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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenInhalt
Frage vom 24.08.2017, F 712 Es ist sehr gut, dass der Sportdezernent zur Sicherstellung der Hygiene und zum Infektionsschutz insbesondere von Säuglingen und Kindern durch Nilganskot eine Erlaubnis erwirkt hat, ab dem 01.09.2017 Nilgänse in Schwimmbädern zu bejagen. Dies ist jedoch nur eine, wenn auch sehr gute Maßnahme, die bisher aber nur für Schwimmbäder gilt. Nilgänse sind aber auch in vielen Parks und Grünflächen eine Plage, da sie mit ihrem Kot den Bürgern den Besuch der Grünanlagen und Kinderspielplätze verleiden. Ich frage den Magistrat, wie er anhand neuester Erkenntnisse der Invasion von Nilgänsen im Ostpark und anderen Grünanlagen begegnen möchte und ob er dafür unter anderem auch Kooperationen mit beispielsweise studentischen Projekten beabsichtigt.
Antwort des Magistrats: Stadträtin Rosemarie Heilig: Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine sehr verehrten Damen und Herren, sehr geehrter Herr Lange! Unter der Federführung des Umweltdezernates ist aktuell ein Runder Tisch zum Thema Nilgans einberufen worden, der zusammen mit Experten der Vogelschutzwarte sowie städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der betroffenen Ämter Möglichkeiten zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung der Nilgans erörtern wird. Dabei werden Kriterien wie Gelegebehandlung, also das Einsammeln oder Austauschen von Eiern aus Nestern, Verblendung von Wasserflächen durch Folienzäune, Schaffung von Duldungs- und Äsungsflächen sowie Aufklärung der Bevölkerung und Kontrollen in Bezug auf die illegale Fütterung der Tiere geprüft. Entsprechend der daraus resultierenden Datenerhebungen und der Fragestellung, wie diese etwa mit studentischen Projekten erhoben werden können, werde ich fortlaufend berichten.
(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die erste Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Lange. Bitte schön! Stadtverordneter Robert Lange, CDU: (Zusatzfrage) Wäre es nicht sinnvoller, statt nur eine Eindämmung der Ausweitung auch eine Reduzierung anzustreben und dabei insbesondere auch die Kreativität der Forscher gezielt auszunutzen? Stadträtin Rosemarie Heilig: (fortfahrend) Ob wir durch diese Vergrämungsmaßnahmen, die ich hier aufgezählt habe, etwas erreichen, Herr Lange, wird sich im Zuge des Pilotprojekts zeigen. Wir haben nur wenige Erfahrungen aus anderen Städten, die auch mit diesem Problem ihre Last haben. Das gilt bundesweit beziehungsweise europaweit. Ob wir wirklich zu einer Reduzierung der Nilgänse beitragen können, müssen wir sehen. Diese Frage muss offenbleiben, bis wir mit den Maßnahmen angefangen haben. Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die zweite Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Ochs. Bitte schön! Stadtverordneter Bernhard E. Ochs, FRANKFURTER: (Zusatzfrage) Das Umweltdezernat der Stadt Frankfurt hat schon mehrere Erfahrungen mit seltsamen Vögeln gemacht. Es gibt unter anderem auch ein Kormoranmanagement oder es sollte zumindest einberufen werden. Kormorane sind diese anderen Einwanderer, die aus dem Osten, aus Russland kommen, im Gegensatz dazu kommen die Nilgänse vom Nil. Das Kormoranmanagement besteht meinem Kenntnisstand nach jetzt schon seit sechs Jahren oder sieben Jahren. Es ist bis dato noch nichts passiert. Wird das mit den Nilgänsen genauso schnell gehen? Stadträtin Rosemarie Heilig: (fortfahrend) Ich halte den Vergleich für untauglich. Bei der Nilgans ist die Ausgangslage, wie sie hierher gekommen ist und warum sie bleibt, eine ganz andere. Es ist wirklich ganz wichtig, dass wir zum Beispiel das Fütterungsverbot konsequent umsetzen, das wird nicht so gerne gehört. Denn die Nilgans findet hier paradiesische Bedingungen vor, deswegen bleibt sie so gerne da. Wir müssen alle Vergrämungsmöglichkeiten, alle Möglichkeiten nutzen, um Herr der Lage zu werden. Aber jetzt zu sagen, man muss es genauso machen wie mit den Kormoranen, halte ich für keine gute Lösung. Denn die Kormorane sitzen eher auf Bäumen und fischen eher in den Seen oder im Main. Ich weiß nicht, ob dieser Vergleich nicht hinkt. Außerdem weiß ich nichts von Verkotungen durch Kormorane, was bei den Nilgänsen zu den allergrößten Beschwerden führt.
(Beifall) Antragstellende Person(en): Stadtv. Robert Lange
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. August 2017 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.