Insbesondere in der aktuellen Situation mit weitestgehend aufgehobenen Coronamaßnahmen sollte es ein zentrales Ziel der
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt am Main plant verschiedene Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt, um die Auswirkungen der Coronapandemie zu überwinden. Dazu gehören Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro sowie die Teilnahme an Förderprogrammen, um den Einzelhandel und die Kultur zu unterstützen. Ziel ist es, die Besucherzahlen in der Innenstadt zu steigern und die Lebensqualität zu verbessern.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Insbesondere in der aktuellen Situation mit weitestgehend aufgehobenen Coronamaßnahmen sollte es ein zentrales Ziel der Kommunalpolitik sein, die Innenstadt wieder zu beleben.
Darum frage ich den Magistrat:
Welche Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt wurden in den letzten Monaten bereits unternommen, und welche weiteren Maßnahmen sind zeitnah geplant?
Antwort des Magistrats
Die Stadt Frankfurt am Main hat mit der "Initiative Innenstadt" nicht nur ein eigenes Investitionsprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro zur Reaktivierung des innerstädtischen Raums, Beseitigung von Leerständen sowie Förderung der Gastronomie und der kulturellen Nutzung aufgelegt. Die Stadt hat sich auch für ein Landes- und zwei Bundesförderprogramme qualifizieren können, die in Summe weitere 4,8 Millionen Euro an investiven und konsumtiven Mitteln zur Verfügung stellen: 250.000 Euro aus dem Landesprogramm "Zukunft Innenstadt", 550.000 Euro im Rahmen des Forschungs- und Pilotprojekts "Post-Corona-Stadt" der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sowie weitere 4.014.000 Euro aus dem Bundesprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren.
Im Rahmen der Förderprogramme soll unter anderem untersucht werden, wie Antworten und Lösungen gefunden werden können etwa auf die Frage, welche Rolle das Zentrum für die Zukunft von Stadt und Region spielt, wie sich die innerstädtischen Leitfunktionen des Handels, der Verwaltungs-, Service- und Dienstleistungen, der Kultur- und Freizeitangebote sowie des Wohnens zukünftig verändern und welchen Einfluss neue Formen der Mobilität, notwendige Klimaanpassungen, die gerechtere Verteilung öffentlichen Raums und der gemeinwohlorientierte Stadtumbau auf die angewandte Planung und weitere Disziplinen haben.
Der Einzelhandel in Frankfurt steht dabei vor großen Herausforderungen. Dabei spielen nicht nur das Konsumverhalten, der boomende Onlinehandel sondern auch die Auswirkungen der Ukraine Krise sowie die erhöhten Lebenshaltungskosten eine große Rolle.
Der Magistrat steht im stetigen und guten Austausch mit den einzelnen Akteuren - insbesondere aus Wirtschaft und Kultur - und eine Reihe von Maßnahmen bereits auf den Weg gebracht - unter Mitwirkung der beteiligten Ämter sowie der Wirtschaftsförderung.
Neben der Einrichtung des Visionsbüros Frankfurt in Kooperation mit dem Handelsverband Hessen, in dem der Handel fit für die Digitalisierung gemacht werden soll, gibt es einige weitere Projekte, die den Handel unterstützen sollen. So führt die Wirtschaftsförderung regelmäßig Passantenfrequenzanalysen unter anderem auf der Zeil durch. Hieraus ergibt sich aktuell insgesamt eine positive Entwicklung der Besucherzahlen in der Frankfurter Innenstadt auf das Niveau der Zeit vor der Coronapandemie. Zusätzlich arbeitet die Stadt Frankfurt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt an verschiedenen Projekten und Aktionen, die zur Belebung der Frankfurter Innenstadt und aber auch der umliegenden Stadtteile führen soll.
Unter anderem ist geplant die in den letzten Jahren begonnen Aktivitäten zur Unterstützung des Handels, wie zum Beispiel die Frankfurt ReStart-Kampagne #einkaufeninfrankfurt oder auch umfangreiche Aktivitäten zur Weihnachtszeit, fortzusetzen und zu erweitern.
Durch die Eröffnung des Momem ist außerdem ein weiterer kultureller Ort mitten auf der Hauptwache entstanden, der die Tradition der Elektromusik in Frankfurt fortsetzt. Die Aktion "Ab in die Mitte" auf der Hauptwache läuft nun seit einigen Wochen und ist ein Treffpunkt, der mit verschiedenen kulinarischen Angeboten zur Innenstadt-Belebung beiträgt.
Mit Beschluss des Post-Corona-Innenstadt-Programms wird ein Lenkungskreis eingesetzt werden, bei dem die Bereiche Stadtplanung, Verkehr, Wirtschaft, Umwelt, Stadtteil- und Citymarketing vertreten sind. Um den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Stakeholdern zu fördern, sollen regelmäßig Gremien, in denen Bürgerinnen und Bürger organisiert sind, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an den Sitzungen teilnehmen.
Im Rahmen dieser Prozesse sind für 2022 folgende Maßnahmen vor der Realisierung:
- Gründung der "AGENTUR DES STÄDTISCHEN WANDELS" als "lernendes Projekt" einer neuen städtischen Bewegung - als Raum für Teilhabe, Vernetzung und Innovation.
- Konzeption, Vorbereitung und Durchführung von öffentlichen Innenstadt-Dialogen, Workshops, Urbanen Bar Camps und Impulsprojekten als breit angelegte, kooperative Dialogprozesse mit diversen Akteur*innen an unterschiedlichen Orten der Innenstadt, Mainkai - "Sommer am Main", Hauptwache - "Reallabor Wohnzimmer Hauptwache", Zeil/Karstadt-Areal/ Nördliche Innenstadt - "Stakeholder*innen-Workshop-Prozess".
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 2. Juni 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.