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Im Stadtbild sind die Folgen der ersten Hitzewelle des Sommers bereits zu erkennen. An vielen Stellen haben Bäume sichtl

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Zusammenfassung

Die Frage befasst sich mit der Bewässerung von Wiesen und Straßenbegleitgrün in Frankfurt am Main, insbesondere im Kontext der aktuellen Hitzewelle und des Klimawandels. Es wird vorgeschlagen, ein Konzept zur Bewässerung zu entwickeln, um die Auswirkungen der Trockenheit auf das Stadtgrün zu mildern.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

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Frage an den Magistrat

Im Stadtbild sind die Folgen der ersten Hitzewelle des Sommers bereits zu erkennen. An vielen Stellen haben Bäume sichtlich mit Trockenheit und Wassermangel zu kämpfen, das Straßenbegleitgrün und Grünflächen sehen zunehmend verdorrt aus.

Darum frage ich den Magistrat:

In welchem Umfang werden Wiesen und Straßenbegleitgrün im Stadtgebiet im Rahmen der Pflege und Reinigung gewässert und gibt es hier weiterführende Planungen?

Antwort des Magistrats

Stadträtin Rosemarie Heilig:

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,

sehr geehrter Herr Dr. Langner,

meine sehr verehrten Damen und Herren!

Einmal mehr beantworte ich die Frage in dem Sinne, dass ich betonen möchte - das wird in diesem Jahr wieder sehr deutlich -, dass wir uns mitten im Klimawandel befinden. Die Ursache für den Klimawandel ist eine menschengemachte Krise aufgrund der Tatsache, dass wir in den vergangenen Jahren, seit der Industrialisierung, zu viel Kohlendioxid ausstoßen und sich deswegen weltweit das Klima verändert und so auch in Frankfurt. Eine der Folgen ist natürlich eine erhebliche Dürre, die wir im ganzen Land, in ganz Europa und vor allem ganz stark im Süden erleben. Der Po, die Po-Ebene, ist schon um Juni ausgetrocknet und unsere Bäche ...

Wenn Sie keine Lust haben, mir zuzuhören, brauchen Sie es mir nur zu sagen. Dann kann ich auch wieder gehen.

Das Defizit der natürlichen Bewässerung, also das Regendefizit der vergangenen Jahre, vor allem das der Hitzejahre 2018, 2019 und 2020, also in der jüngsten Zeit, und der regenarmen Folgejahre bis 2022, wie wir es jetzt wieder erleben, kann für alle Grünanlagen und Straßenbäume durch eine städtische Bewässerungsinfrastruktur und -strategie nicht ausgeglichen werden.

Neu gepflanzte Bäume werden in der Regel bis zum fünften Standjahr, an Extremstandorten zunehmend sogar bis zum zehnten Standjahr, gewässert, und zwar mit Mainwasser. Strauch-, Stauden- und andere Pflanzungen werden in der Anwachsphase - bis circa zwei Jahre nach der Pflanzung - mit Wässerungen unterstützt. Naturnahe Wiesen, die wenig gemäht werden, werden nicht gewässert. Das machen auch Landwirte nicht und wir tun das auch nicht in der Stadt.

Seit Jahren setzt das Grünflächenamt bereits auf die Verwendung von klimaresistenten Baumarten und -sorten sowie auf trockenheitsverträgliche Unterpflanzungen, was auch beim Straßenbegleitgrün die Frage ist. Die Stadt Frankfurt am Main erarbeitet derzeit zudem ein kommunales Wasserkonzept durch das Umweltamt. Inhalt dieses Konzepts werden vor allem der Stand der Wasserversorgung beziehungsweise andere Wassernutzungen und die in der Zukunft zu erwartenden Entwicklungen sein. Daraus werden Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung und zur Substitution von Trinkwasser durch Brauchwasser abgeleitet.

Alle Maßnahmen und Projekte dienen dazu, den Wert und die Wohlfahrtswirkungen des Stadtgrüns zu erhalten und in Anpassung an den Klimawandel weiterzuentwickeln.

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Gregor Amann:

Herr Dr. Langner hat noch eine Zusatzfrage. Bitte!

Stadtverordneter Dr. Julian Langner, FDP:

(Zusatzfrage)

Frau Heilig, Sie haben dankensweiterweise schon angesprochen, dass wir für die Bewässerung, soweit wir sie machen müssen, ein Konzept brauchen. Wir sehen es zum Beispiel an der Taunusanlage, wie wichtig es ist, dass gewässert wird. Aber das Wasser dort kommt meines Erachtens nicht aus dem Main, oder wird das irgendwie eingespeist? Wir haben doch, wenn ich es richtig verstanden habe, gerade ein Gebot ausgesprochen, dass man für Bewässerungszwecke kein Mainwasser mehr entnehmen darf. Gilt das für die Stadt Frankfurt eigentlich auch oder nur für Landwirte, die das professionell machen?

