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Auf die Frage Nr. 116 vom 10.06.2021, welche Möglichkeiten der Magistrat sieht, die Anwohnerinnen und Anwohner der durch

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Magistrat plant, die Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Flächen im Jahr 2023 besser über die Besprühung mit Insektiziden zu informieren. Dies soll durch gezielte Wurfsendungen und erweiterte Öffentlichkeitsarbeit geschehen, um gesundheitliche Risiken durch den Eichenprozessionsspinner zu minimieren.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Frage an den Magistrat

Auf die Frage Nr. 116 vom 10.06.2021, welche Möglichkeiten der Magistrat sieht, die Anwohnerinnen und Anwohner der durch das Insektizid Dipel ES besprühten Flächen direkt zu informieren, antwortete der Magistrat, dass zukünftig auch die Anwohnerschaft mit Wurfsendungen über die Maßnahme in Kenntnis gesetzt wird. Auch bei dem diesjährigen Besprühen des Stadtwaldes unterblieb eine Information der Anwohnerschaft. Dies wurde dann für das kommende Jahr zugesichert.

Daher frage ich den Magistrat:

Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, die Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Flächen im Jahr 2023 direkt zu informieren?

Antwort des Magistrats

Durch den Klimawandel breitet sich der wärmeliebende Eichenprozessionsspinner in Deutschland immer weiter aus. In Frankfurt und in der Rhein-Main-Region sind er und seine Nester seit vielen Jahren ein Problem. Der Kontakt mit den feinen Brennhaaren der grauen Raupen kann Hautausschläge hervorrufen. Auch die Atemwege können gereizt werden und im Extremfall zum allergischen Schock führen. Sogar das Berühren von Nestern der Eichenprozessionsspinner ist gefährlich: Auch nach Verpuppung der Larven bleiben die giftigen Brennhaare dort und können bei Kontakt weiter Reizungen verursachen.

Das Besprühen der Eichenkronen ist ein wirksamer Schutz gegen die Ausbreitung der Raupen und für die Bevölkerung unbedenklich. Das Grünflächenamt setzt ein biologisches Präparat ein, dessen Wirkstoff seit mehr als 30 Jahren in Deutschland auch zur großflächigen Schnakenbekämpfung in der Rheinebene erfolgreich ist und im Erdboden natürlich vorkommt. Seit über 15 Jahren wird das Präparat in Frankfurt gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt. Schädliche Auswirkungen dieses Mittels auf die Gesundheit von Mensch und Tier und den übrigen Naturhaushalt sind nicht bekannt.

Der Magistrat bedauert, dass auch in diesem Jahr auf großräumige Wurfsendungen zur Information der Öffentlichkeit verzichtet wurde. Der besprühende Helikopter fliegt über eine große Strecke der Stadtrandlage zum Stadtwald und besprüht diverse Eichenbestände. Der Flugzeitpunkt ist sowohl abhängig von der Blattgröße der Eichen als auch von den Witterungsbedingungen. Diese Faktoren lassen eine belastbare Vorplanung des Helikopterflugs nicht zu, die jedoch erforderlich wären, um entsprechendes Informationsmaterial zu drucken und zu verteilen.

Dem berechtigten Ansinnen nach zeitnaher Informationen über die Besprühung wurde in diesem Jahr durch eine erweiterte Öffentlichkeitsarbeit Rechnung getragen. Neben dem jährlich stattfindenden Pressetermin wurden die Flugzeiten in den Verkehrsnachrichten der größten Radiosender durchgesagt und der zuständige Abteilungsleiter der Grünflächenunterhaltung gab unmittelbar vor der Besprühung bei der Fernsehsendung "Alle Wetter" ein Interview zum Thema Eichenprozessionsspinner und wies in diesem Rahmen auf die anstehende Besprühung hin. Es gab zu dem eine Pressemitteilung, die von zahlreichen Tageszeitungen veröffentlicht wurde.

Für nächstes Jahr wird der Magistrat die Möglichkeit prüfen, darüber hinaus bestimmte Zielgruppen wie zum Beispiel den Ortsbeirat oder Reitbetriebe im Stadtgebiet gesondert zu informieren.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 2. Juni 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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