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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenInhalt
Frage vom 07.12.2012, F 682 Der künftige Neubau des Jugendhauses am Berger Marktplatz benötigt zur qualifizierten Weiterarbeit dringend eine Aufstockung des bestehenden Fachpersonals. Laut Presseberichten beabsichtigt das Jugendamt, nicht die bestehenden Stellen des Trägervereins E.I.L.T. aufzustocken, sondern einen weiteren Träger in den Betrieb der Einrichtung mit einzubeziehen. Sowohl beim Trägerverein als auch im Ortsbeirat stieß dieser Vorschlag auf Kritik. Dies vorausgeschickt, frage ich den Magistrat: Beabsichtigt der Magistrat, einen weiteren Träger mit dem Betrieb des Jugendhauses zu beauftragen, und wie stellt der Magistrat sich eine qualifizierte pädagogische Arbeit unter der Voraussetzung von zwei Trägern vor?
Antwort des Magistrats: Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren, Herr Heimpel! Wie Ihnen bekannt ist, wird das Jugendhaus Bergen auf dem Berger Marktplatz von dem Träger E.I.L.T. e. V. betrieben. Daran will der Magistrat auch nichts ändern. Der Magistrat hat auch nicht die Absicht, einen zweiten Träger mit dem Betrieb des Jugendhauses zu beauftragen. Ganz im Sinne von Effektivität und Effizienz möchte der Magistrat aber dafür sorgen, dass die Kapazitäten des neuen Jugendhauses im Interesse junger Menschen sowie der Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil im Rahmen der vorhandenen Ressourcen möglichst umfänglich ausgeschöpft werden. Das Jugend- und Sozialamt ist daher mit dem Träger E.I.L.T. e. V. und dem städtischen Betrieb Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe im Gespräch, um auszuloten, wie ein möglichst großer Nutzen erreicht werden kann. Das Jugend- und Sozialamt hat dem Träger E.I.L.T. e. V. deshalb nahegelegt, die Möglichkeit einer Kooperation mit dem städtischen Betrieb Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zu klären. Der städtische Betrieb beschäftigt derzeit in der Liegenschaft Borsigallee 43 - für die Nicht-Bergen-Enkheimer, in Enkheim - einen Sozialarbeiter, der dort aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nur sehr eingeschränkt Angebote für junge Menschen offerieren kann. Offene Angebote sind dort überhaupt nicht möglich. Geeignete und finanzierbare Räume konnten nicht gefunden werden, die finanziellen Rahmenbedingungen des städtischen Betriebes lassen Mehraufwände für Mieten oder Personal auch nicht zu. Bis zu einer Inbetriebnahme des derzeit noch im Bau befindlichen Jugendhauses, sind die Modalitäten für eine mögliche Zusammenarbeit der beiden Träger noch zu entwickeln. Das Jugend- und Sozialamt ist bereit, diesen Prozess fachlich zu begleiten. Der Magistrat geht davon aus, dass durch die Kooperation der beiden Träger ein echter Mehrwert für die Kinder- und Jugendarbeit in Bergen-Enkheim und dem Stadtteil insgesamt entstehen würde und unterstützt deshalb die Kooperationsmöglichkeiten nachhaltig.
(Beifall) Stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Renate Wolter-Brandecker: Eine Zusatzfrage stellt Herr Stadtverordneter Heimpel. Bitte schön! Stadtverordneter Christian Heimpel, SPD: (Zusatzfrage) Ich finde das grundsätzlich sehr gut. Kooperationen im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind in Frankfurt üblich, diese gilt es auch weiterhin zu unterstützen. Aktuell wurde allerdings im Ortsbeirat vorgetragen, dass schnellstens mindestens eine halbe Stelle als Aufstockung benötigt wird, um eine qualifizierte Mädchenarbeit in dem Regelbetrieb weiterzuführen. Ist vonseiten des Magistrats geplant, dort eine Aufstockung vorzunehmen, damit im Rahmen der pädagogischen Konzeption des Jugendhauses weiter gearbeitet werden kann, gegebenenfalls über diese Kooperation, die möglich ist, hinaus? Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld: (fortfahrend) Herr Heimpel, Sie sind selbst Mitglied des Jugendhilfeausschusses und deswegen wissen Sie, dass über die Vergabe der Mittel der Jugendhilfeausschuss zu gegebener Zeit entschieden wird. Insofern obliegt es ihm, eine eventuelle Ressourcenumsteuerung vorzunehmen. Antragstellende Person(en): Stadtv. Christian Heimpel
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. Dezember 2012 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.