Stadträtin Rosemarie Heilig:

(fortfahrend)

Das Verbot der Wasserentnahme gilt nicht für den Main, es gilt für die Nidda und die zulaufenden Bäche, die auch gar kein Wasser mehr führen, die sind bereits vertrocknet.

Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 848

Stadtverordneter Dr. Julian Langner, FDP:

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,

werte Kolleginnen und Kollegen!

Ich arbeite jetzt seit Anfang des Jahres am Rande des Bahnhofsviertels und dort habe ich eine Mittagsrunde, die geht durch die Moselstraße, die Kaiserstraße und die Taunusanlage zurück zu meiner Bank. Wenn man das sieht, weiß man, dass wir Straßenbegleitgrün und Bäume in der Stadt dringend brauchen bei diesen Temperaturen. Die Moselstraße, darin verkocht man, die Kaiserstraße geht und die Taunusanlage ist bei den Temperaturen glücklicherweise noch angenehm.

Mein Sommer in Madrid Anfang der Neunzigerjahre sagt mir, wir werden wässern müssen - und gerade, wenn wir den Klimawandel ernst nehmen, müssen wir das tun. Wir brauchen diese Bäume in der Stadt, und ohne Wässern wird das nicht gehen. Wir können aber nicht weiter Trinkwasser dafür heranziehen oder auch nicht den Main alleine, weil wir sonst alles da wegpumpen, wo der Wald dann auch eingeht, und das macht unser Klima hier in der Stadt kaputt. Das ist zwar relativ weit weg, teilweise in Marburg, teilweise in der Wetterau, aber wir können dieses Wasser nicht mehr in dem Umfang heranziehen. Das heißt, wir brauchen wirklich ein Konzept, wie wir dieses Straßengrün entsprechend wässern können. Da müssen wir uns noch einmal mehr Gedanken machen. Wir werden die Niederschläge auffangen und verfügbar machen müssen, damit wir hier mit diesem Wasser auch arbeiten können in Frankfurt. Es ist aber klar, dass das in einer so eng bebauten Stadt wie Frankfurt sehr schwierig und bisher auch nicht vorgesehen ist.

Wir müssen uns also nochmals vertieft Gedanken machen, wie wir dort weiterkommen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Neubaugebiet Hilgenfeld, das erste Baugebiet der Stadt Frankfurt, wo wirklich kein Wasser abgeleitet werden muss. Auf diesem Weg müssen wir dringend weitermachen, denn wenn wir nur auf den Main setzen, der auch aus einer sehr trockenen Region, nämlich aus Franken kommt, wird der bald genauso ausschauen wie die Nidda. Die kann man sich jetzt im Sommer anschauen, da ist kaum noch Wasser drin. So können wir unsere Bäume nicht retten.

Vielen Dank!

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Gregor Amann:

Die nächste Wortmeldung kommt von den GRÜNEN. Es spricht Herr Thomas Schlimme. Bitte!

Stadtverordneter Thomas Schlimme, GRÜNE:

Sehr geehrter Stadtverordnetenvorsteher,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

Hilgenfeld ist ein gutes Beispiel, ich glaube, in die Richtung können wir alle denken, das lässt sich so entwickeln, wenn man etwas neu macht. Schwieriger ist es natürlich in den Gebieten, in denen schon gebaut ist, aber wir dürfen uns eines nicht vormachen: Wir können nicht jede Wiese in Frankfurt bewässern, egal mit welchen Konzepten. Ich fahre zum Beispiel mit dem Fahrrad gerne an der Wiese zwischen Griesheim und Nied entlang, zwischen Griesheim und der Schwanheimer Brücke an der Stroofstraße. Diese Wiese habe ich vor wahrscheinlich 15 Jahren im Ortsbeirat angeregt, dass sie zur Wildwiese gemacht wird. Diese Wiese ist jetzt erst einmal vertrocknet. Die wird sich im Winter erholen, wird aber, wenn das so weitergeht, im nächsten Sommer wieder vertrocknen. Es wird immer schlimmer. Das werden wir so nicht reparieren können.

Ich sehe den Herrn Langner den Kopf schütteln, ich weiß, so schlau sind wir alle, dass das natürlich auch nicht der Plan sein kann, sondern Ihr Anliegen ist, jetzt erst einmal zu schauen, dass man möglichst überall, wo man die Chance hat, Wasser auffängt und sinnvoll nutzt. Da sind wir uns vollkommen einig. Was aber momentan passiert, da sollten wir uns auch alle einig sein, das ist eine Klimakatastrophe. Sie haben das Beispiel Main genannt, dass man nicht den Main total nutzen kann oder auch die Nidda, wo auch kaum noch Wasser drin ist. Es gibt Leute, die, wenn man sie auf den Stadtwald anspricht, sagen, man sollte mehr Wasser vom Main im Stadtwald versickern lassen. Es ist Wahnsinn. Wir können diese Katastrophe nicht dadurch aufhalten, dass wir den Main in der Umgebung versickern lassen. Wir brauchen das Wasser auch im Fluss.

