Adler Group: Staatsanwalt und BaFin ermitteln, kein Wirtschaftsprüfer. I
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gefragt, ob er vergleichbare Spekulationsprojekte anderer Investoren kennt und welche Folgerungen er aus den Engagements der Adler Group zieht. Ziel ist es, die Erfahrungen des Magistrats mit der Adler Group im Vergleich zu anderen Projektentwicklern zu verstehen.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Bundesweit Schlagzeilen des Immobilien-Konzerns Adler Group: Staatsanwalt und BaFin ermitteln, kein Wirtschaftsprüfer. In Frankfurt hat Adler auf dem Grundstück der ehemaligen Oberpostdirektion 2018 den Bau von 240 Wohnungen mit Büros und Gastronomie avisiert, doch Mai 2021 wurde das Genehmigungsverfahren ausgesetzt. Das angrenzende Projekt Grand Ouest, die Umgestaltung des Altbaus der alten Oberpostdirektion zur Eigentumswohnanlage mit 18.300 qm Bruttogrundfläche, gehört wohl noch zu Adlers Portfolio. Bei einem dritten Projekt im Ostend wurde kürzlich die Reißleine gezogen.
Ich frage den Magistrat:
Kennt er vergleichbare Spekulationsprojekte anderer Investoren, und welche Folgerungen zieht er aus den Adler-Engagements?
Antwort des Magistrats
Nach den Erfahrungen des Magistrats unterscheidet sich die Zusammenarbeit mit Unternehmen der Adler Group nicht wesentlich von der Zusammenarbeit mit anderen Projektentwicklern, die am Frankfurter Immobilienmarkt tätig sind.
Der Magistrat hat bei dem Projekt der Adler Group von Anfang an klare städtische Vorgaben formuliert. Eine vom Vorbesitzer des Grundstücks zwischenzeitlich angefragte deutlich höhere Ausnutzung des Grundstücks hat der Magistrat nicht zugestimmt. Es hat sich bewährt, dass der Magistrat klare Vorgaben setzt. Erfreulich ist, dass auf dem Areal am Danziger Platz vielfältige Zwischennutzungen angesiedelt werden konnten.
In den letzten zehn Jahren wurden in Frankfurt verschiedene Projekte "anentwickelt". Bei diesem Verfahren werden Grundstücke von den jeweiligen Eigentümern zu deutlich höheren Preisen weiterverkauft, sobald die nächste Verfahrensstufe erreicht wird.
Um dämpfend auf den Immobilienmarkt einzuwirken und die städtebauliche Entwicklung zu steuern, kann Planungsrecht mittels der Aufstellung von Bebauungsplänen geschaffen werden. Regelmäßig werden die Bebauungsplanverfahren mit Städtebaulichen Verträgen verbunden, so dass im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Planungswertgewinne für die Folgekosten bei der städtischen Infrastruktur aufgewendet werden können. Außerdem hat der Magistrat mit dem Baulandbeschluss ein weiteres Instrument geschaffen, um überzogene Preisvorstellungen am Immobilienmarkt zu dämpfen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. Juli 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.