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Der auf dem Germaniaplatz stehende Obelisk, der 1874 aus rotem Sandstein als Erinnerung an die gefallenen Soldaten des D

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Zusammenfassung

Die Stadtverordnete Ingeborg Leineweber fragt den Magistrat nach der Sanierung des Obelisken am Germaniaplatz, der stark sanierungsbedürftig ist. Die erwartete Antwort soll Informationen über den Zeitrahmen und die geplanten Maßnahmen zur Restaurierung des Denkmals enthalten.

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Frage an den Magistrat

Der auf dem Germaniaplatz stehende Obelisk, der 1874 aus rotem Sandstein als Erinnerung an die gefallenen Soldaten des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 errichtet wurde und seitlich mit einem Lorbeerkranz verziert ist, hinterlässt einen stark sanierungsbedürftigen Eindruck. Sowohl eine Reinigung als auch die Ausbesserung von Fehlstellen und der Ersatz fehlender Schmuckelemente erscheinen seit geraumer Zeit notwendig.

Ich frage den Magistrat:

Wann endlich gedenkt der Magistrat die umfassende Sanierung des historischen Sandstein-Obelisken, der als Kulturdenkmal im Sinne des Hessischen Denkmalschutzgesetzes eingestuft ist, zu veranlassen?

Antwort des Magistrats

Sehr geehrte Frau Stadtverordnete Leineweber!

Das Kriegerdenkmal am Germaniaplatz, das an die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871 erinnert, wurde während der letzten zwei Jahre aufwendig restauriert. Die Restaurierung wurde in Abstimmung mit dem Ortsbeirat 4, mit dem ehemaligen Stadtverordneten Herrn Bernhard E. Ochs, dem Denkmalamt Frankfurt, dem Hessischen Landesamt für Denkmalpflege, dem Grünflächenamt und dem Kulturamt durchgeführt.

Die Restaurierung des Denkmals muss als Konservierung des momentanen Zustands verstanden werden und nicht als Wiederherstellung des Originalzustandes. Aus diesem Grund werden die im Laufe der Zeit entwendeten Insignien aus Metall, wie etwa ein Eisernes Kreuz oder ein Lorbeerkranz, nicht als Repliken angebracht. Lediglich zwei Rosetten aus Bronze, die als Halterung der Marmorplatte an der Frontseite dienen, wurden nachgebildet und wieder angebracht. Auch die Inschrift auf der Marmortafel wird nicht wieder sichtbar gemacht. Dies ist nicht möglich, weil der Text witterungsbedingt nicht mehr zu entziffern ist.

Detaillierte Informationen zum Denkmal wie auch über den komplexen Restaurierungsvorgang und den Forschungsergebnissen des Stadtverordneten Bernhard Ochs finden sich in zwei Artikeln der Frankfurter Neuen Presse, erschienen am 13. Mai und am 14. Oktober 2020, Autor ist Gernot Gottwals.

Die Restaurierung eines solchen Denkmals erforderte eine vorsichtige Arbeitsweise, bei der Zentimeter für Zentimeter die weiße Marmorplatte und der rote Sandstein gereinigt, stabilisiert und erneuert wurden. Fehlstellen wurden durch neuen Stein ersetzt, Stabilisierungen vorgenommen, Abstimmungen über die weitere Vorgehensweise wurden getroffen.

Eine entwendete Tafel unterhalb der Marmorplatte an der Frontseite wird durch eine rote Sandsteintafel mit Inschrift ersetzt und wird demnächst angebracht.

Eine weitere Informationstafel über die historischen Hintergründe zum Kriegerdenkmal wird im Rasen als Abschluss der Restaurierungsarbeiten angebracht.

Alle drei Jahre wird das Kriegerdenkmal gereinigt.

Die Stadt Frankfurt arbeitete bei den Restaurierungsarbeiten nach dem Stand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, angewendet auch in Museen, bei der Restaurierung von beispielsweise Gemälden: die Fehlstellen werden mit einer feinen Pinselführung in Strichmanier und in passender Farbmodulation ausgefüllt.

Die Stadt Frankfurt möchte den Zustand des Kriegerdenkmals festigen und es als Kulturdenkmal für zukünftige Generationen als Mahnwache für Frieden erhalten.

Die komplexen Bemühungen des Ortsbeirates 4 in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Magistrat ein Stück Kulturgeschichte Bornheims, vor allem aber Frankfurts zu sichern, verdienen Respekt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 2. Juni 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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