Es gab die Situation schon im Hitzesommer vor ein paar Jahren, dass auf dem Rhein keine Schifffahrt mehr möglich war oder nur sehr eingeschränkt, weil zu wenig Wasser da war. Die Mainkraftwerke haben keine Kohlelieferungen mehr bekommen oder nur ganz eingeschränkt. Die Schiffe konnten nur noch zu einem Drittel beladen werden, weil nicht mehr genug Wasser in den Flüssen war. Wir erleben es doch jetzt am Po, was passiert, die Dezernentin hat es schon angesprochen. Der Klimawandel ist wirklich ein Problem, das wir nicht dadurch lösen, dass wir nur irgendwie andere Bewässerungskonzepte erfinden, sondern wir müssen auch gegen den Klimawandel etwas tun. Wo ich die Klimadezernentin gerade erwähnt habe, sie hat ihr 10-jähriges Dienstjubiläum gehabt, herzlichen Glückwunsch dazu noch einmal!

(Beifall)

Und sie ist die Dezernentin, die erreicht hat, dass das Höchster Krankenhaus das erste Passivhaus-Krankenhaus Europas wird. Das ist der Weg, den wir gehen müssen. Ich möchte auch sagen, was wir nicht machen sollten, wir sollten - oder erst einmal, was wir noch machen sollten: Tempolimit auf Autobahnen, so einfache Sachen.

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Gregor Amann:

Herr Schlimme, Ihre Redezeit ist schon abgelaufen.

Stadtverordneter Thomas Schlimme, GRÜNE:

(fortfahrend)

Zusätzliche Autobahnen sind ein Riesenproblem und werden dem Klimawandel nicht gerecht.

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Gregor Amann:

Die nächste Wortmeldung kommt von Herrn Podstatny von der SPD. Bitte!

Stadtverordneter Roger Podstatny, SPD:

Lieber Julian,

lieber Thomas,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher!

Ich bin Julian Langner dankbar, dass er diese Frage gestellt hat, weil Wasser ein Thema sein wird, was durch die aktuelle Klimakatastrophe, in der wir schon mittendrin stecken, das zeigen die Trockenheitssommer der letzten Jahre, immer stärker wird. Thomas hat absolut recht, wir müssen das Problem bei der Wurzel packen, das heißt CO 2 einsparen, Passivhäuser bauen und alles, was wir im Energiesparen und im Erzeugen von erneuerbaren Energien tun können, im Bereich der Mobilität. Es gibt so viele Felder, wo man tätig sein muss. Da muss man wirklich alles tun, dass wir CO 2 sparen und das Thema Wasser, da hat die Stadt Frankfurt schon eine ganze Menge getan, und es gibt auch das sogenannte Wasserkonzept, das ist in der B 63 aus diesem Jahr dargestellt, wo ganz viele Punkte aufgezählt sind, wie die Stadt Frankfurt Wasser sparen kann und wie wir den sparsamen Umgang mit dem Wasser vorantreiben können. Da ist zum Beispiel mittelfristig eine Informationskampagne geplant. Wir wollen, dass Betriebswassersysteme, entweder Brunnen- oder Regenwasser, in den Bebauungsplänen zwingend vorgeschrieben werden. Wir wollen prüfen, ob man genau solche Systeme bei jedem Neubau auch über eine Satzung vorschreiben kann, und viele, viele andere Punkte - ich kann und möchte sie jetzt gar nicht alle aufzählen -, um Wasser zu sparen und Regenwasser oder Brauchwasser zu nutzen. An der Stelle können wir unsere Kollegen, die das Wasser im Moment liefern, entlasten, sodass die Kommunen, die im Moment noch das Rhein-Main-Gebiet beliefern, entlastet werden. Das ist ja kein Frankfurter Thema, weil es die Umlandkommunen hier um Frankfurt herum genauso betrifft wie uns. Zumindest kurzfristig sollten Pflanzen, die dringend Wasser brauchen, mit Mainwasser bewässert werden. Es sollte eine Entnahmestelle für Mainwasser installiert werden - was auch im Koalitionsvertrag vorgesehen ist -, sodass wir zumindest kurzfristig ein bisschen was in die richtige Richtung unternehmen können.

Danke schön!

(Beifall)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 7. Juli 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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