Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Komitees für UNICEF e. V. und d
Zusammenfassung
Die Initiative "Kinderfreundliche Kommunen" soll die kommunalen Angebote im Sinne der Kinderrechte verbessern. Frankfurt ist noch nicht Teil dieser Initiative, obwohl die Stadt bereits viele Maßnahmen zur Förderung der Kinderrechte umsetzt. Eine Zertifizierung könnte Frankfurt als familien- und kinderfreundliche Stadt stärken.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenFrage an den Magistrat
Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Komitees für UNICEF e. V. und des Deutschen Kinderhilfswerkes e. V., die Kommunen bundesweit dabei unterstützt, ihre kommunalen Angebote, Planungen und Strukturen im Sinne der Kinderrechte zu verbessern und die UN-Kinderrechtskonvention bekannter zu machen. Dies erfolgt auf der Grundlage internationaler Standards von UNICEF. Teilnehmende Städte, die mit einem Aktionsplan auf diese Standards hinarbeiten, erhalten dafür das Siegel "Kinderfreundliche Kommune" verliehen.
Ich frage den Magistrat:
Ist dem Magistrat diese Initiative bekannt, und warum ist die Stadt Frankfurt dort noch nicht in der Liste der teilnehmenden Kommunen verzeichnet?
Antwort des Magistrats
Dem Magistrat ist die Einhaltung der Kinderrechte sowie die aktive Einbindung von jungen Menschen an städtischen Beteiligungsformaten sehr wichtig.
In den pädagogischen Konzeptionen aller Angebote für diese Zielgruppe, wie Kindertageseinrichtungen oder Angeboten der Jugendhilfe werden die Kinderrechte trägerübergreifend berücksichtigt und umgesetzt. Die Umsetzung wird im Rahmen der Trägeraufsicht überwacht, Beratung angeboten und Kinderrechte stehen im Prozess Rechte-Schutz-und-Beteiligung besonders im Fokus.
Dem Magistrat ist der Verein Kinderfreundliche Kommune e. V. bekannt. Im Auftrag der Stadt hat das Frankfurter Kinderbüro 2018 geprüft, ob eine Teilnahme an der Initiative "Kinderfreundliche Kommune" grundsätzlich möglich ist. Insgesamt wäre die Zertifizierung als familien- und kinderfreundliche Stadt für Frankfurt sicher ein Gewinn.
Mit der Kampagne Stadt der Kinder wird jährlich allerdings bereits viel dafür getan die UN-Kinderrechtskonvention und damit die Rechte der Kinder und Jugendlichen bekannt zu machen. Das Kinderbüro beschäftigt zusätzlich 20 Kinderbeauftragte, die stadtteilbezogen die Bekanntmachung und Umsetzung der Kinderrechte voranbringen und Bedarfe der Kinder im Blick behalten.
Aktuell sind darüber hinaus ein hohes Maß an personellen Ressourcen in Projekten und Maßnahmen gebündelt, die gleichermaßen die Zielsetzung einer "Kinderfreundlichen Kommune" verfolgen. Das Jugend- und Sozialamt arbeitet unter Beteiligung über 20 weiterer Ämter an dem Aktionsplan Corona, der von dem Verwaltungsstab-Corona der Stadt Frankfurt in Auftrag gegeben wurde. Das Stadtschulamt fördert im Zuge dessen Maßnahmen, die ebenso erarbeitet worden um ein Abmildern der Corona-Folgen bei Kindern zu bewirken. Weiter unterstützt der Magistrat das Projekt jugendmachtfrankfurt, das in Koordination des Frankfurter Jugendrings und in Zusammenarbeit mit dem Stadtschüler:innenrat die Beteiligungsformate für Jugendliche, aber auch Kinder auszubauen und zu stärken sucht. Das Jugend- und Sozialamt fördert dieses Projekt finanziell.
Aufgrund der bereits zahlreichen begonnenen erfolgsversprechenden Prozesse stehen darüber hinaus derzeit keine personellen Kapazitäten zur Verfügung um ein Projekt im Rahmen "Kinderfreundliche Kommune" für Frankfurt umzusetzen und zu begleiten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. März 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.